đ Ăberblick Die politisch als âSchnellbahnâ gepriesene Verbindung zwischen GĂśrlitz und Cottbus lässt weiter auf sich warten. Nach aktuellem Stand vom 1. März 2026 sollen Elektrifizierung und zweigleisiger Ausbau erst 2041 abgeschlossen sein. Veranschlagt sind Ăźber 1,6 Milliarden Euro aus Strukturmitteln.
đ°ď¸ Hintergrund Die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs eingleisige Trasse soll im Zuge des Kohle-Strukturwandels ertĂźchtigt werden. Am 24. Juli 2024 besiegelten Bund und Bahn in GĂśrlitz die Finanzierung der Vorplanung. Perspektivisch wird eine deutlich schnellere Achse Richtung Berlin angestrebt.
đď¸ Projektstand und Verfahren Derzeit erstellt die Deutsche Bahn die Vorplanung. Zusätzlich sind Informationsrunden in den Kommunen angekĂźndigt.
âąď¸ GrĂźnde fĂźr die lange Dauer Mehrere Faktoren strecken das Verfahren; die technische Umstellung in GĂśrlitz gilt zudem als anspruchsvoll, wie DB-Manager Ulrich MĂślke erläuterte.
- Aufteilung in drei Abschnitte mit jeweils eigenem Plan- und Genehmigungsverfahren
- Neubau mehrerer BrĂźcken entlang der Strecke
- Umstellung der Energieversorgung in GĂśrlitz auf das deutsche Bahnstromnetz
đ Geschwindigkeit und Zeitgewinn Ausgelegt wird die Strecke nicht fĂźr 200, sondern fĂźr 160 km/h. Der Zeitgewinn bleibt entsprechend moderat und liegt je nach Zugkategorie bei rund zehn bis 15 Minuten.
âł Zeitplan bis 2041 Nach heutigem Stand soll der zweigleisige Ausbau mit Elektrifizierung im Jahr 2041 abgeschlossen sein. Das Projekt beansprucht damit zwei Jahrzehnte.
đś Kosten und Finanzierung Die Kosten werden mit Ăźber 1,6 Milliarden Euro veranschlagt. Die Finanzierung erfolgt aus Strukturmitteln.
đŁď¸ Einbindung der Kommunen Die Deutsche Bahn kĂźndigt Informationsrunden in den Kommunen an.
đ§ Einordnung Konservativ betrachtet ist âSchnellbahnâ ein groĂes Wort fĂźr ein Milliardenprojekt, das zwei Jahrzehnte beansprucht und am Ende auf 160 km/h zielt. Ohne striktes Projektmanagement, zĂźgige Genehmigungen und klare Prioritäten droht die Lausitz noch länger auf die versprochene Beschleunigung zu warten.
đ¨ď¸ Kommentar der Redaktion 160 km/h und ein Zeitgewinn von zehn bis 15 Minuten rechtfertigen den Begriff âSchnellbahnâ nur bedingt. Wer ein Milliardenprojekt Ăźber zwei Jahrzehnte plant, muss striktes Projektmanagement und klare Prioritäten setzen. Genehmigungen mĂźssen zĂźgig erfolgen, sonst drohen weitere VerzĂśgerungen zulasten der Region. Transparente BĂźrgerinformationen sind richtig, ersetzen aber keine Termintreue. MaĂstab bleibt die verlässliche Fertigstellung bis 2041 ohne weitere Ausreden.
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