Zittau setzt auf mehr Sicherheit, bessere Wege und echte Bürgerbeteiligung: Mit dem Projekt „wegecheck“ startet die Stadt in den kommenden Monaten einen Beteiligungsprozess, bei dem Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Fachleuten die Bedingungen für den Fußverkehr in der Stadt unter die Lupe nehmen sollen. Ziel ist es, Schwachstellen im Stadtgebiet sichtbar zu machen und konkrete Verbesserungen anzustoßen.
Zittau gehört zu den vier sächsischen Kommunen, die bis Ende 2026 durch den Freistaat Sachsen im Rahmen des Projekts unterstützt werden. Neben der Neiße-Stadt sind auch Burgstädt, Görlitz und Marienberg beteiligt. Das Projekt wird landesweit mit 250.000 Euro gefördert und vom wegebund organisiert.
Fußverkehr in Zittau auf dem Prüfstand
Im Mittelpunkt des „wegecheck“ steht die Frage, wie sich das Zufußgehen in Zittau attraktiver, sicherer und barrierefreier gestalten lässt. Dabei geht es nicht nur um klassische Gehwege, sondern auch um Querungen, Bordsteine, Engstellen, Schulwege und problematische Stellen im öffentlichen Raum.
Die Stadt will dabei bewusst nicht allein planen, sondern die Erfahrungen der Menschen vor Ort einbeziehen. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, gemeinsam mit externen Fachleuten konkrete Bereiche im Stadtgebiet zu begehen, Probleme zu benennen und Vorschläge für Verbesserungen einzubringen. Auch Kinder sollen im Rahmen des Projekts beteiligt werden.
Drei Termine in Zittau geplant
Für Zittau sind drei zentrale Termine vorgesehen. Den Auftakt bildet eine öffentliche Veranstaltung am 27. April 2026. Dort sollen erste Anliegen gesammelt und die Route für die spätere Begehung vorbereitet werden. Die offizielle Auftaktveranstaltung findet von 17 bis 19 Uhr in der „Villa“, Hochwaldstraße 21b, in Zittau statt. Interessierte können dort ihre Hinweise einbringen und sich zugleich für die Begehung anmelden.
Im weiteren Verlauf ist für den 18. Mai 2026 eine gemeinsame Begehung vorgesehen. Dort sollen vor Ort Schwachstellen und Schwierigkeiten in der Wege-Infrastruktur identifiziert werden. Eine Abschlussveranstaltung ist für den 21. September 2026 geplant. Dann sollen die Ergebnisse ausgewertet, vorgestellt und öffentlich diskutiert werden. Die weiteren Termine und Anmeldemöglichkeiten werden über die Projektseite bekanntgegeben.
Mehr als nur ein Spaziergang
Das Projekt ist weit mehr als ein symbolischer Rundgang. Es verfolgt das Ziel, konkrete Hinweise aus der Bevölkerung in die kommunale Planung einfließen zu lassen. Gerade in einer Stadt wie Zittau, in der kurze Wege, Erreichbarkeit und Barrierefreiheit für viele Menschen im Alltag entscheidend sind, kann der „wegecheck“ wichtige Impulse setzen.
Ob fehlende Absenkungen, unsichere Querungsstellen, Stolperfallen oder unübersichtliche Bereiche: Viele Probleme im Fußverkehr sind bekannt, werden aber oft erst dann sichtbar, wenn Verwaltung, Fachleute und Bürgerschaft gemeinsam hinschauen. Genau hier setzt das Projekt an.
Beteiligung ausdrücklich erwünscht
Die Botschaft ist klar: Wer sich über unsichere oder unpraktische Wege in Zittau ärgert, kann jetzt mitwirken. Der „wegecheck“ bietet die Chance, eigene Erfahrungen direkt einzubringen und an einer fußgängerfreundlicheren Stadt mitzuwirken.
Weitere Informationen zu Uhrzeiten, Treffpunkten und Anmeldemöglichkeiten gibt es auf der offiziellen Projektseite.
Genaue Informationen zu den Zeit- und Treffpunkten und Anmeldemöglichkeiten
finden Sie unter: https://wegecheck-sachsen.de.


