⏳ Verzögerter Start statt Eröffnung In Rothenburg ist der Neubau der Oberschule fertiggestellt, doch der Unterrichtsbeginn am neuen Standort verzögert sich. Am 23. Februar 2026 bleibt die große Eröffnungsfeier aus; der Präsenzbetrieb soll erst in der kommenden Woche anlaufen. Bürgermeister Philipp Eichler zeigt sich angesichts der schleppenden Übergabe unzufrieden.
🏗️ Neubau und Anspruch Für nahezu 25 Millionen Euro ist ein dreigeschossiger Schulkomplex entstanden. Neben Klassenzimmern und Fachkabinetten umfasst das Gebäude ein Atrium sowie eine Mensa mit Küche; zudem sind kleinere Veranstaltungen möglich. Mit dem Neubau verbindet die Stadt den Anspruch auf moderne Lernbedingungen und eine Stärkung des Schulstandortes. Dass ausgerechnet zum Abschluss des Projekts keine offizielle Einweihung erfolgt, setzt jedoch ein ambivalentes Signal.
🏛️ Kritik aus dem Rathaus Eichler kritisierte das Zusammenspiel zwischen Stadtverwaltung und Schulleitung – „Schön ist anders“, so sein Fazit.
📑 Begründete Verschiebung Das Landesamt für Schule und Bildung verteidigte die Entscheidung der Schulleitung, den Unterrichtsbeginn zu verschieben. Lehrkräfte durften die Räume erst seit dem 19. Februar betreten, weil zuvor die baurechtliche Abnahme fehlte. Noch rund 60 Gewerke arbeiteten bis zuletzt im Haus; Umzugskartons konnten daher nicht in die jeweiligen Räume gebracht und Materialien nicht ausgepackt werden. In den kommenden Tagen sollen weitere Abnahmen, etwa der Fachkabinette, erfolgen. Nach Behördenangaben habe der Schulleiter konsequent nach den Vorgaben des Bauleiters gehandelt.
🔎 Die wichtigsten Gründe für die Verzögerung
- Fehlende baurechtliche Abnahme bis Mitte Februar
- Zutritt für Lehrkräfte erst seit dem 19. Februar
- Rund 60 Gewerke arbeiteten bis zuletzt im Gebäude
- Umzugskartons konnten nicht in die Räume verbracht und Materialien nicht ausgepackt werden
- Weitere Abnahmen, etwa der Fachkabinette, stehen noch aus
📊 Lehren aus dem Ablauf Der Neubau ist ein sichtbares Bekenntnis zur Bildung vor Ort – doch die verspätete Inbetriebnahme offenbart Schwächen im Projektmanagement und in der Kommunikation der Verantwortlichen. Bei Investitionen in zweistelliger Millionenhöhe erwarten Bürger Planungssicherheit, eine reibungslose Schnittstelle zwischen Bauherr, Schulleitung und Aufsicht sowie eine transparente, frühzeitig kommunizierte Übergabeplanung. Sicherheit und ordnungsgemäße Abnahme haben Priorität; ebenso wichtig ist jedoch, dass Termine realistisch gesetzt und verbindlich gehalten werden.
🎯 Auftrag für die Verantwortlichen Das gilt besonders für Schulprojekte, die nicht nur Infrastruktur schaffen, sondern auch Verlässlichkeit für Eltern, Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler. Aufgabe der Verantwortlichen ist es nun, den Start geordnet und ohne weitere Verzögerungen sicherzustellen – damit die beträchtliche Investition schnell ihren Zweck erfüllt.
🗨️ Kommentar der Redaktion Eine Schule wird nicht nach Ankündigungen, sondern nach Verlässlichkeit bewertet. Wer nahezu 25 Millionen Euro verbaut, muss Termine so planen, dass am Ende belastbare Starts stehen. Die Verschiebung mag aus Sicherheitsgründen geboten gewesen sein, sie legt dennoch Führungs- und Abstimmungsdefizite offen, die künftig keinen Platz haben dürfen. Rathaus, Schulleitung und Aufsicht müssen klare Verantwortlichkeiten setzen, Meilensteine verbindlich kontrollieren und Abnahmen frühzeitig sichern. Steuerzahler und Familien haben Anspruch auf Ordnung statt Improvisation.
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