📰 Rekordzahl in Sachsen In Sachsen haben im Schuljahr 2024/2025 gut 3.200 Jugendliche die Schule ohne jeden Abschluss verlassen – so viele wie noch nie. Grundlage ist eine Kleine Anfrage der BSW-Fraktion im Landtag, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft spricht von einer alarmierenden Entwicklung mit bundesweiter Dimension. Die Zahlen wurden am 23. Februar 2026 veröffentlicht.
📊 Zahlen im Detail Konkret sind 3.210 Schülerinnen und Schüler betroffen, darunter 1.924 Jungen und 1.286 Mädchen. Der Befund markiert einen neuen Höchststand und verdeutlicht die Breite des Problems.
📈 Dynamik der Entwicklung Binnen eines Jahres stieg der Anteil der Abgänger ohne Abschluss um rund fünf Prozent. Im Zehnjahresvergleich beträgt der Zuwachs mehr als ein Viertel.
🇩🇪 Bundesweite Einordnung Deutschlandweit waren zuletzt etwa 62.000 junge Menschen ohne Abschluss, das entspricht knapp acht Prozent aller Abgänger. Bei Jugendlichen mit ausländischen Wurzeln liegt die Quote deutlich höher.
🧑🏫 Forderungen der GEW Die GEW verlangt mehr Unterstützungsangebote, zusätzliche Lehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache, faire Ausgleichsregelungen in Prüfungen sowie mehr Zeit für individuelle Förderung. Andernfalls drohe eine Abbrecherquote im zweistelligen Bereich.
🛠️ Stimme aus der Wirtschaft Der Sächsische Handwerkstag, vertreten durch Präsident Uwe Nostitz, mahnt eine Konzentration auf die Kernaufgaben der Schule an: qualifiziertes Personal, bessere Ausstattung, kleinere Klassen und gezielte Förderung statt Debatten über Noten oder eine Ausweitung von Übergangssystemen.
🧮 Größenordnung im Freistaat Zur Einordnung: Im Schuljahr 2024/2025 zählt Sachsen rund 419.000 Schülerinnen und Schüler. Für 2025 werden etwa 33.770 Abgänger an allgemeinbildenden Schulen erwartet.
🎯 Weckruf und Leitlinien Die Zahlen sind ein Weckruf. Gefordert ist eine konsequente Bildungs- und Ordnungspolitik mit klaren Leistungsstandards: verlässlicher Unterricht, frühe und wirksame Sprachförderung, die Stärkung von Haupt- und Berufsschulen in enger Partnerschaft mit dem Handwerk sowie messbare Ziele und Transparenz bei Ergebnissen. Symboldebatten helfen nicht – Priorität haben Basiskompetenzen, Disziplin und Verbindlichkeit, damit aus einer alarmierenden Statistik kein neuer Normalzustand wird.
🗨️ Kommentar der Redaktion Wer die Schulpflicht ernst nimmt, muss Leistung, Disziplin und klare Regeln wieder in den Mittelpunkt rücken. Der Rekord an Abschlusslosen ist kein Naturereignis, sondern das Ergebnis fehlender Konsequenz und verzettelter Debatten. Statt pädagogischer Modethemen braucht es verlässlichen Unterricht, strenge Standards und früh ansetzende Sprachförderung. Haupt- und Berufsschulen sind zu stärken, Handwerk und Schule enger zu verzahnen. Nur mit Ordnung, Verbindlichkeit und klaren Zielen wird aus diesem Weckruf wieder ein Aufbruch.
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