Großschönau. Rummel, Markttreiben, Musik, Böllerschüsse und ein großes Feuerwerk: Vom 17. bis 20. Juli 2026 findet in Großschönau wieder das traditionelle Grußschinner Schiss’n statt.
Das viertägige Volksfest gehört zu den bekannten Sommerveranstaltungen der Gemeinde. Auf dem Festplatz erwartet Besucher ein Programm für unterschiedliche Altersgruppen – vom klassischen Bieranstich über Tanzveranstaltungen bis zum Familientag mit ermäßigten Preisen.
Besonders ereignisreich wird der Samstag. Neben dem Markttreiben findet um 15 Uhr das traditionelle Weberschiffchenrennen auf der Lausur statt. Zusätzlich steht am selben Tag der 53. Wasserballpokal im Kleinen Bad auf dem Veranstaltungskalender der Gemeinde.
Wann findet das Grußschinner Schiss’n 2026 statt?
Das Fest beginnt am:
Freitag, 17. Juli 2026
und endet am:
Montag, 20. Juli 2026.
Veranstaltungsort ist der Festplatz in Großschönau.
Das Programm verteilt sich über alle vier Tage. Dabei haben Freitag, Samstag, Sonntag und Montag jeweils einen unterschiedlichen Schwerpunkt.
Freitag: Böllerschüsse, Bieranstich und Tanz
Das Grußschinner Schiss’n beginnt am Freitag ab 16 Uhr mit buntem Markttreiben.
Um 19 Uhr folgt die offizielle Eröffnung.
Geplant sind Böllerschüsse der Schützengesellschaften. Musikalisch begleitet wird der Start vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Großschönau.
Anschließend eröffnet der Bürgermeister den Jahrmarkt mit dem traditionellen Bieranstich im Festzelt.
Am Abend folgt Tanz für Jung und Alt mit DJ Logo.
Damit beginnt das Fest klassisch mit einer Mischung aus Tradition und Unterhaltung.
Samstag wird zum großen Veranstaltungstag
Am Samstag öffnet das Markttreiben mit Händlermarkt ab 14 Uhr.
Bereits am Vormittag gibt es jedoch einen weiteren wichtigen Termin in Großschönau: Um 10 Uhr beginnt der 53. Wasserballpokal im Kleinen Bad. Die Veranstaltung ist unabhängig vom eigentlichen Festprogramm ebenfalls im offiziellen Veranstaltungskalender der Gemeinde aufgeführt.
Am Nachmittag folgt einer der ungewöhnlichsten Programmpunkte des Wochenendes:
das traditionelle Weberschiffchenrennen.
Weberschiffchenrennen auf der Lausur
Am Samstag, dem 18. Juli, startet um 15 Uhr das Weberschiffchenrennen auf der Lausur beim Kleinen Bad.
Das Rennen verbindet auf besondere Weise die Textilgeschichte Großschönaus mit einem unterhaltsamen Wettbewerb.
Die Weberschiffchen erinnern an die jahrhundertelange Tradition der Textilproduktion in Großschönau. Gerade deshalb passt das Rennen besonders gut zum Ort.
Nach Angaben der Gemeinde können Weberschiffchen bereits vor der Veranstaltung bei Terminen des Grußschinner Faschingsclubs zu einem Vorzugspreis von fünf Euro erworben werden.
Das Rennen dürfte erneut viele Zuschauer an die Lausur ziehen.
Samstagabend Party im Festzelt
Ab 18 Uhr beginnt am Samstag die Party im Festzelt.
Für die Musik ist erneut DJ Logo angekündigt.
Damit ergibt sich für Besucher die Möglichkeit, mehrere Veranstaltungen miteinander zu verbinden:
vormittags Wasserball,
nachmittags Weberschiffchenrennen,
anschließend Rummel und Markttreiben
und am Abend Party im Festzelt.
Für Großschönau dürfte der Samstag damit einer der besucherstärksten Tage des gesamten Festwochenendes werden.
Sonntag mit Musik und großem Feuerwerk
Am Sonntag beginnt das Markttreiben mit Händlermarkt erneut um 14 Uhr.
Um 15 Uhr treten die „Rockin Accordeons“ der Musikschule Fröhlich unter Leitung von Steffen Sauermann auf.
Ab 18 Uhr folgt eine weitere Tanzveranstaltung mit DJ Logo.
Der Höhepunkt des Sonntagabends ist für etwa 22 Uhr angekündigt:
ein großes Musikfeuerwerk.
Gerade das Feuerwerk dürfte zahlreiche Besucher auch aus den umliegenden Orten nach Großschönau locken.
Montag ist Familientag
Der letzte Festtag richtet sich besonders an Familien.
Ab 14 Uhr beginnt erneut das bunte Markttreiben.
Gleichzeitig findet ein Familientag mit ermäßigten Preisen statt.
Damit endet das Fest nicht bereits am Sonntagabend, sondern läuft noch bis in den Montag hinein.
Gerade für Familien mit Kindern kann der Montag deshalb eine interessante Alternative zu den stärker besuchten Abendveranstaltungen am Wochenende sein.
Großschönau hat an diesem Wochenende besonders viel zu bieten
Das Schiss’n steht nicht allein.
Rund um den 18. Juli finden mehrere Veranstaltungen statt.
