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Stadt Zittau
Zwischen Altstadt und Grünem Ring
Fastentücher, historische Plätze und der Grüne Ring gehören zu Zittaus unverwechselbarem Stadtbild. Hinter den Fassaden liegt der Alltag einer Stadt im Dreiländereck: mit Fragen zum Wohnen, zur Innenstadt und zum kulturellen Leben. Der Stadtbereich richtet den Blick auf Zittau selbst und die Menschen, die hier ihren Lebensmittelpunkt haben.
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Die Kreistagsfraktion BSW/FWZ will die Produktionsstandorte des Gerhart-Hauptmann-Theaters in Görlitz und Zittau samt ihren Sparten dauerhaft erhalten. Ihr Antrag soll am Dienstag, 27. Oktober, im Kreistag beraten werden, wobei die Fraktion den Erhalt mit Übergangshilfen, einem mehrjährigen Finanzplan und verbindlichen Kontrollen verbindet. Der Vorschlag richtet sich gegen ein Modell, bei dem einer der beiden Standorte nur noch als Gastspielhaus betrieben würde. Nach dem Willen der Fraktion sollen Produktionen und Ensembles an beiden Orten bleiben. Für die Jahre 2027 und 2028 fordert BSW/FWZ eine gesicherte Übergangsfinanzierung. Ab 2029 soll eine mehrjährige Vereinbarung mit den öffentlichen Geldgebern folgen. Einen vollständigen Finanzplan für die Jahre 2027 bis 2032 soll die Theatergesellschaft demnach bis zum 30. Juni 2027 vorlegen. Beim Beitrag der Beschäftigten zieht der Antrag eine zeitliche Grenze. Eine zusätzliche tarifliche Unterstützung komme nur als ausgehandelte Übergangslösung infrage und müsse spätestens am 31. Dezember 2028 enden. Sie solle außerdem an verbindliche Finanzierungszusagen und Vereinbarungen zur Beschäftigungs- und Standortsicherung gebunden sein. Eine dauerhafte oder regelmäßig wiederkehrende Finanzierung durch weiteren Lohnverzicht lehnt die Fraktion ab. Ab 2029 müssten die Personalkosten wieder vollständig in der Anschlussfinanzierung enthalten sein. Gleichzeitig soll das Theater seine eigenen Einnahmen schrittweise erhöhen. Als Ziel nennt BSW/FWZ eine Eigenerwirtschaftungsquote von 15 Prozent bis 2029. Geprüft werden sollen eine bessere Auslastung, Vermarktung, Abonnements, Sponsoring, Spenden und Kooperationen. Kinder-, Jugend- und Schulangebote sowie bezahlbare Einstiegspreise sollen erhalten bleiben. Zusätzliche Vorhaben müssten nach Abzug ihrer Kosten einen nachvollziehbaren finanziellen Nutzen bringen oder durch Partner und Fördermittel gedeckt sein. Ein weiterer Teil des Antrags zielt auf Publikum aus Polen und Tschechien. Die Fraktion schlägt mehrsprachige Werbung und bei geeigneten Opern- oder Operettenvorstellungen Übertitel oder andere Übersetzungshilfen vor. Außerdem sollen regionale Amateur- und Mundartgruppen mit dem Theater zusammenarbeiten können. Solche Veranstaltungen dürften allerdings keine ungedeckten Zusatzkosten verursachen. Über die Verteilung der Finanzierung sollen der Landkreis sowie die Städte Görlitz und Zittau neu verhandeln. Der Landrat soll dem Kreistag halbjährlich über Liquidität, Wirtschaftsergebnis, eigene Einnahmen und den Stand der Gespräche berichten. Der Antrag ist bislang ein Vorschlag der Fraktion und noch kein Beschluss. Ob er unverändert eine Mehrheit erhält, entscheidet sich in der öffentlichen Sondersitzung am 27. Oktober.
