Mehr Platz für Grundschüler in Großschönau: Anbau der Pestalozzi-Grundschule steht

Neubau soll zum neuen Schuljahr für Hort und Ganztagsangebote genutzt werden

In Großschönau ist ein wichtiger Schritt für die Bildungs- und Betreuungsangebote der Gemeinde geschafft: Der Anbau an der Pestalozzi-Grundschule steht und soll mit Beginn des neuen Schuljahres in Betrieb gehen. Das neue Gebäude schafft dringend benötigten zusätzlichen Raum für Ganztagsangebote und den Hort.

Nach Angaben von Bürgermeister Frank Peuker belaufen sich die Kosten für den Neubau auf rund 660.000 Euro. Die Investition soll vor allem den Schulalltag entlasten und bessere Bedingungen für die Betreuung nach dem Unterricht schaffen. Die Pestalozzi-Grundschule befindet sich an der Hauptstraße 69 in Großschönau; Schulträger ist die Gemeinde Großschönau, vertreten durch Bürgermeister Frank Peuker.

Rund 200 Kinder lernen an der Grundschule

An der zweizügigen Grundschule werden derzeit rund 200 Mädchen und Jungen unterrichtet. Mit dem neuen Anbau erhält die Schule mehr Spielraum für pädagogische Angebote außerhalb des klassischen Unterrichts. Gerade Ganztagsangebote und Hortbetreuung spielen für Familien eine immer größere Rolle, weil Schule längst nicht mehr nur Lernort, sondern auch Betreuungs-, Begegnungs- und Entwicklungsraum ist.

Der zusätzliche Platz ist deshalb mehr als nur eine bauliche Erweiterung. Er ist ein Signal, dass Großschönau weiter in seine Bildungsinfrastruktur investiert und die Grundschule als zentralen Ort für Kinder und Familien stärkt.

Bauleistungen bereits 2025 vergeben

Die Erweiterung war zuvor auch Thema im Gemeinderat. Im Frühjahr 2025 wurde unter anderem die Vergabe der Bauhauptleistungen für die Erweiterung von Haus II der Pestalozzi-Grundschule Großschönau beschlossen. Der Auftrag ging laut Amtsblatt an die NB Bauträger GmbH aus Sohland an der Spree zu einem Bruttoangebotspreis von 247.513,54 Euro.

Mit dem nun stehenden Anbau ist ein sichtbares Ergebnis dieser kommunalen Investition entstanden. Für die Gemeinde ist das Projekt auch deshalb bedeutsam, weil Schulen, Hort und Ganztagsbetreuung wichtige Standortfaktoren für junge Familien sind.

Großschönauer Grundschule darf sich Naturparkschule nennen

Neben dem neuen Anbau gab es für die Schule einen weiteren Grund zur Freude: Die Grundschule darf nun den Namen „Naturparkschule“ tragen. Diese Auszeichnung wurde mit einem Fest gefeiert.

Der Titel passt gut zur Lage Großschönaus am Naturpark Zittauer Gebirge. Die Gemeinde wirbt selbst mit ihrer Lage in einer landschaftlich attraktiven Region nahe dem Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien sowie mit zahlreichen Freizeit- und Naturangeboten im Umfeld.

Für die Schule bedeutet der Titel eine stärkere Verbindung von Unterricht, Naturerlebnis und regionaler Identität. Naturparkschulen setzen in der Regel darauf, Kindern ihre unmittelbare Umgebung näherzubringen – mit Themen wie Landschaft, Umwelt, Heimat, Nachhaltigkeit und praktischer Naturerfahrung.

Ein Gewinn für Schule, Hort und Familien

Mit dem neuen Anbau und der Anerkennung als Naturparkschule erhält die Pestalozzi-Grundschule gleich doppelt Rückenwind. Der zusätzliche Raum verbessert die Bedingungen für Betreuung und Ganztagsangebote. Der neue Titel stärkt zugleich das Profil der Schule und macht deutlich, dass Bildung in Großschönau auch eng mit Natur, Region und Lebensqualität verbunden sein soll.

Für die rund 200 Grundschülerinnen und Grundschüler bedeutet das: mehr Platz, neue Möglichkeiten und ein Schulumfeld, das stärker auf die Bedürfnisse von Kindern, Familien und moderner Bildung ausgerichtet

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