Kinder bringen zwei Weltkriegsgranaten aus Löbauer Wald mit nach Hause

Beim Spielen im Wald haben Kinder in Löbau zwei Granaten aus dem Ersten Weltkrieg entdeckt und anschließend mit nach Hause genommen. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst sicherte die gefährliche Fundmunition. Verletzt wurde niemand. Die Polizei warnt eindringlich davor, verdächtige Gegenstände anzufassen oder zu transportieren.

Löbau.

Eine gefährliche Entdeckung ist am Wochenende in Löbau glücklicherweise ohne Verletzte ausgegangen.

Kinder fanden beim Spielen in einem Waldstück am Trommlerbusch zwei stark verrostete Metallgegenstände. Statt die Fundstücke liegen zu lassen, nahmen sie diese mit nach Hause.

Dort wurde schließlich erkannt, dass es sich möglicherweise um alte Munition handeln könnte. Die Polizei wurde verständigt. Experten stellten fest, dass die Kinder tatsächlich zwei deutsche Granaten aus dem Ersten Weltkrieg transportiert hatten.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst sicherte die Granaten am Samstagabend und übernahm sie zur späteren Vernichtung. Niemand wurde verletzt.

Fundort nahe der Bundesstraße 6

Nach den bisher veröffentlichten Angaben befand sich der Fundort in einem Waldgebiet am Trommlerbusch in Löbau, unweit der Bundesstraße 6.

Wann und wie die Granaten genau dorthin gelangten, ist bislang nicht bekannt. Die Munition stammt nach Einschätzung der Fachleute aus der Zeit des Ersten Weltkriegs und war damit mehr als 100 Jahre alt.

Auch stark verrostete oder beschädigt aussehende Munition kann weiterhin gefährlich sein. Alter, Korrosion und Feuchtigkeit machen solche Gegenstände nicht automatisch harmlos. Im Gegenteil: Zünder und Sprengstoffe können im Laufe der Jahrzehnte instabil und unberechenbar werden.

Transport hätte schwere Folgen haben können

Dass die Kinder die Granaten aufgehoben und bis nach Hause transportiert haben, machte die Situation besonders riskant.

Erschütterungen, Stöße oder der Versuch, an einem Fundstück zu drehen beziehungsweise es zu reinigen, können bei alter Munition eine Reaktion auslösen. Auch äußerlich unscheinbare Metallteile können Munition, Zünder oder Bestandteile von Sprengkörpern sein.

Der Vorfall zeigt, dass Fundmunition nicht nur auf ehemaligen Truppenübungsplätzen oder großen Baustellen auftaucht. Auch in Wäldern, an Feldrändern und auf gewöhnlichen Spazierwegen können bis heute Überreste früherer Kriege liegen.

Polizei warnt eindringlich

Die Polizei weist deshalb darauf hin, verdächtige Gegenstände niemals anzufassen, zu bewegen oder mitzunehmen.

Wer mögliche Munition entdeckt, sollte:

  • Abstand halten,
  • andere Personen warnen,
  • den Fundort möglichst genau einprägen,
  • den Bereich verlassen,
  • sofort die Polizei verständigen.

Auf keinen Fall sollten Fundstücke im Auto, im Rucksack oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln transportiert werden. Auch das Mitnehmen zu einer Polizeidienststelle wäre gefährlich.

Die Experten kommen zum Fundort und entscheiden dort, wie der Gegenstand gesichert oder vernichtet werden kann.

Alte Munition bleibt auch nach Jahrzehnten gefährlich

In Sachsen werden regelmäßig Granaten, Bomben, Patronen und andere Kampfmittel entdeckt.

Viele stammen aus dem Ersten oder Zweiten Weltkrieg. Fundorte sind häufig Wälder, ehemalige militärische Anlagen, Baugrundstücke, Flüsse oder landwirtschaftlich genutzte Flächen.

Das genaue Risiko lässt sich für Laien kaum einschätzen. Rost, Erde oder eine ungewöhnliche Form können verdecken, worum es sich tatsächlich handelt.

Auch vermeintlich kleine Gegenstände können gefährliche Zünder oder Sprengstoffe enthalten. Deshalb gilt grundsätzlich: Im Zweifel nicht berühren und die Polizei informieren.

Eltern sollten mit Kindern über Fundmunition sprechen

Der Vorfall in Löbau zeigt, dass Kinder beim Spielen Gefahren nicht immer richtig einschätzen können.

