Zittau. Im Zittauer Westpark entsteht derzeit ein neuer Skatepark für Skater und BMX-Fahrer. Auf rund 800 Quadratmetern werden insgesamt 17 Rampen, Schrägen, Podeste und Slide-Schienen aufgebaut. Die Anlage soll vor allem Jugendlichen und jungen Erwachsenen einen modernen, wetterbeständigen Treffpunkt für Sport und Freizeit bieten.
Die Stadt investiert nach MDR-Angaben rund 700.000 Euro in den Ersatzbau. Etwa drei Viertel der Summe stammen aus EU-Fördermitteln für nachhaltige Stadtentwicklung. Der neue Park entsteht auf den ehemaligen Außen-Tennisplätzen im Bereich des Westparks.
Alter Skatepark war nicht mehr nutzbar
Der frühere Skatepark an der Brückenstraße bestand überwiegend aus Holzelementen. Diese waren stark verschlissen und mussten schließlich gesperrt werden. Ende 2025 wurde die alte Anlage abgerissen. Die neue Anlage setzt dagegen auf wetterbeständige Betonelemente, die deutlich weniger wartungsanfällig sein sollen.
Für viele Skater und BMX-Fahrer in Zittau ist der Neubau deshalb mehr als nur ein weiteres Freizeitprojekt. Die Stadt verfügt über eine aktive Szene, die seit Jahren nach geeigneten Trainingsmöglichkeiten sucht.
Jugendliche haben selbst mitgeplant
Besonders wichtig: Der neue Skatepark wurde nicht einfach am Schreibtisch geplant. Die mobile Jugendarbeit bezog die späteren Nutzer frühzeitig ein. In Workshops konnten Jugendliche sagen, welche Elemente sie sich wünschen. Entwürfe wurden anschließend gemeinsam diskutiert und nachgebessert.
Damit folgt die Stadt einem sinnvollen Prinzip: Wer eine Anlage baut, die vor allem von Jugendlichen genutzt werden soll, sollte diese auch an der Planung beteiligen.
17 Elemente für unterschiedliche Könnensstufen
Auf dem Gelände werden unterschiedliche Elemente miteinander kombiniert. Dazu gehören Rampen, Podeste, Schrägen und Slide-Schienen. Sie sollen sowohl für Skateboards als auch für BMX-Räder nutzbar sein.
Der Westpark wurde von der Stadt bewusst als Standort gewählt. Nach Angaben der Stadt können dort verschiedene Nutzergruppen angesprochen werden. Die Nähe zum bestehenden Spielplatzbereich und die vorhandene Freizeitstruktur sprechen ebenfalls für den Standort.
Eröffnung später als ursprünglich geplant
Ursprünglich sollte der neue Skatepark bereits in den Sommerferien nutzbar sein. Lieferprobleme bei den Betonelementen sorgten jedoch für Verzögerungen. Nach dem aktuellen Planungsstand soll die Eröffnung Ende August 2026 nach den Sommerferien erfolgen.
Damit müssen sich Skater und BMX-Fahrer noch etwas gedulden. Der Aufbau ist jedoch weit fortgeschritten, und die ersten schweren Betonelemente werden bereits montiert.
Mehr als nur eine Sportanlage
Ein moderner Skatepark kann für Zittau auch sozial wichtig sein. Solche Anlagen sind niedrigschwellige Treffpunkte, an denen Jugendliche eigenständig Sport treiben, sich verabreden und ihre Freizeit verbringen können.
Gerade für Städte im ländlichen Raum sind attraktive Angebote für junge Menschen entscheidend. Wer möchte, dass Jugendliche bleiben, braucht nicht nur Ausbildungsplätze und Wohnungen, sondern auch Orte, an denen sie sich zuhause fühlen.
Kommentar
700.000 Euro für einen Skatepark sind viel Geld. Aber das Projekt ist nicht bloß eine teure Rampe für ein paar Jugendliche.
Es ist ein Treffpunkt, ein Sportangebot und ein Zeichen dafür, dass junge Menschen in der Stadt wahrgenommen werden. Entscheidend ist, dass die Anlage gut angenommen und dauerhaft gepflegt wird.
Besonders positiv ist, dass die Nutzer selbst mitplanen konnten. Das sollte bei kommunalen Jugendprojekten selbstverständlich sein. Zittau investiert hier nicht nur in Beton, sondern in Lebensqualität für eine Generation, die oft genug hört, dass sie irgendwann die Zukunft der Stadt sein soll.
Dann muss man ihr auch heute schon Platz geben.


