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Stadt Zittau
Zwischen Altstadt und Grünem Ring
Fastentücher, historische Plätze und der Grüne Ring gehören zu Zittaus unverwechselbarem Stadtbild. Hinter den Fassaden liegt der Alltag einer Stadt im Dreiländereck: mit Fragen zum Wohnen, zur Innenstadt und zum kulturellen Leben. Der Stadtbereich richtet den Blick auf Zittau selbst und die Menschen, die hier ihren Lebensmittelpunkt haben.
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Knapp 60 Unternehmen im Landkreis Görlitz beteiligen sich am Freitag, 6. November, von 16 bis 20 Uhr an der Spätschicht 2026. Auch in Zittau sind Betriebsbesuche vorgesehen, bei denen Interessierte Arbeitsabläufe sowie Ausbildungs- und Jobmöglichkeiten kennenlernen können. Wie die Stadtverwaltung Zittau mitteilt, findet der Tag des offenen Unternehmens gleichzeitig in Zittau, Görlitz, Weißwasser/O.L., Ebersbach-Neugersdorf, Seifhennersdorf und Löbau statt. Betriebe aus dem Umland beteiligen sich ebenfalls. Der Eintritt ist frei. Die Unternehmen stellen ihre Arbeit vor Ort vor und bieten Werksführungen an. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Studierende, Arbeitsuchende und Beschäftigte. Neben Einblicken in Produktion und betriebliche Abläufe stehen Gespräche über Ausbildungsplätze, Studienmöglichkeiten, Berufsbilder und den Einstieg ins Unternehmen auf dem Programm. Fachkundige Ansprechpartner sollen auch Fragen zu Berufswegen und weiteren Karriereperspektiven beantworten. Die aktuelle Teilnehmerübersicht für Zittau führt 16 Unternehmen und Einrichtungen auf. Dazu gehören unter anderem BWK Systemhaus, Rumpf+Schuppe, STEINERT UniSort, Demirel Crimp-Technik, das Klinikum Oberlausitzer Bergland, die Zittauer Werkstätten und die Johanniter-Unfall-Hilfe. Auch digades, die Baumwollweberei Zittau, Ploucquet, TOP Wärmepumpen, Sun-Service, Use my Energy und fit sind gelistet. Die vollständige Übersicht enthält die jeweiligen Firmenprofile und Programme. Ein konkretes Angebot kündigt die fit GmbH in Hirschfelde an: Ab 16 Uhr sollen fortlaufend Führungen durch die Produktion stattfinden. Als Veranstaltungsort nennt das Firmenprofil den Standort Am Werk 9. Das Unternehmen stellt Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel sowie Kosmetikprodukte her. Für die Spätschicht insgesamt ist nach den Besucherhinweisen der Veranstalter keine Anmeldung erforderlich. Einzelne Unternehmen verlangen jedoch eine vorherige Anmeldung für Führungen oder besondere Programmpunkte. Wer einen bestimmten Betrieb besuchen möchte, sollte deshalb dessen Angaben in der Teilnehmerübersicht prüfen. Dort stehen auch die Informationen zu den angebotenen Programmen. Die Angaben der einzelnen Betriebe sind für die Planung maßgeblich: Die allgemeine Veranstaltungszeit von 16 bis 20 Uhr ersetzt nicht die jeweiligen Hinweise zu Führungen oder Anmeldungen. Auf der gemeinsamen Veranstaltungsseite lassen sich die Angebote nach Städten und dem Umland auswählen; für Zittau ist außerdem ein Flyer zum Herunterladen verlinkt. Organisiert wird die Spätschicht von den Wirtschaftsförderungen der sechs beteiligten Städte. Als Kooperationspartner unterstützen die Geschäftsstellen Zittau und Görlitz der Industrie- und Handelskammer Dresden sowie die Handwerkskammer Dresden die Veranstaltung.
