🎮 Besucherrekord in Leipzig Caggtus hat am Wochenende 22.400 Besucherinnen und Besucher gezählt – 2.700 mehr als im Vorjahr. Mit der größten LAN-Party im deutschsprachigen Raum und einem Programm über 70 Stunden nonstop festigt das Festival seinen Rang als verlässlicher Fixpunkt der Gaming-Szene.
🧭 Strategischer Neustart Für die Leipziger Messe markiert Caggtus den bewussten Neubeginn nach der Abwanderung der Games Convention nach Köln und dem Umzug der DreamHack nach Hannover. Das Format versteht sich als Veranstaltung von der Community für die Community – bodenständig, berechenbar und auf organisches Wachstum statt auf einmalige Showeffekte ausgerichtet.
🏢 Fläche und Aussteller In diesem Jahr belegte Caggtus zwei Messehallen mit zusammen rund 40.000 Quadratmetern. Mehr als 100 Aussteller und Sponsoren zeigten Neuheiten aus Hard- und Software; neu dabei auf Publisher-Seite waren Blizzard Entertainment und Bethesda, auf der Hardware-Seite unter anderem Samsung und MSI.
🖧 LAN-Party als Herzstück Das Zentrum bildete erneut die LAN-Party mit über 2.300 Teilnehmenden. Hinter jeder Sitzreihe standen Ruhezonen bereit; wer wollte, konnte theoretisch die vollen 70 Stunden durchspielen – ein Angebot, das die Besonderheit und Größe des Treffens unterstreicht.
🗣️ Stimmen der Verantwortlichen Projektdirektor Constantin Strobel sieht trotz der Rekordbeteiligung weiteres Entwicklungspotenzial. Messechef Markus Geisenberger führt die anhaltende Dynamik auf die klare Community-Ausrichtung als tragfähige Erfolgsformel zurück.
📍 Stärkung des Standorts Der neue Rekord unterstreicht die wachsende Anziehungskraft von Caggtus und stärkt Leipzig als Standort für digitale Kultur und Messewirtschaft. Das passt zum strategischen Neustart, den die Messe nach den früheren Abwanderungen vollzieht.
📊 Ausblick und Prioritäten Aus konservativer Perspektive bleibt entscheidend, dass das Wachstum planvoll erfolgt: Qualität der Aussteller, tragfähige Infrastruktur sowie Sicherheit und Jugendschutz müssen Vorrang vor kurzfristigen Reichweitenzielen haben. Nur unter diesen Bedingungen wird aus dem aktuellen Höhenflug eine belastbare Perspektive für Branche, Stadt und Publikum.
🗨️ Kommentar der Redaktion Rekorde sind erfreulich, aber kein Selbstzweck. Wer dauerhaft bestehen will, setzt auf Substanz: Qualität, Sicherheit und strenger Jugendschutz vor Marketingzahlen. Der Community-Ansatz überzeugt nur dann, wenn er professionell organisiert wird und keine Abstriche bei Regeln und Infrastruktur zulässt. Leipzig sollte Maß halten und den Kurs des organischen, ruhigen Wachstums fortsetzen. Wer auf spektakuläre Einmal-Effekte schielt, riskiert Vertrauen und Stabilität.