Der Kreistag des Landkreises Görlitz kommt am Dienstag, 27. Oktober, um 15 Uhr zu einer öffentlichen Sondersitzung in Görlitz zusammen. Mehrere Tagesordnungspunkte betreffen Zittau unmittelbar, weil über die Leitung der Zittauer Bildungsgesellschaft und die künftige Ausrichtung des Gerhart-Hauptmann-Theaters beraten wird. Tagungsort ist nach dem aktuellen Eintrag im Bürgerinformationssystem der Raum E.001 im Landratsamt. Als Zugang nennt der Landkreis die Berliner Straße 40 in Görlitz. Damit weicht die aktuelle Onlineangabe von der zunächst per Presseinformation verbreiteten Hausnummer 42 ab. Besucher sollten sich deshalb an der im Sitzungskalender veröffentlichten Adresse orientieren. Der Landkreis kündigt außerdem eine Übertragung im Internet an. Zu Beginn soll der Kreistag über die Neuordnung der Geschäftsführung der Zittauer Bildungsgesellschaft beraten. Die Tagesordnung enthält außerdem ein Memorandum zur Zusammenarbeit in einem Europäischen Verbund für territoriale Zusammenarbeit mit Partnern in Liberec und Zgorzelec. Damit stehen neben Personal- und Gesellschaftsfragen auch die künftigen Grundlagen einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zur Beratung. Beide Themen berühren die Entwicklung des Landkreises und seine Bildungsstrukturen. Den umfangreichsten Block bildet die Zukunft des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau. Vorgesehen ist die Beratung einer Zukunftskonzeption für die kommunale Theatergesellschaft. Daneben steht ein Antrag der Fraktion Bündnisgrüne/KJiK/SPD auf der Tagesordnung. Aus den veröffentlichten Unterlagen geht hervor, dass der Kreistag unterschiedliche Vorschläge zur Struktur und Finanzierung behandeln soll. Eine Beschlussfassung ist damit möglich; die vorliegenden Anträge sind vor der Abstimmung jedoch noch keine Entscheidung des Kreistages. Mit der Sondersitzung werden mehrere Fragen zusammengeführt, die für die kommunalen Gesellschaften und die grenzüberschreitende Arbeit des Landkreises wichtig sind. Für Zittau geht es einerseits um die Führung einer Bildungsgesellschaft, andererseits um den Produktionsstandort des Theaters und die kulturelle Versorgung der Region. Die Tagesordnung trennt dabei die Zukunftskonzeption des Theaters von den zusätzlich eingebrachten Fraktionsanträgen. Welche Änderungen tatsächlich beschlossen werden, ergibt sich deshalb erst aus den einzelnen Beratungen und Abstimmungen während der Sitzung. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt am 27. Oktober um 15 Uhr im Raum E.001 des Landratsamtes, Eingang Berliner Straße 40. Die Tagesordnung und die veröffentlichten Beratungsunterlagen stehen im Bürgerinformationssystem des Landkreises. Wer nicht nach Görlitz fahren kann, soll die Beratung nach Angaben des Landkreises über den angekündigten Livestream verfolgen können. Maßgeblich für kurzfristige Änderungen bleibt der aktuelle Eintrag im Sitzungskalender.