Die Oberlausitz unter den Habsburgern steht am 30. und 31. Oktober 2026 im Mittelpunkt einer internationalen wissenschaftlichen Konferenz in Zittau. Im Rathaus am Markt 1 werden politische, wirtschaftliche und konfessionelle Entwicklungen untersucht, die die Region zwischen 1526 und 1635 prägten. Veranstalter sind die Fachgruppe Landeskunde, Geschichte und Kunstgeschichte des Lusatia-Verbandes, die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften und die Städtischen Museen Zittau. Die Tagung betrachtet zugleich die Verflechtungen der Oberlausitz mit Böhmen und Ungarn. Ausgangspunkt ist die Wahl Ferdinands von Habsburg zum König von Böhmen im Oktober 1526. Damit geriet auch die Oberlausitz als böhmisches Kronland unter seine Herrschaft. Das Konferenzprogramm spannt den Bogen bis 1635, als Ferdinand II. den sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. mit der Oberlausitz belehnte. Am Freitag beginnt die Veranstaltung um 10 Uhr mit Grußworten und einer Einführung. Die anschließenden Sektionen behandeln unter anderem die Stellung der Landvögte, die Zittauer Stadtchroniken, den Niederadel und die politische Kommunikation zwischen den Kronländern. Ein weiterer Schwerpunkt verbindet Politik und Wirtschaft. Die Vorträge unterscheiden verschiedene Formen von Herrschaft und Einfluss. Cornelia Müller behandelt den Pönfall der Sechsstädte; Frank Metasch untersucht den Traditionsrezess und den mittelbaren Einfluss der Habsburger nach dem Ende ihrer unmittelbaren Herrschaft. Ludger Udolph spricht über die Literaturen jener Zeit in Böhmen und den Lausitzen. Für die einzelnen Sektionen sieht das Programm jeweils eine Diskussion vor. Für Freitagabend um 19.30 Uhr ist ein Vortrag von Miloš Řezník angekündigt. Er fragt danach, ob die habsburgische Oberlausitz eine Region war. Der Sonnabend startet um 9 Uhr mit Beiträgen zu Kunst und Kultur, darunter Einflüsse der habsburgischen Hofkunst und die Architektur des 16. Jahrhunderts. Das Sonnabendprogramm umfasst außerdem Beiträge zu Gemälden, Münzen und Medaillen sowie zu Andreas Hammerschmidt. Nach der Mittagspause ist von 14 bis 15.30 Uhr ein Stadtrundgang vorgesehen. Genannt werden das Dornspachhaus, der Markt mit dem Marsbrunnen, ausgewählte Epitaphien in der Klosterkirche und die Zittauer Fastentücher. Danach folgt die Sektion zu Politik und Konfession. Um 17 Uhr stehen Diskussion und Resümee auf dem Programm. Den musikalischen Anschluss bildet die Hammerschmidt-Ehrung um 18.30 Uhr vor dem Großen Zittauer Fastentuch. Eine Anmeldung ist über das im Programm verlinkte Onlineformular oder über die Städtischen Museen Zittau möglich. Als Veranstaltungsort für die Konferenz ist das Rathaus am Markt 1 angegeben.