Verrostete Metallgegenstände wirken auf sie möglicherweise wie spannende Fundstücke, alte Werkzeuge oder Gegenstände aus einem Abenteuerfilm. Gerade deshalb sollten Eltern und Schulen erklären, wie Kinder reagieren müssen.

Die wichtigste Regel lautet:

Unbekannte Metallgegenstände im Wald niemals anfassen oder mitnehmen.

Kinder sollten den Fundort verlassen und sofort einen Erwachsenen informieren. Erwachsene wiederum sollten nicht selbst nachsehen oder den Gegenstand untersuchen, sondern die Polizei verständigen.

Fundstelle möglicherweise weiter zu prüfen

Öffentlich bekannt ist bislang nur die Sicherstellung der beiden Granaten.

Offen bleibt, ob das betreffende Waldgebiet anschließend noch einmal gezielt nach weiterer Munition durchsucht wurde oder werden soll.

Wenn mehrere Kampfmittel dicht beieinander gefunden werden, kann grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, dass sich weitere Gegenstände im Boden oder in der Umgebung befinden.

Ob eine größere Nachsuche notwendig ist, entscheiden Polizei und Kampfmittelbeseitigungsdienst anhand der Fundlage und möglicher historischer Hinweise.

Spaziergänger sollten aufmerksam bleiben

Der Trommlerbusch wird von Spaziergängern, Familien und Kindern genutzt.

Eine allgemeine Gefahr für sämtliche Besucher lässt sich aus dem einzelnen Fund nicht ableiten. Dennoch ist erhöhte Aufmerksamkeit sinnvoll.

Verdächtig können beispielsweise stark verrostete zylindrische oder längliche Metallteile, Geschosse, Patronen, Behälter oder Gegenstände mit Zündern und Öffnungen sein.

Entscheidend ist nicht, den Gegenstand selbst zu bestimmen. Bereits der Verdacht reicht aus, um Abstand zu halten und die Polizei zu verständigen.

Keine Schatzsuche am Fundort

Nach Berichten über Fundmunition besteht manchmal die Gefahr, dass Neugierige gezielt nach weiteren Gegenständen suchen.

Davon ist dringend abzuraten.

Wer den Wald mit Metalldetektoren oder Werkzeugen nach Munition durchsucht, bringt sich und andere in Gefahr. Zudem können für das Sondieren und Bergen archäologischer oder militärhistorischer Gegenstände Genehmigungen erforderlich sein.

Der Fundort sollte Fachleuten überlassen bleiben.

Glücklicher Ausgang darf nicht über die Gefahr hinwegtäuschen

Dass niemand verletzt wurde, ist vor allem glücklichen Umständen zu verdanken.

Die Kinder bewegten die Granaten, transportierten sie und brachten sie in die Nähe eines Wohnhauses. Bei einer Explosion hätten nicht nur sie selbst, sondern auch Familienangehörige oder Nachbarn betroffen sein können.

Der Vorfall ist deshalb weit mehr als eine ungewöhnliche Polizeimeldung. Er ist eine wichtige Warnung für Familien in der gesamten Oberlausitz.

Kinder haben beim Spielen im Löbauer Trommlerbusch zwei Granaten aus dem Ersten Weltkrieg entdeckt und mit nach Hause genommen.

Der Kampfmittelbeseitigungsdienst konnte die Fundmunition sichern. Verletzt wurde niemand.

Die Situation hätte jedoch vollkommen anders ausgehen können. Alte Munition bleibt auch nach mehr als 100 Jahren gefährlich und darf niemals berührt oder transportiert werden.

Eltern sollten den Vorfall zum Anlass nehmen, mit ihren Kindern über das richtige Verhalten bei verdächtigen Fundstücken zu sprechen.

Kinder müssen die Gefahr kennen

Kinder sind neugierig. Genau das gehört zu ihrer Entwicklung.

Doch bei unbekannten Metallgegenständen im Wald kann Neugier lebensgefährlich werden.

Es reicht nicht, erst nach einem Fund öffentlich zu warnen. Schulen, Eltern und Kommunen sollten das Thema regelmäßig ansprechen – besonders in Regionen, in denen immer wieder alte Munition entdeckt wird.

Eine einfache Regel kann Leben retten: nicht anfassen, Abstand halten und Erwachsene beziehungsweise die Polizei verständigen.

Der Vorfall in Löbau ging gut aus. Beim nächsten Mal könnte das Glück fehlen.

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