🌍 Weltrekordversuch für guten Zweck endet mit Festnahme in chilenischer Forschungsstation
Villa Las Estrellas / Santiago de Chile – Der 19-jährige US-Influencer und Pilot Ethan Guo wollte mit seinem waghalsigen Projekt Geschichte schreiben: Alle sieben Kontinente solo mit einer Cessna 182 Q überfliegen, um eine Million US-Dollar für die Krebsforschung zu sammeln. Doch statt Rekord gibt’s jetzt Hausarrest am Ende der Welt.
🚨 Illegale Landung in Antarktis: Chile greift durch
Am 28. Juni startete Guo vom Flughafen Punta Arenas in Chile – geplant war ein lokaler Rundflug. Doch statt rechtzeitig umzudrehen, steuerte er überraschend den Teniente R. Marsh Airport auf der antarktischen King George Island an – ohne Genehmigung.
❌ Verstöße laut chilenischer Staatsanwaltschaft:
- Änderung des Flugplans ohne Genehmigung
- Landung in einem Gebiet mit hohem Schutzstatus
- Gefährdung der öffentlichen Sicherheit
- Verletzung nationaler und internationaler Vorschriften
🗨️ „Wetterbedingungen zwangen mich zur Umplanung“, so Guo gegenüber der New York Times. Sein Anwaltsteam kooperiere vollumfänglich mit den chilenischen Behörden.
🧊 Guo sitzt in Villa Las Estrellas fest
Kein Gefängnis, aber Ausreiseverbot: Die chilenische Justiz setzte eine 90-tägige Untersuchungshaft mit Aufenthaltsauflage fest. Bis mindestens August darf Guo die Insel nicht verlassen. Eine Rückkehr aufs Festland ist nur mit Sondergenehmigung möglich – per Flug der Luftwaffe.
🏙️ Villa Las Estrellas: Leben am Rand der Zivilisation
| 🧾 Daten & Fakten zur Siedlung Villa Las Estrellas |
|---|
| 📍 Ort: King George Island, Antarktis |
| 👨👩👧👦 Einwohner: ca. 80 Personen |
| 🧒 Schule: 15 Kinder |
| 🏥 Infrastruktur: Bank, Post, Mini-Krankenhaus |
| 💸 Tourismus: ab 6.000 $ pro Flug (Antarctic Airways) |
Während Touristen im Sommer teure Ein-Tages-Touren buchen, fristet Guo nun einen unfreiwilligen Langzeitaufenthalt im ewigen Eis.
📈 Hintergrund: Spendenaktion für Krebsforschung
Mit seiner Aktion wollte Ethan Guo nicht nur ins Guinness-Buch der Rekorde, sondern auch Gutes tun: Eine Millionen-Spendensumme war das Ziel, die durch Social-Media-Reichweite (1,3 Mio. Follower) generiert werden sollte.
Doch nun steht statt Heldengeschichte ein diplomatischer Streit im Raum – denn Chile beansprucht die Region in der Antarktis territorial und duldet keine eigenmächtigen Landungen.