Das Gerhart-Hauptmann-Theater zeigt „Johnny zieht in den Krieg“ am 17. Oktober 2026 um 19.30 Uhr auf der Studiobühne in Zittau. Jonas Maria Lubisch spielt den Soldaten Joe Bonham, dessen Geschichte auf einem Roman von Dalton Trumbo beruht. Die Handlung führt in den Ersten Weltkrieg. Der junge US-Soldat Joe Bonham wird in Europa durch eine Granate schwer verwundet. Im Krankenhaus kann er weder sehen noch hören oder sprechen. Sein Denken und seine Erinnerungen sind erhalten geblieben, doch zunächst findet er keinen Weg, sich seiner Umgebung mitzuteilen. Die Stückbeschreibung schildert, wie Joe Stoff auf seiner Haut, Luftbewegungen und Berührungen wahrnimmt. Er erinnert sich an seine Eltern, die Kindheit und seine erste Liebe. Im weiteren Verlauf erkennt er, dass die Ärzte ihn als Forschungsobjekt behandeln. Schließlich gelingt ihm die Kommunikation; er fordert sein Recht auf Selbstbestimmung ein. Dalton Trumbos Roman „Johnny Got His Gun“ erschien nach den Angaben des Theaters am 3. September 1939, zwei Tage nach Beginn des Zweiten Weltkriegs. Sein Titel greift den Rekrutierungsslogan „Johnny get your gun“ auf. Mit diesem Aufruf wurden junge Männer für den Dienst in der US-Armee angeworben. Die Zittauer Produktion verwendet die deutsche Fassung von Johanna Wais und eine Bearbeitung von Bradley R. Smith. Regie führt Jimena Echeverri Ramirez, die Bühne gestaltet Mario Wenzel. Den Soundtrack steuern Mark Reeder und Micha Adam bei. Für die Dramaturgie sind Martin Stefke und Stella Withenius zuständig. Hauptdarsteller Jonas Maria Lubisch gehört seit der Spielzeit 2024/25 zum Ensemble des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau. Der 2001 in Herdecke geborene und in Wuppertal aufgewachsene Schauspieler absolvierte von 2020 bis 2024 seine Ausbildung an der Schauspielschule Siegburg. Das Engagement am Theater ist laut seiner dort veröffentlichten Vita sein erstes. Für den Termin am 17. Oktober verweist das Theater auf mögliche Restkarten an der Kasse. Die Zittauer Theaterkasse befindet sich am Theaterring 12; Auskünfte und Reservierungen sind über das Kartentelefon 03581 474747 möglich. Die Kasse öffnet dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 12.30 Uhr. Montags nimmt der Besucherservice zwischen 10 und 14 Uhr telefonische Reservierungen an. Weitere Vorstellungen nennt der Spielplan für den 25. Oktober um 19 Uhr und den 30. Oktober um 19.30 Uhr. Außerdem ist das Stück am 21. November sowie am 10. Dezember zu sehen, jeweils um 19.30 Uhr.
Die Christian-Weise-Bibliothek Zittau lädt Erwachsene noch bis zum 13. November 2026 zum Bücherherbst ein. Wer während der Aktion drei Bücher liest, erhält eine Einladung zur Abschlussveranstaltung. Die am 2. Oktober gestartete Leseaktion bietet einen eigenen Bestand neuer Bücher. Die Bibliothek nennt Krimis, New-Adult-Romane, Zeitgeschichte und Künstlerbiografien als Beispiele für die Auswahl. Das Angebot ist in der Erwachsenenbibliothek auf Ebene 2 angesiedelt. Für die Teilnahme werden ein gültiger Bibliotheks- oder Tagesausweis und eine Stempelkarte für die gelesenen Bücher benötigt. Die aktuelle Ankündigung nennt den 13. November als letzten Tag der Aktion. Einen Termin für die Abschlussveranstaltung führt sie noch nicht auf. Der Bücherherbst entstand nach Angaben der Einrichtung auf Wunsch ihrer Nutzenden. Sie hätten sich eine Leseaktion nach dem Vorbild des Buchsommers Sachsen für Kinder und Jugendliche gewünscht. Die erste Ausgabe für Erwachsene fand im Herbst 2022 statt; für die Teilnehmenden stehen die neuen Bücher in einem separaten Regal bereit. Wer noch keinen Benutzerausweis besitzt, benötigt für die Anmeldung einen gültigen Personalausweis oder ein anderes amtlich bestätigtes, gültiges Ausweisdokument mit Lichtbild. Bei der Vorlage eines Reisepasses verlangt die Bibliothek zusätzlich eine aktuelle Bestätigung des Einwohnermeldeamtes, weil im Pass keine Adresse steht. Anfallende Entgelte können bar oder mit Karte bezahlt