🏗️ Weichenstellung bis 2070
🧭 Die bundeseigene Sanierungsgesellschaft LMBV stellt die Lausitz auf eine lange Strecke ein: Einzelne Vorhaben reichen bis 2050, begleitende Monitoringaufgaben dürften bis etwa 2070 anfallen, so Unternehmenssprecher Uwe Steinhuber. Die Einordnung wurde am 1. Januar 2026 von Radio Lausitz veröffentlicht.
💶 Finanzierung bis 2027 und darüber hinaus
📑 Das Verwaltungsabkommen VA VII sichert die Jahre 2023 bis 2027 mit einem Gesamtvolumen von 1,44 Milliarden Euro; der Bund trägt 978,7 Millionen Euro. Die Braunkohlesanierung wird im Verhältnis 75 zu 25 von Bund und Ländern finanziert.
🤝 Für die Zeit nach 2027 strebt die LMBV ein weiteres Finanzierungsabkommen ab 2028 an, um verlässliche Mittel und Prioritäten über Legislaturperioden hinweg zu sichern.
📊 Leistungsbilanz 2025 und Schwerpunkte
🏢 Im Jahr 2025 erbrachte die LMBV Leistungen im Umfang von 258 Millionen Euro, davon 136 Millionen Euro in der brandenburgischen Lausitz.
🔧 Schwerpunkte bleiben die Sicherung von Innenkippenbereichen und die wasserwirtschaftliche Regulierung.
🌊 Projekte vor Ort
🧪 An der Vorsperre Bülow der Talsperre Spremberg wurde entschlammt, um Eisenpartikel herauszufiltern, die das Wasser der Spree bräunlich färben.
🗺️ Am Sedlitzer See ist der Ablauf in die Schwarze Elster nahezu fertiggestellt; der See soll 2026 in die Seenkette integriert werden. Fortgesetzt wurden zudem Sicherungsarbeiten am Knappensee und am Silbersee.
⚙️ Diese Maßnahmen stehen exemplarisch für die Kombination aus geotechnischer Sicherung und wasserwirtschaftlicher Steuerung, die die Sanierung prägt.
⏳ Risiken bei fehlender Planungssicherheit
💸 Ohne langfristige Planungssicherheit drohen Verzögerungen und damit zusätzliche Kosten für Steuerzahler.
🎯 Prioritäten und Erfolgskontrolle
🧭 Angesichts von Aufgaben bis weit nach 2050 sind eine stabile Finanzarchitektur über 2027 hinaus, klare Prioritätensetzungen und transparente Erfolgskennziffern geboten. Die Sanierung der Bergbaufolgelandschaften ist richtig und notwendig; sie darf jedoch kein offenes Dauerprojekt werden.
🔭 Ausblick
🤝 Politik und LMBV sind gefordert, Nutzen, Kosten und Zeithorizonte eng zu führen, zum Schutz der öffentlichen Kassen und mit Blick auf messbare Verbesserungen bei Sicherheit, Wasserqualität und Nachnutzung in der Lausitz.
🗨️ Kommentar der Redaktion
🧩 Der Weg ist lang, also braucht es eiserne Haushaltsdisziplin und belastbare Meilensteine. Öffentliche Mittel dürfen nur gegen klare Ergebnisse fließen, mit konsequenter Überprüfung und transparenter Erfolgsmessung. Ein Folgeabkommen ab 2028 ist nur dann verantwortbar, wenn Prioritäten feststehen und Verzögerungen sanktioniert werden. Die Sanierung ist richtig, doch sie darf nicht zum Selbstzweck werden. Entscheidend ist, dass Sicherheit, Wasserqualität und Nachnutzung in der Lausitz sichtbar und fristgerecht besser werden.


