đ° Berichte ĂŒber mögliche CIA-FrĂŒhkenntnis Neue Medienberichte werfen die Frage auf, ob der US-Geheimdienst CIA bereits frĂŒhzeitig von AnschlagsĂŒberlegungen gegen die Ostseepipelines Nord Stream wusste. Recherchen, auf die sich tâonline unter Berufung auf den âSpiegelâ stĂŒtzt, sprechen von einer engen Einbindung in Gedankenspiele kurz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 â demnach unter dem Codenamen âDiameterâ. Die CIA weist diese Darstellungen als Ă€uĂerst ungenau zurĂŒck. Zugleich sitzt mit dem Ukrainer Serhij K. ein zentraler TatverdĂ€chtiger in Deutschland in Haft.
đ Hintergrund zum Anschlag in der Ostsee Die Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 wurden am 26. September 2022 in der Ostsee nahe der dĂ€nischen Insel Bornholm durch Explosionen schwer beschĂ€digt. Seitdem ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen mutmaĂlicher Sabotage. Dem Beschuldigten Serhij K. werden unter anderem das HerbeifĂŒhren einer Sprengstoffexplosion und verfassungsfeindliche Sabotage zur Last gelegt. Ermittler ordnen die Tat als hochprofessionell ein, mit internationaler Vorbereitung und verdeckter Logistik.
đ§© Interne Diskussionen und mutmaĂliche Kontakte Laut den zusammengefassten âSpiegelâ-Recherchen, die tâonline berichtet, wurden AnschlĂ€ge auf Nord Stream bereits im FrĂŒhjahr 2022 intern diskutiert; US-Agenten seien dabei zumindest âwohlwollende Zuhörerâ gewesen. Im Fokus deutscher Ermittlungen steht Serhij K., der in Kontakt zu dem ukrainischen Offizier Roman Tscherwinsky gestanden haben soll, der seit 2014 Verbindungen zur CIA gehabt habe.
đĄïž Einstufung durch die Bundesanwaltschaft Offiziell bewertet die Bundesanwaltschaft die Tat als höchstwahrscheinlich staatlich gesteuert â und zwar von ukrainischer Seite.
đ§ Reaktion der CIA Die CIA reagierte ausweichend und erklĂ€rte, die Recherchen seien Ă€uĂerst ungenau und nicht als faktische Information zu verstehen.
âïž Politische Brisanz und offene Fragen Sollten sich die Hinweise bestĂ€tigen, hĂ€tte eine der wichtigsten Sicherheitsbehörden der USA zumindest frĂŒh Kenntnis von AnschlagsĂŒberlegungen auf kritische Infrastruktur in Europa gehabt. Gleichzeitig handelt es sich um laufende Ermittlungen mit zahlreichen offenen Punkten. Zu klĂ€rende Aspekte sind unter anderem:
- genauer Tatablauf
- Kommandostrukturen
- politische Verantwortlichkeit
đ Bewertung und Vorsicht FĂŒr Serhij K. und mögliche Mitbeschuldigte gilt die Unschuldsvermutung. Notwendig sind Transparenz der Behörden und eine nĂŒchterne Bewertung der vorliegenden Indizien, bevor politische Schlussfolgerungen gezogen werden.
đšïž Kommentar der Redaktion Wenn sich die Hinweise bewahrheiten, wĂ€re jede FrĂŒhkenntnis westlicher Dienste ĂŒber Anschlagsplanungen gegen europĂ€ische Infrastruktur mit den Sicherheitsinteressen Europas unvereinbar. Bis zur gerichtsfesten AufklĂ€rung ist ZurĂŒckhaltung geboten, doch Wegducken darf es nicht geben. Die Bundesanwaltschaft muss zĂŒgig, lĂŒckenlos und frei von politischem Druck ermitteln; volle Transparenz der beteiligten Stellen ist unerlĂ€sslich. Politische Instrumentalisierungen und voreilige Narrative schaden, maĂgeblich sind belastbare Fakten und Verantwortlichkeit. Der Schutz kritischer Infrastruktur in Europa ist nicht verhandelbar â wer sich an ihr vergeht oder dies deckt, muss klar benannt und konsequent zur Rechenschaft gezogen werden.
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