werden. Der Benutzerausweis ist an die angemeldete Person gebunden und darf grundsätzlich nicht weitergegeben werden. In Ausnahmefällen akzeptiert die Bibliothek eine Vollmacht des Inhabers. Für die Ausleihe sind sowohl die Anmeldung als auch ein gültiger Ausweis erforderlich. Die reguläre Leihfrist für Bücher beträgt vier Wochen. Nach den Benutzungshinweisen kann die Bibliothek diese Frist bei ausgewählten Medien verkürzen. Entliehene Medien lassen sich höchstens zweimal verlängern: über das eigene Benutzerkonto, telefonisch oder per E-Mail. Bei nicht eingehaltenen Leihfristen fallen Versäumnisgebühren entsprechend der Entgeltordnung an. Bei der Suche nach Büchern unterstützen die Mitarbeitenden an der Informationstheke. Auch im Bibliothekskatalog lässt sich über die erweiterte Suche recherchieren. Die Einrichtung bietet ausdrücklich Hilfe bei der Nutzung dieses Katalogs an. Geöffnet ist die Bibliothek montags, dienstags, mittwochs und freitags von 11 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 12 Uhr. Donnerstags bleibt sie für den regulären Ausleihbetrieb geschlossen; an diesem Tag finden nach ihren Angaben häufig interne Veranstaltungen oder Arbeiten am Medienbestand statt.
In der Hochschulbibliothek Zittau ist seit dem 12. Oktober die Ausstellung „Wir! – Studierende stellen aus“ zu sehen. Die von Jeremy Cope kuratierte Schau umfasst 15 Werke, die aus einem Aufruf an Studierende hervorgingen. Vertreten sind Malerei, Skulptur, Fotografie, Textil- und Papierkunst sowie Zeichnungen. Cope hatte unter den Studierenden nach kreativen Talenten gesucht. Ausgangspunkt war nach der Ankündigung der Hochschule, dass selbst geschaffene Kunst oft im privaten Umfeld bleibe: Manche Menschen trauten sich nicht, ihre Arbeiten zu zeigen; anderen fehle eine einfache Möglichkeit dazu. Der Aufruf brachte die unterschiedlichen Ausdrucksformen in einer gemeinsamen Präsentation zusammen. Die Ausstellung ist in der Hochwaldstraße 12 während der Öffnungszeiten der Hochschulbibliothek zugänglich. Sie richtet sich ausdrücklich an alle Besucher, also auch an Interessierte außerhalb der Hochschule. Die Vernissage war für Montag, den 12. Oktober, um 16 Uhr angekündigt. Als Ende der Schau nennt die Hochschule den 22. Dezember 2026 um 15 Uhr. „Wir!“ gehört zu drei Ausstellungen, mit denen die Hochschulbibliothek die neuen Studierenden und Kunstinteressierte aus der Region im Wintersemester begrüßt. In ihrer gemeinsamen Ankündigung stellt die Hochschule den Gedanken der Gemeinschaft in den Mittelpunkt. Das Programm reicht von Arbeiten der Studierenden über den Austausch zweier Künstlerinnen bis zu persönlichen Erfahrungen queerer Menschen in Sachsen. Claudia Richter und Angelika Heinze zeigen unter dem Titel „Gemeinsam“ Malerei und Graphik. Zwischen den beiden Künstlerinnen besteht nach Angaben der Hochschule seit vielen Jahren ein Austausch; nun stellen sie erstmals gemeinsam aus. Ihre Bilder verwenden unterschiedliche Techniken und beschäftigen sich mit Form, Linie, Farbe, Klang und Rhythmus. Diese Präsentation begann am 8. Oktober und läuft bis zum 26. Februar 2027. Die textile Wanderausstellung „Gesprächsstoff(e)“ ist vom 9. bis zum 30. Oktober angekündigt. Sie behandelt Lebenslagen und Erfahrungen queerer Menschen in Sachsen. Grundlage ist eine 2022 veröffentlichte Studie des damaligen sächsischen Ministeriums für Justiz, Demokratie, Europa und Gleichstellung. Hinter den statistischen Ergebnissen werden persönliche Erlebnisse sichtbar: Die Ausstellung greift Diskriminierung und Benachteiligung in verschiedenen Lebensbereichen ebenso auf wie Unterstützung, Akzeptanz und Anerkennung. Alle drei Ausstellungen sind während der Bibliotheksöffnungszeiten zugänglich. Wer neben dem Ausstellungsbesuch den Literaturbestand nutzen möchte, kann sich auch ohne Hochschulzugehörigkeit anmelden: An der Ausleihtheke erstellt die Bibliothek gegen Vorlage eines Personalausweises kostenlos einen Bibliotheksausweis.
