Historische Bahnsteighalle wird saniert – Elektrifizierung bis an die polnische Grenze geplant
Görlitz. Der Görlitzer Bahnhof, einer der eindrucksvollsten Bahnhöfe Deutschlands, wird für die Zukunft fit gemacht. Am Montag startete die Deutsche Bahn eine zentrale Bauphase: Die über 110 Jahre alte Bahnsteighalle erhält eine neue Südfassade. Insgesamt investieren Bund, Freistaat Sachsen und Bahn 33,5 Millionen Euro in das Großprojekt.
🏗️ Einhausung und Sanierung der Halle
Die Südfassade wird komplett eingerüstet und eingehaust. Nur so können die Stahlträger sandgestrahlt, verstärkt und mit Korrosionsschutz versehen werden. Anschließend setzt man auf handgefertigte Glasscheiben – insgesamt auf einer Fläche von 1.250 Quadratmetern.
Besonderes Highlight: Ein großer „Görlitz“-Schriftzug und das Stadtwappen werden in die Fassade integriert. Die Fertigstellung ist für 2027 geplant.
⚡ Elektrifizierung bis Polen
Parallel laufen Arbeiten zur Elektrifizierung des Bahnhofs:
- Ab Mittwoch wird Bahnsteig 7 gesperrt.
- Bahnsteig 9/10 ist seit dem Wochenende wieder nutzbar.
- Der ehemalige Bahnsteig 3/4 wird erneuert, barrierefrei ausgebaut und mit Oberleitungen versehen – bis an die deutsch-polnische Grenze.
Damit können Züge aus Polen künftig elektrisch nach Görlitz einfahren. Das gilt als erster Schritt für die geplante Elektrifizierung der gesamten Strecke Görlitz–Cottbus.
🕰️ Zeitplan des Großprojekts
- 2027: Neue Südfassade fertig
- 2029: Komplette Erneuerung der Bahnsteighalle abgeschlossen
- Danach: weitere Bahnsteige und Dacharbeiten
📊 Infobox: Fakten zum Görlitzer Bahnhof
- 📍 Eröffnung: 1847
- 🏛️ Bahnsteighalle: über 110 Jahre alt
- 💶 Investitionssumme: 33,5 Mio. Euro
- ⚡ Ziel: Elektrifizierung bis an die polnische Grenze, Ausbau Strecke Görlitz–Cottbus
- 🎯 Fertigstellung: 2029


