Schirgiswalde-Kirschau/Bautzen. Ein Raub unter Jugendlichen beschäftigt den Revierkriminaldienst Bautzen. Am frühen Freitagabend, 29. Mai 2026, sollen vier Jugendliche am Badweg in Schirgiswalde-Kirschau die Tasche eines 16-Jährigen durchsucht und daraus Bargeld gestohlen haben. Besonders brisant: Einer der Beteiligten soll die Tat mit einem Smartphone gefilmt und als Video gespeichert haben.
Vier Jugendliche sollen Tasche durchsucht haben
Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den Tatverdächtigen um eine weibliche und drei männliche Personen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren. Sie sollen gegen 19.30 Uhr eine vom Geschädigten mitgeführte Tasche durchwühlt und dabei rund 75 Euro Bargeld entwendet haben.
Der Fall wird als Raubdelikt geführt. Damit geht es nicht nur um den Diebstahl des Geldes, sondern auch um die Gewalt, die im Zusammenhang mit der Tat angewendet worden sein soll.
16-Jähriger ins Gesicht geschlagen
Nach dem Durchsuchen der Tasche soll einer der Jugendlichen dem 16-jährigen Opfer mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Der Jugendliche erlitt dabei Verletzungen und wollte sich anschließend medizinisch behandeln lassen.
Dass die Tat offenbar mit dem Smartphone aufgenommen wurde, dürfte für die Ermittlungen eine wichtige Rolle spielen. Die Videoaufnahme kann helfen, den Ablauf zu rekonstruieren und die Beteiligung einzelner Personen genauer zu prüfen.
Tatverdächtige namentlich bekannt
Die Polizei konnte alle vier mutmaßlich Beteiligten im Nachgang namentlich bekannt machen. Der Revierkriminaldienst Bautzen hat die weiteren Ermittlungen übernommen.
Da es sich bei den Tatverdächtigen um Minderjährige handelt, werden keine Namen veröffentlicht. Für alle Beteiligten gilt bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung die Unschuldsvermutung.
Gewalt unter Jugendlichen rückt erneut in den Fokus
Der Vorfall zeigt, wie schnell Streit, Gruppendruck und Gewalt unter Jugendlichen eskalieren können. Besonders die Tatsache, dass die Tat gefilmt worden sein soll, macht den Fall zusätzlich problematisch. Solche Aufnahmen können nicht nur Beweismittel sein, sondern auch die Würde des Opfers weiter verletzen, wenn sie weitergegeben oder verbreitet werden.
Die Ermittlungen sollen nun klären, wie es zu dem Raub kam, welche Rolle die einzelnen Jugendlichen spielten und ob das Video weiterverbreitet wurde.