Das DLR-Schülerlabor der Hochschule Zittau/Görlitz blickt auf einen bundesweiten Wettbewerb zu Hochtemperatur-Wärmepumpen zurück. In einem unter dem Datum 13. Oktober geführten Bericht stellt die Hochschule die ausgezeichneten Schulmodelle vor, deren Preisverleihung bereits am 24. Juni 2026 stattfand. Erstmals organisierte das Zittauer Schülerlabor den Wettbewerb. Die Aufgabenstellung entwickelte es gemeinsam mit dem DLR-Institut für CO₂-arme Industrieprozesse in Zittau. Ausgeschrieben wurde der Preis von der Gesellschaft von Freunden des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, die insgesamt 2.500 Euro Preisgeld bereitstellte. Die Teams sollten ein Schülermodell einer Hochtemperatur-Wärmepumpe nach dem Brayton-Prozess entwickeln. Dabei ging es um die Frage, wie sich Wärme für industrielle Prozesse künftig klimafreundlich erzeugen lässt. Zusätzlich waren konkrete Anwendungsmöglichkeiten in der Industrie gefragt. Die Jugendlichen beschäftigten sich auch damit, bislang ungenutzte Abwärme nutzbar zu machen. Nach der Darstellung der Hochschule können die untersuchten Systeme Prozesswärme mit Temperaturen bis zu 300 Grad Celsius liefern. Die Aufgaben knüpften an die Forschung der Hochschule und des Zittauer DLR-Instituts an. Das Labor verbindet damit seine Arbeit an Energie- und Umweltfragen mit Angeboten für Schulen. Den ersten Preis erhielt die Johannisberg-Schule Witzenhausen. Julian Loll, Dennis Butt, Carl Lubitz und Robert Killig arbeiteten mit ihrem Lehrer Kamil Daniek an einem Modell des Brayton-Prozesses. Der Hochschulbericht hebt hervor, dass die Jury sowohl die technische Qualität als auch die verständliche Erklärung der physikalischen Zusammenhänge würdigte. Der zweite Preis ging an die Steinmühle – Schule und Internat Marburg. Jan Konwerski und Lisa Schreier entwickelten das Wettbewerbsmodell gemeinsam mit ihrer Lehrerin Jutta Töhl-Borsdorf. Auch bei dieser Arbeit stand die nachvollziehbare Darstellung der Funktionsweise einer Hochtemperatur-Wärmepumpe im Mittelpunkt. Wie die Arbeit am Modell verlief, schildert der Bericht am Beispiel des Marburger Teams. Jan Konwerski berichtet dort von ersten Erfahrungen mit neuen Materialien und vom Nachbau eines Schaltkreises, den er zuvor nur theoretisch kannte. Lisa Schreier nennt die Verbindung einer technisch anspruchsvollen Aufgabe mit dem möglichen Beitrag zu einer klimafreundlicheren Industrie als Motivation für das Projekt. Das Zittauer DLR-Schülerlabor ist Teil des Zukunftslernortes Oberlausitz, kurz ZukLOS. Als außerschulischer Lernort bietet es Experimente zu Energie-, Umwelt- und Ingenieurwissenschaften an. Die Hochschule beschreibt den Wettbewerb als Verbindung zwischen schulischem Lernen und aktuellen Forschungsfragen. Der DLR-Preis wird jährlich ausgeschrieben; die Organisation übernimmt jeweils ein DLR-Schülerlabor. Für 2027 kündigt die Hochschule das DLR-Schülerlabor Oberpfaffenhofen als nächsten Austragungsort an.
