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⚠️ „Phase maximaler Gefahr“: Sicherheitsexperte warnt – Daten befeuern Sorge vor globaler Eskalation

📰 Lageeinschätzung Ein renommierter Historiker und früherer US-Diplomat, Philip Zelikow, warnt vor einer Phase maximaler Gefahr. Er veranschlagt die Wahrscheinlichkeit eines weltweiten Krieges in den kommenden ein bis drei Jahren auf 20 bis 30 Prozent. Parallel dazu zeigt eine aktuelle Befragung von 357 Fachleuten, dass rund 40 Prozent bis 2035 einen neuen Weltkrieg für möglich halten – definiert als Mehrfrontenkrieg zwischen Großmächten. Die Einschätzungen fallen in eine Zeit anhaltender Konflikte in Europa und im Nahen Osten sowie zunehmender Rivalität zwischen den USA und China.

📊 Hintergrund der Erhebung Die Erhebung des Atlantic Council Global Foresight 2025 wurde Ende 2024 und Anfang 2025 unter Experten aus mehr als 60 Ländern durchgeführt. Ziel war es, Risiken und Triebkräfte des kommenden Jahrzehnts zu bewerten – von geopolitischer Machtkonkurrenz über Rüstungs- und Technologiefragen bis zur Zukunft multilateraler Institutionen. Eine deutliche Mehrheit blickt pessimistischer auf die kommenden Jahre; 62 Prozent rechnen damit, dass die Welt 2035 schlechter dastehen wird als heute.

⚠️ Risiken und Dimensionen 40 Prozent der Befragten halten einen Weltkrieg bis 2035 für wahrscheinlich. 48 Prozent erwarten, dass in den nächsten zehn Jahren mindestens ein Akteur Atomwaffen einsetzt. Fast die Hälfte rechnet zudem damit, dass künftige Konflikte zumindest teilweise im Weltraum ausgetragen werden.

🧭 Eskalationspfade 65 Prozent gehen davon aus, dass China in den nächsten zehn Jahren versuchen wird, Taiwan mit Gewalt zu nehmen. 45 Prozent erwarten eine direkte militärische Konfrontation zwischen Russland und der NATO. Unter jenen, die einen Weltkrieg für wahrscheinlich halten, steigen diese Werte jeweils deutlich an.

🌐 Machtblöcke und wirtschaftliche Risiken Knapp die Hälfte der Befragten hält bis 2035 eine formalisierte Achse aus China, Russland, Iran und Nordkorea für möglich. Zugleich sehen viele die Gefahr, dass geopolitische Spannungen den globalen Wohlstand unterminieren; 28 Prozent nennen einen Krieg der Großmächte als größte Bedrohung für die Weltwirtschaft im kommenden Jahrzehnt.

🧠 Expertenwarnung im Kontext Vor diesem Gesamtbild warnt Zelikow vor einer weltweiten Kriegsgefahr und spricht von einer Phase maximaler Gefahr in den nächsten ein bis drei Jahren. Seine Zuspitzung unterstreicht den nüchternen Befund der Erhebung.

🛡️ Konservative Schlussfolgerungen Die Daten deuten auf höhere Eskalationsrisiken hin. Ein konservativer Schluss lautet, Abschreckung glaubwürdig zu stärken, strategische Verwundbarkeiten von Munitions- und Energieversorgung bis Cyber und Weltraum zu reduzieren, Krisendiplomatie und Rüstungskontrolle zu reaktivieren und Entscheidungswege robuster zu machen. Alarmismus ersetzt keine Strategie; doch wer die Risiken kleinredet, riskiert Fehlkalkulationen. Die nächsten Jahre verlangen nüchterne Prioritäten, belastbare Bündnisse und verlässliche Kommunikation, um einen Flächenbrand zu verhindern, der sich nicht mehr eindämmen ließe.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die Warnungen sind unbequem, aber notwendig. Wer jetzt Zurückhaltung predigt und Aufrüstung verteufelt, verwechselt Wunschdenken mit Verantwortung. Abschreckung wirkt nur, wenn sie glaubwürdig ist – politisch, materiell und industriell. Diplomatie ohne Stärke ist Einbildung, Stärke ohne Diplomatie kurzsichtig; beides muss zugleich erneuert werden. Staaten, die heute ihre Resilienz nicht erhöhen, werden morgen zum Sicherheitsrisiko für Partner und sich selbst.

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