đ˛ Wiederbewaldung in LĂśbau Nach massiven Borkenkäferschäden im Oberlausitzer Raum treibt die Stadt LĂśbau die Wiederbewaldung ihres Stadtwaldes voran.
đą Aktuelle Pflanzungen Laut einem am 20. April 2026 aktualisierten Bericht von Radio Lausitz wurden in den vergangenen Wochen rund 33.000 junge Bäume gesetzt â vor allem WeiĂtannen, Eichen und Kiefern. Gepflanzt wurde im Ruppersdorder Wald, am Kottmar, im Quellgebiet sowie bei DĂźrrhennersdorf. Bis die kahlen Flächen wieder zugewachsen sind, veranschlagt der Forst zehn bis 15 Jahre. Als Gewährsmann wird RevierfĂśrster Lars Morgenstein genannt.
𪾠Hintergrund der Fällungen Die flächigen Fällungen waren die Folge des extremen Käferdrucks der vergangenen Jahre, der auch im LĂśbauer Stadtwald schwer wĂźtete. Die aktuelle Pflanzwelle knĂźpft an frĂźhere MaĂnahmen an: Bereits im FrĂźhjahr 2024 lieĂ die Stadt nach eigenen Angaben 28.000 Setzlinge in den Boden bringen â unterstĂźtzt von Ehrenamtlichen und lokalen Initiativen, darunter auch eine Pflanzaktion der Rotarier am Kottmar.
đł Umbau zum stabilen Mischwald Die jetzt gewählten Baumarten deuten auf den Umbau hin zu widerstandsfähigeren Mischbeständen â weg von anfälligen Monokulturen. WeiĂtanne, Eiche und Kiefer sollen standortgerecht kombiniert werden.
- Baumarten: WeiĂtanne, Eiche, Kiefer
- Schwerpunkte: Ruppersdorder Wald, Kottmar, Quellgebiet, DĂźrrhennersdorf
- Zeithorizont: zehn bis 15 Jahre bis zur SchlieĂung der Kahlflächen
- Verantwortlich vor Ort: RevierfĂśrster Lars Morgenstein
đĄď¸ Pflege und Schutz als SchlĂźssel Entscheidend wird sein, dass die Pflanzungen in den kommenden Jahren konsequent gepflegt und gegen Wildverbiss geschĂźtzt werden. Ohne Nachbesserungen â von der Kontrolle der Anwuchsquote bis zur punktuellen Nachpflanzung â drohen LĂźcken, die den Erfolg schmälern kĂśnnten.
ⳠLanger Zeithorizont Erst in einem Jahrzehnt oder später dßrfte sich das gewohnte Landschaftsbild wieder einstellen; bis dahin sind zehn bis 15 Jahre intensiver Pflege und Kontrolle einzuplanen.
đ§ Schwerpunkte und Verantwortung Die Stadt benennt als Schwerpunkte der jĂźngsten Kampagne die Bereiche Ruppersdorder Wald, Kottmar, Quellgebiet und DĂźrrhennersdorf; verantwortlich vor Ort ist RevierfĂśrster Lars Morgenstein.
đ¨ď¸ Kommentar der Redaktion Die Aufforstung ist richtig, aber sie ist nur der Anfang. Entscheidend sind Haushaltsdisziplin und fachliche Strenge: Pflege, Schutz und Nachbesserung mĂźssen verbindlich finanziert und nach klaren Kennzahlen gesteuert werden. Die Stadt schuldet regelmäĂige, belastbare Berichte zu Anwuchs, Ausfällen und Pflegeaufwand â ohne BeschĂśnigung. Wer jetzt nachlässt, riskiert neue LĂźcken und wiederholt die Fehler der Monokulturen. MaĂstab sind nicht Worte, sondern ein geschlossener, stabiler Mischwald nach zehn bis 15 Jahren.
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