Knapp 60 Unternehmen im Landkreis Görlitz beteiligen sich am Freitag, 6. November, von 16 bis 20 Uhr an der Spätschicht 2026. Auch in Zittau sind Betriebsbesuche vorgesehen, bei denen Interessierte Arbeitsabläufe sowie Ausbildungs- und Jobmöglichkeiten kennenlernen können. Wie die Stadtverwaltung Zittau mitteilt, findet der Tag des offenen Unternehmens gleichzeitig in Zittau, Görlitz, Weißwasser/O.L., Ebersbach-Neugersdorf, Seifhennersdorf und Löbau statt. Betriebe aus dem Umland beteiligen sich ebenfalls. Der Eintritt ist frei. Die Unternehmen stellen ihre Arbeit vor Ort vor und bieten Werksführungen an. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Studierende, Arbeitsuchende und Beschäftigte. Neben Einblicken in Produktion und betriebliche Abläufe stehen Gespräche über Ausbildungsplätze, Studienmöglichkeiten, Berufsbilder und den Einstieg ins Unternehmen auf dem Programm. Fachkundige Ansprechpartner sollen auch Fragen zu Berufswegen und weiteren Karriereperspektiven beantworten. Die aktuelle Teilnehmerübersicht für Zittau führt 16 Unternehmen und Einrichtungen auf. Dazu gehören unter anderem BWK Systemhaus, Rumpf+Schuppe, STEINERT UniSort, Demirel Crimp-Technik, das Klinikum Oberlausitzer Bergland, die Zittauer Werkstätten und die Johanniter-Unfall-Hilfe. Auch digades, die Baumwollweberei Zittau, Ploucquet, TOP Wärmepumpen, Sun-Service, Use my Energy und fit sind gelistet. Die vollständige Übersicht enthält die jeweiligen Firmenprofile und Programme. Ein konkretes Angebot kündigt die fit GmbH in Hirschfelde an: Ab 16 Uhr sollen fortlaufend Führungen durch die Produktion stattfinden. Als Veranstaltungsort nennt das Firmenprofil den Standort Am Werk 9. Das Unternehmen stellt Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel sowie Kosmetikprodukte her. Für die Spätschicht insgesamt ist nach den Besucherhinweisen der Veranstalter keine Anmeldung erforderlich. Einzelne Unternehmen verlangen jedoch eine vorherige Anmeldung für Führungen oder besondere Programmpunkte. Wer einen bestimmten Betrieb besuchen möchte, sollte deshalb dessen Angaben in der Teilnehmerübersicht prüfen. Dort stehen auch die Informationen zu den angebotenen Programmen. Die Angaben der einzelnen Betriebe sind für die Planung maßgeblich: Die allgemeine Veranstaltungszeit von 16 bis 20 Uhr ersetzt nicht die jeweiligen Hinweise zu Führungen oder Anmeldungen. Auf der gemeinsamen Veranstaltungsseite lassen sich die Angebote nach Städten und dem Umland auswählen; für Zittau ist außerdem ein Flyer zum Herunterladen verlinkt. Organisiert wird die Spätschicht von den Wirtschaftsförderungen der sechs beteiligten Städte. Als Kooperationspartner unterstützen die Geschäftsstellen Zittau und Görlitz der Industrie- und Handelskammer Dresden sowie die Handwerkskammer Dresden die Veranstaltung.
Tamara Korber und der BSW-Landtagsabgeordnete Ingolf Huhn haben in der Christian-Weise-Bibliothek Zittau aus Texten Bertha von Suttners gelesen. Rund 20 Gäste kamen nach Angaben des Veranstalters zu der Lesung, zu der BSW-Landtagsabgeordneter Jens Hentschel-Thöricht eingeladen hatte. Auf dem Programm standen Auszüge aus dem Antikriegsroman „Die Waffen nieder!“ sowie Passagen aus Suttners Briefwechsel mit Alfred Nobel. Korber und Huhn wechselten nach der Pressemitteilung zwischen den literarischen Texten und den persönlichen Zeugnissen. Im Mittelpunkt standen die Folgen des Krieges und Suttners Einsatz für Abrüstung und internationale Verständigung. An die Lesung schloss sich laut Veranstalter eine Diskussion an. Die Gäste beschäftigten sich mit der Frage, welche Bedeutung Suttners Texte heute haben und wie viel Raum diplomatische Lösungen in der öffentlichen Debatte erhalten. Hentschel-Thöricht verband die Veranstaltung mit einem Plädoyer für Verhandlungen. „Wer Verhandlungen fordert, darf nicht als naiv abgetan werden. Gerade wenn Spannungen wachsen, braucht es offene Gesprächskanäle und ernsthafte diplomatische Initiativen. Politik muss sich daran messen lassen, ob sie Menschen schützt und Frieden wahrscheinlicher macht“, erklärte er in der Mitteilung. Diplomatie und Abrüstung seien für das BSW zentrale politische Anliegen. Hentschel-Thöricht schrieb auch Kunst und Kultur eine Rolle in der Auseinandersetzung mit Krieg und Frieden zu: Sie könnten menschliche Schicksale sichtbar machen, die hinter politischen Schlagworten und militärischen Strategien verschwänden. „Die Waffen nieder!