DAS NEUSTE

🩺 Ambulante Radiofrequenztherapie in Görlitz: St. Carolus erweitert Varizenbehandlung

🏥 Neues Angebot in Görlitz Seit dem 18. April 2026 bietet das St. Carolus Krankenhaus in Görlitz eine ambulante Behandlung von Krampfadern an. Zum Einsatz kommt die Radiofrequenzablation, bei der erkrankte Venen unter lokaler Betäubung von innen mittels Wärme verschlossen werden. Nach Angaben der Klinik ist das Haus die erste Einrichtung in der Region, die den Eingriff ohne stationären Aufenthalt ermöglicht. In einer Sitzung können mehrere betroffene Venenabschnitte behandelt werden.

🔬 Das Verfahren Die Radiofrequenzablation arbeitet mit gezielter Wärmeabgabe über einen Katheter, der in die betroffene Vene eingebracht wird. Der Verschluss erfolgt unter lokaler Betäubung; ein stationärer Aufenthalt ist nicht erforderlich. Damit unterscheidet sich die Methode vom klassischen Stripping „Ziehen“ und zielt auf eine schonende Versorgung ab.

📚 Fachlicher Hintergrund Krampfadern sind Ausdruck einer chronischen Venenschwäche und können Beschwerden sowie Folgeschäden verursachen. In den vergangenen Jahren haben sich minimalinvasive, endovenöse Verfahren als Standard etabliert. Europäische Fachleitlinien empfehlen bei geeigneter Indikation der Stammvenen die endovenöse thermische Ablation mit Laser- oder Radiofrequenzverfahren bevorzugt gegenüber der offenen Operation. Ziel ist der dauerhafte Verschluss der insuffizienten Vene bei zugleich geringer Invasivität und kurzer Rekonvaleszenz. Grundlage der Therapieplanung ist die duplexsonografische Abklärung des venösen Refluxes.

📅 Terminvergabe und Formalitäten Patientinnen und Patienten sollen die Kostenübernahme vorab mit ihrer Krankenkasse klären. Termine für die phlebologische Sprechstunde sind telefonisch, online und über Doctolib im Chirurgischen MVZ des St. Carolus im Erdgeschoss buchbar.

  • Telefonische Anmeldung
  • Online-Buchung
  • Doctolib im Chirurgischen MVZ des St. Carolus Erdgeschoss

🧭 Einordnung Mit der ambulanten Radiofrequenztherapie stärkt das St. Carolus die wohnortnahe, moderne Varizenversorgung in der Lausitz. Der Nutzen der Methode ist fachlich gut belegt; gleichwohl empfiehlt sich eine individuelle Indikationsstellung und die vorherige Klärung der Erstattung durch die jeweilige Krankenkasse. Wer eine Behandlung erwägt, sollte die persönliche Ausgangslage in der phlebologischen Sprechstunde prüfen lassen und sich zu Alternativen beraten lassen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die Entscheidung, die Radiofrequenzablation ambulant vor Ort anzubieten, ist ein konsequenter Schritt zu patientennaher und effizienter Versorgung. Sie folgt anerkannten Standards und vermeidet unnötige Klinikaufenthalte. Zugleich müssen Krankenhaus und Kostenträger für klare Regelungen sorgen, damit keine verdeckten Belastungen bei den Versicherten entstehen. Die Indikationsstellung hat streng zu bleiben; nicht jede Varize verlangt eine Intervention. Innovation im ambulanten Setting ist willkommen, doch Umsicht und Leitlinientreue sind nicht verhandelbar.

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