đ° Genehmigung und Zeitplan Nach jahrelangem Ringen ist der nächste sicherheitsrelevante LĂźckenschluss im Lausitzer Radwegenetz in Sicht: Die Landesdirektion hat den Bau eines kombinierten Geh- und Radwegs entlang der stark befahrenen StaatsstraĂe S109 vom Malschwitzer Ortsteil DoberschĂźtz bis zur B156 genehmigt. Die Planunterlagen sollen am Freitag, 27. März 2026, offiziell in DoberschĂźtz Ăźbergeben werden. Laut BĂźrgermeister Matthias Seidel kĂśnnte der Bau im Jahr 2027 beginnen.
đŚ Hintergrund und Sicherheitslage Die MaĂnahme wurde seit Jahren eingefordert, weil Radler und FuĂgänger bislang auf die Fahrbahn ausweichen mĂźssen â ein ausgewiesener Unfallschwerpunkt. Als ZwischenlĂśsung gilt in der Ortsdurchfahrt DoberschĂźtz seit 2024 Tempo 30; die Beschränkung wurde ausdrĂźcklich bis zur Fertigstellung eines kombinierten FuĂ- und Radwegs angeordnet. Das unterstreicht den sicherheitspolitischen Druck, den das Projekt seit Langem erzeugt.
đŁď¸ Projektumfang Kern des Vorhabens ist ein straĂenbegleitender Weg an der S109 zwischen DoberschĂźtz und der EinmĂźndung zur B156 nĂśrdlich von Bautzen.
đ Verfahren und Meilenstein Mit dem nun erteilten Baurecht ist das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen; die formale Ăbergabe der Pläne am 27. März 2026 markiert den administrativen Start fĂźr Ausschreibung und Bauvorbereitung.
đ§ Nächste Schritte Die Kommune rechnet â vorbehaltlich zĂźgiger Vergabe und Finanzierung â mit einem Baubeginn im Jahr 2027. Der Weg von der Genehmigung zur Baustelle umfasst nun:
- Formale Ăbergabe der Pläne am 27. März 2026
- Ausschreibung und Vergabe
- Klärung der Finanzierung
- MĂśglicher Baubeginn 2027
âď¸ Umsetzungspflicht Die Genehmigung ist ein wichtiger Schritt, sie ersetzt jedoch nicht die Pflicht zu konsequenter Umsetzung in Zeit und Budget. Verlässliche Prozesse in Ausschreibung, Finanzierung und BauausfĂźhrung bleiben entscheidend.
đ Bewertung und Ausblick Die Entscheidung ist ein Ăźberfälliger Fortschritt fĂźr Verkehrssicherheit und Alltagsmobilität im Raum Malschwitz. Elf Jahre Verfahrensdauer sind gleichwohl ein mahnendes Signal: Infrastrukturprojekte dieser GrĂśĂenordnung brauchen straffere Abläufe und klare Prioritäten. Jetzt zählt Verlässlichkeit â transparente Ausschreibung, solide Finanzierung und termingerechte BauausfĂźhrung. Nur dann wird aus der Genehmigung rasch ein nutzbarer Radweg, der Unfälle vermeidet und die Region verkehrlich stärkt.
đ¨ď¸ Kommentar der Redaktion Elf Jahre bis zur Genehmigung eines Radwegs sind ein Offenbarungseid bĂźrokratischer Trägheit. Sicherheit duldet keinen Aufschub, und wer Verantwortung trägt, muss jetzt liefern â ohne AusflĂźchte, ohne VerzĂśgerungen. Ausschreibung, Finanzierung und Bau sind zĂźgig, transparent und im zugesagten Rahmen abzuwickeln. Jede weitere Hängepartie wäre ein Schlag ins Gesicht der BĂźrger, die einem Unfallschwerpunkt ausgesetzt sind. Dieses Projekt ist PrĂźfstein fĂźr Handlungsfähigkeit vor Ort. Wer scheitert, soll es erklären â und Platz machen fĂźr diejenigen, die es kĂśnnen.
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