đď¸ Stadt im Wandel GĂśrlitz, die architektonische Perle an der NeiĂe, will sein Image als GĂśrliwood Ăźberwinden und sich als Forschungs- und Hightechstandort profilieren. OberbĂźrgermeister Octavian Ursu (CDU) verweist auf einen wachsenden Verbund wissenschaftlicher Einrichtungen und eine vertiefte Zusammenarbeit mit der polnischen Schwesterstadt Zgorzelec.
đŹ Forschungsverbund und Talente Die 950 Jahre alte Doppelstadt setzt auf vorhandene Stärken: Das Center for Advanced Systems Understanding, das Senckenberg Museum fĂźr Naturkunde und die Hochschule Zittau/GĂśrlitz bilden die Basis, ergänzt um das im Aufbau befindliche Deutsche Zentrum fĂźr Astrophysik sowie Fraunhofer-Kompetenz in IT-Sicherheit. Der internationale Zuzug nimmt zu; mehr als 100 DZA-Mitarbeitende sind bereits vor Ort, rund 5000 polnische BĂźrger leben und arbeiten in GĂśrlitz. Die Stadt wirbt gezielt um junge, gut qualifizierte Zuziehende.
đ GrenzĂźberschreitende Achse Die Kooperation mit Zgorzelec wird vertieft, Abläufe sind eingeĂźbt, gemeinsame Projekte werden vorbereitet. Ein dauerhaftes Grenzregime lehnt der OberbĂźrgermeister ab und setzt stattdessen auf pragmatische Zusammenarbeit und verlässliche Partnerschaften.
đĽ United Heat als SchlĂźsselprojekt Der Strukturwandel zeigt sich im Energievorhaben United Heat: Die Stadtwerke GĂśrlitz und die SEC Zgorzelec wollen die Fernwärme beider Stadthälften bis 2030 klimaneutral aus einer Hand liefern. Beteiligt sind auch Eon und Veolia. Prognostiziert werden jährliche Einsparungen von rund 50000 Tonnen COâ.
đś FĂśrderung und Investitionen Bestätigt sind laut Stadt und Partnern umfangreiche FĂśrderungen. Gemeldet wurden 81,6 Millionen Euro aus dem BAFA; nach Medienangaben erreichen EU- und Bundeszusagen zusammen insgesamt rund 130 Millionen Euro. Insgesamt ist ein Investitionsvolumen von etwa 200 Millionen Euro vorgesehen.
đ§ Weichen fĂźr Wachstum Der Kurswechsel zielt auf Wissenschaft, Energieinfrastruktur und industrielle WertschĂśpfung. Messbar bleibt er nur, wenn GroĂprojekte wie United Heat fristgerecht liefern, der DZA-Campus Fahrt aufnimmt und private Investitionen folgen. Entscheidend werden Verwaltungstempo, verfĂźgbare Flächen und Wohnungen, die Gewinnung von Fachkräften sowie eine verlässliche Grenz- und Energiepolitik.
đŹ Filmglanz als Bonus Gelingt der Ansatz, kann die Doppelstadt ihr Potenzial als ostsächsischer Zukunftsraum heben â mit Filmglanz als Bonus, nicht als Ersatz. Das Image bleibt wertvoll, doch die Substanz entsteht in Laboren, Werkhallen und Netzen.
đ¨ď¸ Kommentar der Redaktion Der eingeschlagene Weg ist richtig und Ăźberfällig. Prestigeprojekte allein genĂźgen nicht; gefordert sind Disziplin, klare Zuständigkeiten und belastbare Meilensteine. FĂśrdergelder dĂźrfen kein Dauerersatz fĂźr privates Kapital sein, sondern Anschub und PrĂźfstein. Grenz- und Energiepolitik brauchen Verlässlichkeit statt Symbolik. Wer liefern will, muss Genehmigungen beschleunigen, Flächen bereitstellen und Ergebnisse konsequent messen.
Quelle: Externe Quelle


