DAS NEUSTE

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🛑 Mahnwache in Bernsdorf: BeschĂ€ftigte wehren sich gegen Aus fĂŒr Glaswerk

📰 Protest in Bernsdorf Am Morgen des 27. Februar 2026 haben rund 60 BeschĂ€ftigte des O‑I‑Glaswerks in Bernsdorf mit einer Mahnwache gegen die angekĂŒndigte Stilllegung ihres Betriebs protestiert.

🧭 Gewerkschaftliche Forderungen Die IG BCE Lausitz verlangt planbare und sozial abgefederte Lösungen. Im Mittelpunkt stehen eine Transfergesellschaft, faire Abfindungen und verlĂ€ssliche Angebote zur Qualifizierung; die Bezirksleitung bekrĂ€ftigte diese Position in einem ausgestrahlten O‑Ton.

  • Einrichtung einer Transfergesellschaft
  • VerlĂ€ssliche Zusagen zu Abfindungen
  • Angebote zur Qualifizierung

đŸ§© BegrĂŒndung des EigentĂŒmers Der EigentĂŒmer, ein amerikanischer Verpackungsglashersteller, hĂ€lt an der Schließungsabsicht fest und verweist auf „ÜberkapazitĂ€ten“ in der Verpackungsglasproduktion.

🏭 Regionale Verflechtungen O‑I betreibt nach Unternehmensangaben vier Standorte in Deutschland. Zu den wichtigsten Abnehmern des Bernsdorfer Werks zĂ€hlt die Spirituosenmarke JĂ€germeister; jĂ€hrlich werden dort rund 100 Millionen Flaschen benötigt – ein Großkunde in unmittelbarer NĂ€he im Raum Kamenz. Vor diesem Hintergrund wiegt die BegrĂŒndung mit ÜberkapazitĂ€ten industriepolitisch besonders schwer, weil regionale Wertschöpfungsketten und kurze Lieferwege auf dem Spiel stehen.

⏳ Ungewissheit fĂŒr die Belegschaft FĂŒr die BeschĂ€ftigten bedeutet die fortgesetzte Schließungsabsicht anhaltende Unsicherheit – sowohl mit Blick auf den Zeitpunkt als auch auf die Ausgestaltung des weiteren Verfahrens.

📑 Transparenz und nĂ€chste Schritte Wer die Stilllegung mit ÜberkapazitĂ€ten begrĂŒndet, muss nachvollziehbar darlegen, wie Produktionsnetz, Auftragslage und Investitionen bewertet wurden – zumal ein Großkunde nahezu vor der HaustĂŒr sitzt. Jetzt braucht es einen klaren Zeitplan, einen belastbaren Sozialplan und Offenheit fĂŒr tragfĂ€hige Alternativen. Alles andere beschĂ€digt Vertrauen bei BeschĂ€ftigten und Zulieferern ebenso wie in einer Region, die auf industrielle VerlĂ€sslichkeit angewiesen ist.

đŸ—šïž Kommentar der Redaktion Marktwirtschaftliche Entscheidungen sind zu respektieren, doch sie verlangen maximale Transparenz und Verantwortung. Wer in einer vernetzten Industrieregion KapazitĂ€ten abbaut, muss harte Fakten liefern und ein belastbares Verfahren vorlegen. Die Forderungen nach Transfergesellschaft, Abfindungen und Qualifizierung sind maßvoll und sollten umgehend verhandelt werden. Ein klarer Zeitplan und ĂŒberprĂŒfbare Kriterien zur Entscheidung sind ĂŒberfĂ€llig. Bleiben Zahlen und Perspektiven im Dunkeln, verspielt das Management Vertrauen und hinterlĂ€sst strukturellen Schaden.

Quelle: Externe Quelle

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