“ erschien 1889. Wie die biografische Darstellung des Nobelpreises erläutert, schildert der Roman die Kriegserfahrungen einer Frau; Suttner recherchierte dafür Kriege ihrer eigenen Zeit. Nach der Veröffentlichung engagierte sie sich verstärkt in der Friedensbewegung, besuchte internationale Kongresse und unterstützte den Aufbau von Friedensorganisationen. 1891 initiierte Suttner die Österreichische Friedensgesellschaft, deren Präsidentin sie über längere Zeit war. 1905 erhielt sie den Friedensnobelpreis. Ihre Verbindung zu Alfred Nobel reicht über die in Zittau vorgelesenen Briefpassagen hinaus: Nach Darstellung des Nobelpreises beeinflusste sie seine Entscheidung, einen Friedenspreis in seinem Testament vorzusehen. Den Bezug zur eigenen parlamentarischen Arbeit formulierte Hentschel-Thöricht in der Mitteilung so: „Bertha von Suttner erinnert uns daran, wohin die Gewöhnung an Krieg und militärisches Denken führen kann. Ihre Mahnung bleibt ein Auftrag – auch für uns als Abgeordnete“. Er dankte Korber, Huhn, der Christian-Weise-Bibliothek und den Gästen für die Lesung und das anschließende Gespräch.
Die Oberlausitz unter den Habsburgern steht am 30. und 31. Oktober 2026 im Mittelpunkt einer internationalen wissenschaftlichen Konferenz in Zittau. Im Rathaus am Markt 1 werden politische, wirtschaftliche und konfessionelle Entwicklungen untersucht, die die Region zwischen 1526 und 1635 prägten. Veranstalter sind die Fachgruppe Landeskunde, Geschichte und Kunstgeschichte des Lusatia-Verbandes, die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften und die Städtischen Museen Zittau. Die Tagung betrachtet zugleich die Verflechtungen der Oberlausitz mit Böhmen und Ungarn. Ausgangspunkt ist die Wahl Ferdinands von Habsburg zum König von Böhmen im Oktober 1526. Damit geriet auch die Oberlausitz als böhmisches Kronland unter seine Herrschaft. Das Konferenzprogramm spannt den Bogen bis 1635, als Ferdinand II. den sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. mit der Oberlausitz belehnte. Am Freitag beginnt die Veranstaltung um 10 Uhr mit Grußworten und einer Einführung. Die anschließenden Sektionen behandeln unter anderem die Stellung der Landvögte, die Zittauer Stadtchroniken, den Niederadel und die politische Kommunikation zwischen den Kronländern. Ein weiterer Schwerpunkt verbindet Politik und Wirtschaft. Die Vorträge unterscheiden verschiedene Formen von Herrschaft und Einfluss. Cornelia Müller behandelt den Pönfall der Sechsstädte; Frank Metasch untersucht den Traditionsrezess und den mittelbaren Einfluss der Habsburger nach dem Ende ihrer unmittelbaren Herrschaft. Ludger Udolph spricht über die Literaturen jener Zeit in Böhmen und den Lausitzen. Für die einzelnen Sektionen sieht das Programm jeweils eine Diskussion vor. Für Freitagabend um 19.30 Uhr ist ein Vortrag von Miloš Řezník angekündigt. Er fragt danach, ob die habsburgische Oberlausitz eine Region war. Der Sonnabend startet um 9 Uhr mit Beiträgen zu Kunst und Kultur, darunter Einflüsse der habsburgischen Hofkunst und die Architektur des 16. Jahrhunderts. Das Sonnabendprogramm umfasst außerdem Beiträge zu Gemälden, Münzen und Medaillen sowie zu Andreas Hammerschmidt. Nach der Mittagspause ist von 14 bis 15.30 Uhr ein Stadtrundgang vorgesehen. Genannt werden das Dornspachhaus, der Markt mit dem Marsbrunnen, ausgewählte Epitaphien in der Klosterkirche und die Zittauer Fastentücher. Danach folgt die Sektion zu Politik und Konfession. Um 17 Uhr stehen Diskussion und Resümee auf dem Programm. Den musikalischen Anschluss bildet die Hammerschmidt-Ehrung um 18.30 Uhr vor dem Großen Zittauer Fastentuch. Eine Anmeldung ist über das im Programm verlinkte Onlineformular oder über die Städtischen Museen Zittau möglich. Als Veranstaltungsort für die Konferenz ist das Rathaus am Markt 1 angegeben.
