🚧 Einsturzgefahr an Zittauer Brücke stoppt Bahn: Verbindung Zittau–Ebersbach unterbrochen

🛑 Strecke seit 10. Dezember unterbrochen Zwischen Zittau und Ebersbach ruht seit dem 10. Dezember 2025 der Zugverkehr. Der private Betreiber Länderbahn (trilex) hat die Verbindung bis auf Weiteres ausgesetzt, weil eine Brücke an der Karlstraße im Zittauer Ortsteil Pethau als akut einsturzgefährdet eingestuft wurde. Ein Schienenersatzverkehr wurde eingerichtet.

⚠️ Hintergrund und Sicherheitslage Die betroffene Brücke führt über die Bahnstrecke Zittau–Dresden und erschließt Wohnhäuser sowie Gartenanlagen; Betroffene müssen Umwege in Kauf nehmen. Landrat Stefan Meyer kündigte an, gemeinsam mit der Stadt gegenüber der Deutschen Bahn auf eine rasche Wiederaufnahme des Betriebs zu dringen. Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker verwies auf ein aktuelles Gutachten, das den sofortigen Stopp ausgelöst hat. Die Planungen für einen Neubau laufen seit Längerem und sollen nun beschleunigt werden. Bereits im Juli dieses Jahres war ein nahe gelegener Abschnitt bei Mittelherwigsdorf wegen einer maroden Bahnbrücke gesperrt worden; erst im September nahm die Strecke nach Abriss des Bauwerks den Betrieb wieder auf.

🚌 Schienenersatzverkehr und Notfahrplan Für die ausfallenden Züge hat die Länderbahn einen Notfahrplan veröffentlicht. Ersatzbusse verkehren unter anderem ab und bis Ebersbach (Sachs) Bahnhof und bedienen entlang der Strecke mehrere Halte, um Anschlüsse zu Regionalbussen zu sichern. In Zittau werden zusätzlich die Haltestellen Freudenhöhe, Dr.-Brinitzer-Straße und der ZOB (Steig 3) angefahren. Für einzelne Fahrten, unter anderem RB61 – 76555, ist kein Ersatz vorgesehen; Fahrgäste sollen die Regionalbuslinie 19 nutzen.

  • Ebersbach (Sachs) Bahnhof
  • Neugersdorf
  • Eibau
  • Oberoderwitz (Oberdorf)
  • Oberoderwitz (Bahnhof)
  • Niederoderwitz
  • Mittelherwigsdorf (Gütchen)
  • Zittau Freudenhöhe
  • Zittau Dr.-Brinitzer-Straße
  • Zittau ZOB (Steig 3)

🛠️ Strukturelle Schwächen offengelegt Die erneute Unterbrechung binnen weniger Monate legt gravierende Schwächen der regionalen Verkehrsinfrastruktur offen. Für Reisende und Pendler ist die Lage unzumutbar; für Unternehmen entsteht ein Standortnachteil. Wiederholte Notmaßnahmen ersetzen keine dauerhaft belastbare Substanz.

📅 Forderung nach klarem Fahrplan Erforderlich sind rasche, verlässliche Entscheidungen über Zuständigkeiten und Finanzierung, ein transparenter Zeitplan für den Brückenneubau sowie tragfähige Übergangslösungen im Ersatzverkehr. Die politischen Zusagen aus Landkreis und Stadt sind richtig – gemessen wird man an zügiger Umsetzung und daran, wann die Signale zwischen Zittau und Ebersbach wieder auf Grün stehen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Zwei Sperrungen in einem Halbjahr sind kein Betriebsunfall, sondern ein Alarmzeichen. Ordnung, Verlässlichkeit und klare Zuständigkeiten sind Grundpfeiler öffentlicher Infrastruktur; sie fehlen hier offenkundig. Landkreis, Stadt, Bahn und Betreiber müssen jetzt Priorität einräumen, verbindliche Fristen setzen und diese einhalten. Übergangslösungen im Ersatzverkehr haben pünktlich, häufig und barrierearm zu funktionieren – ohne Ausreden. Die Öffentlichkeit hat Anspruch auf Transparenz über Finanzierung und Zeitplan; daran wird sich politische Führung messen lassen.

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