📘 Enthüllungsbuch belastet US-Finanzminister: Derbe Worte über Selenskyj vor Oval-Office-Eklat

📰 Ein neues Buch und schwere Vorwürfe Ein neues Enthüllungsbuch über das erste Jahr der zweiten Trump‑Regierung erhebt schwere Vorwürfe gegen US‑Finanzminister Scott Bessent: Demnach habe er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj intern mit abfälligen Formulierungen belegt, darunter die Bezeichnung „Sonderbedarfs‑Kind“. „Regime Change“ der New‑York‑Times‑Reporter Maggie Haberman und Jonathan Swan erscheint am Dienstag, 23. Juni 2026, bei Simon & Schuster. Auszüge legen nahe, Bessent habe zudem von „Mr. Bean auf Crack“ gesprochen und vor einer Einladung Selenskyjs ins Weiße Haus gewarnt. Eine unmittelbare Stellungnahme der beteiligten Ministerien lag zunächst nicht vor.

🕰️ Hintergrund des Eklats Im Zentrum der Schilderungen steht das Treffen zwischen Trump und Selenskyj im Oval Office am 28. Februar 2025, das dem Vernehmen nach in eine ungewöhnlich offene Konfrontation mündete; eine geplante Pressekonferenz wurde abgesagt. Vorausgegangen war demnach ein Streit über ein US‑ukrainisches Rohstoffabkommen, das Bessent vorangetrieben hatte. Bereits Mitte Februar 2025 soll Bessent in Kiew mit Selenskyj hart aneinandergeraten sein. Die Reise Selenskyjs nach Washington galt ursprünglich als Signal enger Partnerschaft – mit entsprechend hoher politischer Fallhöhe.

🧩 Wortwahl und verknüpfte Forderungen Den Buchauszügen zufolge soll Bessent gegenüber Vertrauten erklärt haben, er habe es „mit diesem kleinen W[‑] zu tun gehabt“, Selenskyj sei „gerissen“, „wie das Sonderbedarfs‑Kind für die Europäer“ und verhalte sich wie „Mr. Bean auf Crack“. Zudem habe er Trump geraten, Selenskyj nicht zu empfangen, solange Kiew US‑Bedingungen zu ukrainischen Rohstoffvorkommen nicht akzeptiere. Nach dem Eklat im Oval Office sprach Bessent im US‑Fernsehen von einem „der größten diplomatischen Eigentore der Geschichte“ und kritisierte Selenskyjs Auftreten scharf. Der Vorwurf wiegt politisch schwer, weil er nicht nur persönliche Herabsetzungen betrifft, sondern laut Buchauszügen auch mit substantiellen Forderungen an die Ukraine – und damit mit der US‑Ukraine‑Politik – verknüpft gewesen sein soll. Offizielle Reaktionen blieben zunächst aus.

🎯 Mögliche Folgen für die Ukraine‑Politik Die nun bekannt gewordenen Passagen zeichnen ein Bild erheblicher Spannungen im Umgang der US‑Regierung mit der Ukraine – und einer ungewöhnlich konfrontativen Amtsführung des Finanzministers. Sollten sich die Zitate bestätigen, hätte ein Kabinettsmitglied der USA vor einem zentralen Bündnispartner eine Grenze des diplomatisch Tragbaren überschritten – mit absehbaren Folgen für Vertrauen und Verlässlichkeit westlicher Ukraine‑Politik.

📅 Veröffentlichung und offene Fragen Ob die Darstellung des Buches in allen Punkten trägt, muss die Veröffentlichung am 23. Juni 2026 zeigen; politische Klärungen dürften folgen. Bis dahin bleibt festzuhalten, dass zentrale Sachverhalte – von der Einladungspraxis bis zu Rohstoffbedingungen – im Raum stehen und einer offiziellen Einordnung bedürfen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Konservative Außenpolitik verlangt Disziplin, Maß und die Fähigkeit, Verbündete mit Klartext statt Herabsetzung zu führen. Falls die wiedergegebenen Äußerungen zutreffen, sind sie eines Ministers nicht würdig und politisch kontraproduktiv. Interessenwahrung gegenüber Kiew ist legitim, doch sie wird nicht durch Spott, sondern durch klare Bedingungen, verlässliche Prozesse und geschlossene Führung erreicht. Bis zur Veröffentlichung gilt Zurückhaltung, doch die Messlatte für Verantwortliche ist hoch. Bestätigen sich Ton und Vorgehen, braucht es konsequente Konsequenzen und eine rasche Rückkehr zu nüchterner, berechenbarer Bündnispolitik.

Quelle: Externe Quelle

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