Das Gerhart-Hauptmann-Theater zeigt „Johnny zieht in den Krieg“ am 17. Oktober 2026 um 19.30 Uhr auf der Studiobühne in Zittau. Jonas Maria Lubisch spielt den Soldaten Joe Bonham, dessen Geschichte auf einem Roman von Dalton Trumbo beruht. Die Handlung führt in den Ersten Weltkrieg. Der junge US-Soldat Joe Bonham wird in Europa durch eine Granate schwer verwundet. Im Krankenhaus kann er weder sehen noch hören oder sprechen. Sein Denken und seine Erinnerungen sind erhalten geblieben, doch zunächst findet er keinen Weg, sich seiner Umgebung mitzuteilen. Die Stückbeschreibung schildert, wie Joe Stoff auf seiner Haut, Luftbewegungen und Berührungen wahrnimmt. Er erinnert sich an seine Eltern, die Kindheit und seine erste Liebe. Im weiteren Verlauf erkennt er, dass die Ärzte ihn als Forschungsobjekt behandeln. Schließlich gelingt ihm die Kommunikation; er fordert sein Recht auf Selbstbestimmung ein. Dalton Trumbos Roman „Johnny Got His Gun“ erschien nach den Angaben des Theaters am 3. September 1939, zwei Tage nach Beginn des Zweiten Weltkriegs. Sein Titel greift den Rekrutierungsslogan „Johnny get your gun“ auf. Mit diesem Aufruf wurden junge Männer für den Dienst in der US-Armee angeworben. Die Zittauer Produktion verwendet die deutsche Fassung von Johanna Wais und eine Bearbeitung von Bradley R. Smith. Regie führt Jimena Echeverri Ramirez, die Bühne gestaltet Mario Wenzel. Den Soundtrack steuern Mark Reeder und Micha Adam bei. Für die Dramaturgie sind Martin Stefke und Stella Withenius zuständig. Hauptdarsteller Jonas Maria Lubisch gehört seit der Spielzeit 2024/25 zum Ensemble des Gerhart-Hauptmann-Theaters Görlitz-Zittau. Der 2001 in Herdecke geborene und in Wuppertal aufgewachsene Schauspieler absolvierte von 2020 bis 2024 seine Ausbildung an der Schauspielschule Siegburg. Das Engagement am Theater ist laut seiner dort veröffentlichten Vita sein erstes. Für den Termin am 17. Oktober verweist das Theater auf mögliche Restkarten an der Kasse. Die Zittauer Theaterkasse befindet sich am Theaterring 12; Auskünfte und Reservierungen sind über das Kartentelefon 03581 474747 möglich. Die Kasse öffnet dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 12.30 Uhr. Montags nimmt der Besucherservice zwischen 10 und 14 Uhr telefonische Reservierungen an. Weitere Vorstellungen nennt der Spielplan für den 25. Oktober um 19 Uhr und den 30. Oktober um 19.30 Uhr. Außerdem ist das Stück am 21. November sowie am 10. Dezember zu sehen, jeweils um 19.30 Uhr.
