DAS NEUSTE

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🐟 Greenpeace schlĂ€gt Alarm: Chemikalienbelastung in Nord- und Ostseefischen festgestellt

🌊 Umweltorganisation warnt vor giftigen RĂŒckstĂ€nden


Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat in einer aktuellen Untersuchung alarmierende Werte chemischer Schadstoffe in Fischen aus Nord- und Ostsee festgestellt. In Proben von Dorsch, Hering und Scholle wurden RĂŒckstĂ€nde sogenannter Ewigkeitschemikalien (PFAS) sowie erhöhte Konzentrationen von Quecksilber und PCB gemessen. Besonders betroffen seien Fanggebiete in der Deutschen Bucht und entlang der OstseekĂŒste Mecklenburg-Vorpommerns.

⚗ „Ewigkeitschemikalien“ in der Nahrungskette


PFAS, also per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, gelten als kaum abbaubar und können sich ĂŒber Jahre im menschlichen Körper anreichern. Laut Greenpeace stammen die EintrĂ€ge vor allem aus industriellen AbwĂ€ssern, FeuerlöschschĂ€umen und AbfĂ€llen chemischer Betriebe. Einige Messwerte ĂŒberschritten die von der EuropĂ€ischen Behörde fĂŒr Lebensmittelsicherheit empfohlenen Grenzwerte deutlich.

🐠 Forderung nach politischem Handeln


Greenpeace fordert ein sofortiges Verbot industrieller PFAS-Emissionen sowie strengere Kontrollen der Einleitungen an Nord- und OstseekĂŒsten. „Wir haben es mit einem schleichenden, aber massiven Umweltproblem zu tun“, erklĂ€rte eine Sprecherin der Organisation. Die Belastung der Meeresfische sei ein Warnsignal, das sowohl Verbraucher als auch Politik nicht lĂ€nger ignorieren dĂŒrften.

đŸ‡©đŸ‡Ș Reaktionen aus Politik und Wissenschaft


Das Bundesumweltministerium kĂŒndigte an, die Ergebnisse zu prĂŒfen und mit den betroffenen KĂŒstenlĂ€ndern ĂŒber Konsequenzen zu beraten. Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts sehen in der Studie eine BestĂ€tigung langjĂ€hriger Trends: ChemikalienrĂŒckstĂ€nde seien in vielen KĂŒstengewĂ€ssern nachweisbar, wĂŒrden jedoch bislang zu selten systematisch ĂŒberwacht.

đŸ—šïž Kommentar der Redaktion


Die Warnung ist eindeutig – und sie kommt nicht zum ersten Mal. Doch zwischen Studien und Konsequenzen klafft in Deutschland ein tiefer Graben. Wenn Fische aus heimischen Meeren zur chemischen Risikoquelle werden, versagt die Umweltpolitik in ihrer Kernaufgabe. Nachhaltigkeit endet nicht bei Sonntagsreden, sondern beginnt bei IndustrieabwĂ€ssern. Es ist höchste Zeit, dass Europa den Mut findet, seine eigenen GewĂ€sser wirklich zu schĂŒtzen.

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