Das Regionalbüro Lehrkräftebildung in Zittau will Fortbildungen und den Austausch zwischen Schulen stärker in die Oberlausitz bringen. Koordinatorin Elisa Rößler erläutert in einem am 13. Oktober veröffentlichten Interview, dass sich die Angebote an den Bedürfnissen der Schulen orientieren sollen. Die Außenstelle des Zentrums für Lehrkräftebildung, Schul- und Berufsbildungsforschung der Technischen Universität Dresden wurde bereits am 11. Juli 2026 eröffnet. Rößler koordiniert sie seit dem 15. April. Angesprochen sind vor allem Lehrkräfte im Schuldienst in Ostsachsen, aber auch Studieninteressierte, Lehramtsstudierende und außerschulische Bildungsakteure. Im Gespräch mit dem Blog des Sächsischen Kultusministeriums beschreibt Rößler den Aufbau regionaler Kontakte. Sie habe fünf Schulen besucht und mit Schulleitungen sowie Lehrkräften über mögliche Formate gesprochen. Genannt werden Unterrichtsentwicklung, Digitalisierung, neue Lernformen und selbstständiges Lernen. Auch Informationen zum Seiteneinstieg und zum Lehramtsstudium sollen künftig eine Rolle spielen. Rößler begründet den Standort auch mit den Wegen zu Fortbildungen: Viele Angebote fänden bisher in Dresden, Meißen, Leipzig oder Chemnitz statt. Lehrkräfte aus Ostsachsen müssten dafür besonders weit fahren. Das Regionalbüro wolle deshalb verschiedene Formate direkt nach Zittau holen. Welche Themen angeboten werden, soll sich an den Rückmeldungen der Schulen orientieren. Die ersten Fortbildungen seien geplant; nun müsse sich zeigen, wie groß die Nachfrage in der Region sei. Neben klassischen Veranstaltungen möchte das Büro Vernetzungstreffen anbieten. Als Beispiel nennt Rößler einen Austausch über Lernbüros, in denen Schülerinnen und Schüler bei Unterrichtsausfall individuell lernen können. Zu den von Rößler genannten Gesprächspartnern zählen Medienpädagogische Zentren, die MINT-Initiative Minos, der Verein Hi!Lusatia, das Programm Perspektive Land und das Deutsche Zentrum für Astrophysik in Görlitz. Innerhalb der TU Dresden arbeitet das Büro unter anderem mit der Lehrkräfteakademie, dem Studienbüro Lehramt und dem Internationalen Hochschulinstitut Zittau zusammen. Die Kooperation mit Einrichtungen in Polen und Tschechien soll wachsen. Die Außenstelle soll nach Rößlers Angaben dauerhaft bestehen. Ziel seien verlässliche Netzwerke und ein langfristiger Wissensaustausch. Schulen können Themenwünsche und Kooperationsideen an das Büro herantragen. Interessierte können sich außerdem für eine Mailingliste anmelden, über die geplante Veranstaltungen bekannt gemacht werden. Das Regionalbüro befindet sich am Markt 23 im Haus 1 des Internationalen Hochschulinstituts, Raum 4.07. Die TU Dresden führt auf ihrer Angebotsseite unter anderem eine Veranstaltung zum Schulportal Schullogin am 13. November 2026 auf. Für weitere Informationen verweist sie auf das sächsische Schulportal.