Die Reihe „Stunde der Musik Zittau“ widmet ihren Konzertabend am 23. Oktober 2026 dem Knopfakkordeon. Das Konzert findet im Bürgersaal des Rathauses statt, wo der Einlass um 19 Uhr beginnt. Konzertbeginn ist um 19.30 Uhr. Im Programm des Euroregionalen Kulturzentrums Zittau ist der ukrainische Akkordeonist Alexander Hrustevich angekündigt. Sein Instrument ist der Bayan, ein Knopfakkordeon, auf dem er auch Bearbeitungen klassischer Orchesterwerke spielt. Das Künstlerporträt der Jazztage Dresden nennt dabei Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ und die Passacaglia von Johann Sebastian Bach. Bei diesen Transkriptionen übernimmt das einzelne Instrument nach der Dresdner Darstellung die musikalischen Stimmen verschiedener Instrumente. Das Porträt beschreibt Hrustevichs Fähigkeit, Partien von Orchester, Violine und Klavier auf dem Bayan zusammenzuführen. Welche Werke er in Zittau aufführt, lässt der Jahresflyer der Konzertreihe offen; die Repertoirebeispiele sind deshalb keine Programmankündigung für den 23. Oktober. Hrustevich wurde 1983 in Starokostiantyniv in der Ukraine geboren. Nach Angaben der Jazztage Dresden begann er mit sechs Jahren, Bayan zu spielen. Seine Ausbildung absolvierte er an der Nationalen Musikakademie der Ukraine bei Vladimir Besfamilnov. Seine Konzertreisen führten ihn demnach in verschiedene Länder Europas sowie nach Nord- und Südamerika. Das Porträt nennt Auftritte mit der NDR Bigband, der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg und dem Musiker Bobby McFerrin. Neben seiner Solokarriere wird Hrustevich dort als Mitglied des Nationalen Akademischen Orchesters vorgestellt. Diese Angaben betreffen seine bisherige Tätigkeit; für Zittau ist er als Solist angekündigt. Veranstalter der „Stunde der Musik“ ist das Euroregionale Kulturzentrum Zittau. Die Stadt beschreibt die Reihe als Kammermusikangebot aus verschiedenen Epochen. Neben Solisten treten dabei auch Duos, Trios und Quartette auf. Im Jahresprogramm 2026 reicht die Auswahl vom Klavier- und Celloduo über Gitarre und Klarinettentrio bis zum Klavierduo. Das Jahresprogramm nennt zudem eine Mitfinanzierung der Konzertreihe durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts. Nach dem Oktoberkonzert folgt am 21. November ein Klavierabend mit Ingmar Lazar. Auch dieser Termin ist für den Bürgersaal des Rathauses mit Beginn um 19.30 Uhr und Einlass ab 19 Uhr angekündigt. Karten gibt es laut Veranstalter im Tourismuszentrum Naturpark Zittauer Gebirge am Markt 9 und an der Abendkasse. Sie kosten 25 Euro, ermäßigt 18 Euro. Kinder bis zwölf Jahre haben freien Eintritt.
Das Ensemble Madrigalion Praga gestaltet am 31. Oktober 2026 die Hammerschmidt-Ehrung in Zittau. Das Konzert beginnt um 18.30 Uhr im Museum Kirche zum Heiligen Kreuz, wo Musik von Andreas Hammerschmidt und Heinrich Schütz erklingt. Angekündigt sind Madrigalion Praga, Čeněk Svoboda und Instrumentalisten. Auf dem Programm stehen die „Musikalischen Exequien“ von Heinrich Schütz sowie eine Auswahl aus Hammerschmidts weltlichen Oden, Liebesgesängen und Madrigalien. Die Stadt führt für Schütz die Werknummern SWV 279 bis 281 und für Hammerschmidts Werke den Bereich HaWV 186 bis 362 an. Čeněk Svoboda leitet das Prager Ensemble. Die Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft stellt ihn als aus Liberec stammenden Tenor und Chorleiter vor. Er beschäftigt sich demnach seit vielen Jahren mit Renaissance- und Barockmusik und arbeitet mit europäischen Ensembles zusammen. Mit Madrigalion Praga gründete er eine Formation, die sich der historischen Aufführungspraxis widmet. Die Stadt verweist bei der Einladung auch auf die böhmische Herkunft des Ensembles: Böhmen war Hammerschmidts Geburtsland. Mehr als drei Jahrzehnte wirkte Hammerschmidt nach Angaben der Stadt in Zittau. Die jährliche Ehrung findet traditionell am Reformationstag statt. Diesen Termin verbindet die Stadt ausdrücklich mit seinem Wirken für die protestantische Kirchenmusik. In ihrer Darstellung der