đ Feierliche RĂźckkehr des Klangs Im Zisterzienserinnenkloster St. Marienthal in Ostritz ist die groĂe Kirchenorgel nach Jahrzehnten der Stille feierlich in Dienst genommen worden. Am Sonntag, 21. Dezember 2025, begann die Orgelweihe mit einem Festgottesdienst um 10.00 Uhr; der Tag war mit FĂźhrungen und einem Konzert flankiert. Damit kehrt in der Klosterkirche ein klangstarkes Fundament fĂźr Liturgie und Gemeindegesang zurĂźck.
đŻď¸ Hintergrund Die Vorgängerorgel war Anfang der 1980er-Jahre wegen Schädlingsbefalls abgetragen worden. Seither beschränkte sich die musikalische Begleitung Ăźber lange Zeit auf eine kleinere Begleitorgel auf der Schwesternempore â ein Provisorium, das der liturgischen Praxis diente, den Raum aber nicht mehr so fĂźllte wie ein groĂes Instrument.
đ ď¸ BrĂźckenschlag zwischen Tradition und Gegenwart Das neue Instrument ist in den denkmalgeschĂźtzten Orgelprospekt von 1862 eingebettet, klanglich durch zusätzliche Register erweitert und technisch auf der HĂśhe der Zeit. Angesteuert wird es Ăźber einen modernen Spieltisch. Neben neuen Baugruppen kommen auch erhaltene, ältere Pfeifen wieder zum Einsatz.
đ° Finanzierung und politische Einordnung Die Gesamtkosten belaufen sich auf 585.000 Euro und wurden aus dem VermĂśgen der frĂźheren Parteien und Massenorganisationen der DDR finanziert. Sachsens Staatsministerin Regina Kraushaar spricht in diesem Zusammenhang von einer âWiedergutmachung fĂźr die Vernachlässigung des Klosters zu DDR-Zeitenâ.
đ Ablauf des Weihetags Der Festtag wurde von einem Gottesdienst um 10.00 Uhr erĂśffnet und von Angeboten fĂźr Besucher begleitet.
- Festgottesdienst um 10.00 Uhr
- FĂźhrungen
- Konzert
đź Klangfundament fĂźr Liturgie und Gesang Mit der groĂen Orgel kehrt in der Klosterkirche ein klangstarkes Fundament fĂźr die Liturgie und den Gemeindegesang zurĂźck. Das Provisorium der kleineren Begleitorgel wird damit abgelĂśst; der Raum erhält erneut die FĂźlle, die ein groĂes Instrument trägt.
đď¸ Kulturpolitisches Signal Die Wiederinbetriebnahme setzt ein klares Zeichen: Ăffentliche Mittel aus AltvermĂśgen werden in Substanz, Liturgie und regionale Identität investiert. Das ist konservativ im besten Sinne â Bewahrung des Gewachsenen, sachlich modernisiert, ohne den Charakter des Raumes zu Ăźberformen.
đ Ausblick FĂźr das geistliche und musikalische Leben der Gemeinschaft bedeutet das Instrument neue Verlässlichkeit und Strahlkraft. FĂźr die Grenzregion Oberlausitz bietet es einen Anker fĂźr geistliche Musik und qualitätsvolle Kirchenkonzerte. Entscheidend wird nun, dass die Verantwortlichen die Pflege nachhaltig organisieren und das Klangzentrum mit einem anspruchsvollen, zugleich bodenständigen Programm beleben. So kann die Orgel von St. Marienthal weit Ăźber den Weihetag hinaus Glauben, Kultur und Heimat hĂśrbar machen.
đ¨ď¸ Kommentar der Redaktion Diese Investition ist richtig, weil sie das Ăberlieferte schĂźtzt und zugleich auf solide Weise erneuert. Die im AltvermĂśgen bereitstehenden Mittel sind hier besser angelegt als in kurzlebigen Projekten; sie korrigieren ein Unrecht der Vernachlässigung. Wer Kirchenräume schwächt, schwächt die kulturelle Selbstvergewisserung einer Region; die Orgel setzt dem ein hĂśrbares Gegengewicht. Entscheidend ist nun Disziplin: sorgfältige Pflege, klare Zuständigkeiten, ein Programm, das MaĂ hält und der Liturgie dient, nicht dem Spektakel. So bleibt St. Marienthal ein Ort, an dem Ordnung, Glaube und Heimat verlässlich zusammenklingen.