Im offiziellen Veranstaltungskalender der Gemeinde stehen neben dem Volksfest unter anderem:
der 53. Wasserballpokal,
das 9. Weberschiffchenrennen
und weitere Veranstaltungen im Ort und der Umgebung.
Damit wird das Wochenende vom 17. bis 20. Juli zu einem der veranstaltungsreichsten Termine des Sommers in Großschönau.
Warum heißt das Fest eigentlich „Schiss’n“?
Für Auswärtige kann der Name zunächst ungewöhnlich klingen.
Das Grußschinner Schiss’n ist ein traditioneller Jahrmarkt und ein lokales Volksfest. Die Bezeichnung gehört zur Mundart und Tradition Großschönaus.
Der Begriff ist eng mit der regionalen Identität verbunden.
Gerade solche Namen unterscheiden regionale Feste von beliebigen Veranstaltungen, die in jeder Stadt stattfinden könnten.
Das Grußschinner Schiss’n lebt von seiner lokalen Geschichte, seinem eigenen Namen und wiederkehrenden Traditionen.
Tradition und moderne Unterhaltung
Das Programm 2026 versucht, unterschiedliche Elemente miteinander zu verbinden.
Auf der einen Seite stehen:
Böllerschüsse,
Spielmannszug,
Bieranstich,
Markttreiben
und Weberschiffchenrennen.
Auf der anderen Seite gibt es:
DJ-Partys,
Familientag
und Musikfeuerwerk.
Diese Mischung dürfte dazu beitragen, dass das Fest unterschiedliche Generationen anspricht.
Weberschiffchenrennen erinnert an die Textilgeschichte
Großschönau ist historisch eng mit der Textilindustrie verbunden.
Die Oberlausitzer Webschule und das Deutsche Damast- und Frottiermuseum halten diese Geschichte bis heute lebendig.
Das Weberschiffchenrennen verbindet diese Tradition mit einem unterhaltsamen Wettbewerb.
Ein Weberschiffchen war ursprünglich ein Arbeitsgerät beim Weben. Dass ausgerechnet dieses Symbol zum Gegenstand eines Rennens wird, zeigt den spielerischen Umgang mit der eigenen Ortsgeschichte.
Gerade für Besucher von außerhalb ist das einer der ungewöhnlichsten Programmpunkte des Festwochenendes.
Ein Fest mit Bedeutung für den Ort
Volksfeste sind mehr als reine Unterhaltung.
Sie bringen Menschen zusammen, schaffen Besucherfrequenz und stärken Vereine, Gastronomie und lokale Händler.
Für kleinere Orte sind solche Veranstaltungen besonders wichtig.
Während Großveranstaltungen in großen Städten oft von professionellen Agenturen organisiert werden, leben viele Volksfeste auf dem Land von lokalen Vereinen, Feuerwehren, Händlern und Ehrenamtlichen.
Auch das Grußschinner Schiss’n ist eng mit diesen regionalen Strukturen verbunden.
Gute Gelegenheit für einen Ausflug nach Großschönau
Für Besucher aus Zittau, Seifhennersdorf, Hainewalde, Waltersdorf und den umliegenden Orten bietet sich das Festwochenende für einen Tagesausflug an.
Besonders der Samstag eignet sich dafür, mehrere Veranstaltungen zu kombinieren.
Wer vormittags den Wasserballpokal besucht, kann anschließend zum Weberschiffchenrennen gehen und später den Abend auf dem Festplatz verbringen.
Am Sonntag wiederum dürfte das Musikfeuerwerk der größte Publikumsmagnet sein.
Was Besucher vorab wissen sollten
Besucher sollten sich vor der Anreise über aktuelle Verkehrs- und Parkhinweise der Gemeinde informieren.
Bei größeren Veranstaltungen kann es rund um den Festplatz und andere Veranstaltungsorte zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen kommen.
Insbesondere am Samstag und Sonntagabend ist mit mehr Besuchern zu rechnen.
Wer aus dem näheren Umfeld kommt, kann prüfen, ob Bus- oder Bahnverbindungen eine Alternative zum Auto bieten.
Fazit
Das Grußschinner Schiss’n 2026 bietet vom 17. bis 20. Juli vier Tage Volksfestprogramm in Großschönau.
Zu den Höhepunkten gehören:
die traditionelle Eröffnung mit Böllerschüssen und Bieranstich,
der Händlermarkt,
das Weberschiffchenrennen,
der Wasserballpokal,
Tanzveranstaltungen,
das Musikfeuerwerk
und der Familientag zum Abschluss.
Damit steht Großschönau ein ereignisreiches Sommerwochenende bevor.
Wer Tradition, Volksfestatmosphäre und regionale Veranstaltungen mag, sollte sich den Termin vormerken.
Kommentar: Regionale Feste brauchen ihre eigene Identität
Viele Veranstaltungen ähneln sich inzwischen.
Die gleiche Musik.
Die gleichen Verkaufsstände.
Die gleichen Konzepte.
Gerade deshalb sind regionale Besonderheiten wichtig.
Ein Name wie Grußschinner Schiss’n, ein Weberschiffchenrennen auf der Lausur und die Verbindung zur Textilgeschichte machen das Fest unverwechselbar.
Großschönau sollte diese Besonderheiten pflegen.
Denn Besucher kommen nicht unbedingt für ein austauschbares Volksfest.
Sie kommen für etwas, das sie nur hier erleben können.
Genau darin liegt die Stärke solcher regionalen Traditionen.