örtlichen Musikgeschichte zählt sie den Organisten neben dem Rektor Christian Keimann zu den prägenden Persönlichkeiten der frühen Neuzeit. Böhmische Exulanten hätten diese Entwicklung wesentlich beeinflusst. Die Musik Hammerschmidts ist auch Teil der wissenschaftlichen Konferenz über die Oberlausitz unter den Habsburgern am 30. und 31. Oktober. Für Sonnabend ist im Abschnitt „Kunst und Kultur“ ein Vortrag von Sven Rössel über den Komponisten angekündigt. Der Vortragsblock findet von 11 bis 13 Uhr im Zittauer Rathaus statt; Rössel ist als Referent aus Torgau aufgeführt. Am Nachmittag führt ein Rundgang der Tagung zu Zeugnissen aus der Habsburgerzeit in Zittau. Dazu gehören die Kreuzkirche mit dem Großen Fastentuch und das Kleine Fastentuch. Das Konferenzprogramm nennt das Konzert zur Hammerschmidt-Ehrung am Abend ausdrücklich als Abschluss nach Diskussion und Resümee. Zu den Partnern der Ehrung zählt die Veranstalterseite die Stadt und die Städtischen Museen Zittau, den Verein Zittauer Fastentücher, die Verlagsgruppe Kamprad, Sven Rössel sowie die Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft. Das Museum Kirche zum Heiligen Kreuz befindet sich in der Frauenstraße 23. Einlass ist ab 17.45 Uhr. Als Vorverkaufsstellen nennt die Stadt den Eventim-Shop der Kultur- und Weiterbildungsgesellschaft sowie das CD Studio Zittau am Markt 13.
Zittauer Bürger können vom 26. Oktober bis zum 26. November 2026 wieder Herbstlaub von Straßenbäumen kostenlos abgeben. Die Laubwochen gelten für Laub, das bei der Gehwegreinigung anfällt. Annahmestelle ist der Betriebshof der Städtischen Dienstleistungs-GmbH Zittau am Villingenring 8. Die Stadtverwaltung und das Unternehmen organisieren die Aktion gemeinsam. Angenommen wird das Laub im genannten Zeitraum montags von 9.30 bis 12 Uhr sowie donnerstags von 13 bis 17 Uhr. Zur Gehwegreinigung verweist die Stadt in ihrem aktuellen Dienstleistungsangebot auf die Zittauer Gehwegreinigungssatzung vom 26. April 2007. Sie überträgt die Reinigung innerhalb der geschlossenen Ortslagen einschließlich der Ortsdurchfahrten auf die Straßenanlieger. Zu ihnen zählen Eigentümer und Besitzer, etwa Pächter, von Grundstücken an einer Straße oder mit einem Zugang beziehungsweise einer Zufahrt zu ihr. Liegt der Gehweg nur auf einer Straßenseite, sind nach der Satzung ausschließlich die Anlieger dieser Seite verpflichtet. Sind mehrere Anlieger für dieselbe Fläche zuständig, müssen sie gemeinsam für die Erfüllung der Pflichten sorgen. Eine zusätzliche Reinigung durch die Stadt hebt die Verpflichtung der Anlieger nicht auf. Die Reinigung umfasst ausdrücklich auch die Beseitigung von Laub. Als weitere Bestandteile nennt die Satzung Schmutz, Bewuchs und Unrat. Wie häufig gereinigt werden muss, richtet sich nach den Bedürfnissen des Verkehrs und der öffentlichen Ordnung; vorgeschrieben ist eine Reinigung mindestens vor Sonn- und Feiertagen. Die örtliche Regelung erfasst über gewöhnliche Gehwege hinaus auch ausgeschilderte gemeinsame Fuß- und Radwege sowie selbstständige Geh- und Treppenwege. Bei Bushaltestellen gehören insbesondere die Flächen zum Ein- und Aussteigen und die Zugänge zu Wartehäuschen dazu. An den Rändern von Fußgängerzonen und verkehrsberuhigten Bereichen nennt sie eine Breite von 1,5 Metern. Für das zusammengekehrte Material enthält die Satzung eine eigene Vorgabe: Kehricht ist über die Abfallbehälter des Verpflichteten zu entsorgen. Er darf nicht in öffentliche Abfallbehälter, auf die Fahrbahn oder auf Flächen anderer Verpflichteter gelangen. Die angekündigte kostenlose Abgabe am Betriebshof bezieht sich konkret auf Herbstlaub von Straßenbäumen aus der Gehwegreinigung. Als zuständige Stelle für die Gehwegreinigung nennt die Stadt das Referat Tiefbau in der Sachsenstraße 14. Dort ist die Verwaltung unter der Telefonnummer 03583 752356 erreichbar. Die Sprechzeiten sind dienstags von 9 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 18 Uhr; weitere Termine sind nach Vereinbarung möglich.
