🎭 Festivalüberblick Vom 21. bis 26. April 2026 lädt das Gerhart-Hauptmann-Theater an seinen Spielorten in Görlitz und Zittau zum 13. Sächsischen Theatertreffen ein. Das Festival wird vollständig in die Doppelstadt getragen und bindet das trinational angelegte J-O-Ś-Festival mit Gästen aus Polen und Tschechien ein. Insgesamt sind elf Schauspielinszenierungen angekündigt, das Spektrum reicht von Klassikern über zeitgenössische Dramatik bis hin zu experimentellen Formaten. Eintrittskarten sind an den Theaterkassen in Zittau und Görlitz erhältlich.
🧭 Rahmen und Anspruch Das Treffen versteht sich als Schaufenster der sächsischen Theaterarbeit: Es will Vielfalt, Aktualität und gesellschaftliche Relevanz sichtbar machen. Schirmherr ist in diesem Jahr der Sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer. Gastgeber ist das Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau, dessen zwei Häuser einen passenden Rahmen zwischen städtischer Bühne und Grenzlage bieten.
🎉 Eröffnung Der Auftakt findet am Dienstag, 21. April, im Haus Zittau statt – mit einer Gala samt Musikprogramm „Straße der Besten“ und anschließender Party.
📚 Programm und Stücke Auf dem Spielplan stehen herausragende Arbeiten aus Kanon und Gegenwart.
- Shakespeares „Richard III“
- Schillers „Maria Stuart“
- Václav Havels „Audienz“
- Das Rockmusical „Hedwig and the Angry Inch“
🧪 Zeitgenössische Handschriften Neue Stimmen markieren die Uraufführung der deutsch-ruandischen Tanzproduktion „Romeo / Juliet Paradise“ sowie das Impro-Projekt „PL(AI)“, das künstlerische Arbeit und Künstliche Intelligenz verschränkt.
🗣️ Diskursformate Gesprächsangebote verankern das Festival im regionalen Diskurs: Etwa ein Austausch mit dem Schriftsteller Simon Strauß zur Zukunft ostdeutscher Kleinstädte sowie ein Diskussionsabend mit Ministerpräsident Kretschmer unter dem Titel „Mehr als Geld. Kultur in der Fläche“.
🎬 Finale und Preisverleihung Den Schlusspunkt am Sonntag, 26. April, setzen eine weitere Aufführung von „Romeo / Juliet Paradise“ und die Preisverleihung des Treffens.
🧾 Einordnung Das Theatertreffen in der Doppelstadt an der Neiße bietet den sächsischen Bühnen eine konzentrierte Plattform mit erkennbarer Bandbreite zwischen Kanon und Gegenwart. Der Anspruch ist hoch: Relevanz statt Event-Rhetorik, künstlerische Substanz statt bloßer Symbolik. Ob dieser Anspruch eingelöst wird, entscheidet sich in dieser Woche im direkten Kontakt mit dem Publikum, jenseits der großen Metropolen und nah an den Fragen, die die Region bewegen.
🗨️ Kommentar der Redaktion Dieses Festival ist ein Bekenntnis zur Verlässlichkeit kultureller Arbeit in der Fläche: solide, anspruchsvoll, ohne Effekthascherei. Die Verbindung aus Kanon und neuen Handschriften ist sinnvoll, solange Maß und Mitte gewahrt bleiben und Experimente wie „PL(AI)“ der künstlerischen Substanz dienen, nicht der bloßen Technik-Schau. Grenzüberschreitende Kooperationen sind willkommen, wenn sie Qualität stärken und der Region zugutekommen. Dass der Ministerpräsident Schirmherr ist, unterstreicht die Verantwortung, Kultur nicht nur in Metropolen zu denken. Am Ende zählt die Resonanz des Publikums vor Ort; sie ist der härteste, aber fairste Maßstab.
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