Die Christian-Weise-Bibliothek Zittau lädt Erwachsene noch bis zum 13. November 2026 zum Bücherherbst ein. Wer während der Aktion drei Bücher liest, erhält eine Einladung zur Abschlussveranstaltung. Die am 2. Oktober gestartete Leseaktion bietet einen eigenen Bestand neuer Bücher. Die Bibliothek nennt Krimis, New-Adult-Romane, Zeitgeschichte und Künstlerbiografien als Beispiele für die Auswahl. Das Angebot ist in der Erwachsenenbibliothek auf Ebene 2 angesiedelt. Für die Teilnahme werden ein gültiger Bibliotheks- oder Tagesausweis und eine Stempelkarte für die gelesenen Bücher benötigt. Die aktuelle Ankündigung nennt den 13. November als letzten Tag der Aktion. Einen Termin für die Abschlussveranstaltung führt sie noch nicht auf. Der Bücherherbst entstand nach Angaben der Einrichtung auf Wunsch ihrer Nutzenden. Sie hätten sich eine Leseaktion nach dem Vorbild des Buchsommers Sachsen für Kinder und Jugendliche gewünscht. Die erste Ausgabe für Erwachsene fand im Herbst 2022 statt; für die Teilnehmenden stehen die neuen Bücher in einem separaten Regal bereit. Wer noch keinen Benutzerausweis besitzt, benötigt für die Anmeldung einen gültigen Personalausweis oder ein anderes amtlich bestätigtes, gültiges Ausweisdokument mit Lichtbild. Bei der Vorlage eines Reisepasses verlangt die Bibliothek zusätzlich eine aktuelle Bestätigung des Einwohnermeldeamtes, weil im Pass keine Adresse steht. Anfallende Entgelte können bar oder mit Karte bezahlt werden. Der Benutzerausweis ist an die angemeldete Person gebunden und darf grundsätzlich nicht weitergegeben werden. In Ausnahmefällen akzeptiert die Bibliothek eine Vollmacht des Inhabers. Für die Ausleihe sind sowohl die Anmeldung als auch ein gültiger Ausweis erforderlich. Die reguläre Leihfrist für Bücher beträgt vier Wochen. Nach den Benutzungshinweisen kann die Bibliothek diese Frist bei ausgewählten Medien verkürzen. Entliehene Medien lassen sich höchstens zweimal verlängern: über das eigene Benutzerkonto, telefonisch oder per E-Mail. Bei nicht eingehaltenen Leihfristen fallen Versäumnisgebühren entsprechend der Entgeltordnung an. Bei der Suche nach Büchern unterstützen die Mitarbeitenden an der Informationstheke. Auch im Bibliothekskatalog lässt sich über die erweiterte Suche recherchieren. Die Einrichtung bietet ausdrücklich Hilfe bei der Nutzung dieses Katalogs an. Geöffnet ist die Bibliothek montags, dienstags, mittwochs und freitags von 11 bis 18 Uhr sowie samstags von 9 bis 12 Uhr. Donnerstags bleibt sie für den regulären Ausleihbetrieb geschlossen; an diesem Tag finden nach ihren Angaben häufig interne Veranstaltungen oder Arbeiten am Medienbestand statt.