đ Ursache weiter unklar Im Naturschutz-Tierpark Görlitz herrscht ErnĂŒchterung: Die Todesursache der im Herbst verendeten Panda-Zwillinge ist weiterhin nicht abschlieĂend geklĂ€rt. Bei einem der beiden Jungtiere wurde eine Virusinfektion festgestellt, beim zweiten laufen die Untersuchungen noch. Die Tiere starben rund fĂŒnf Monate nach ihrer Geburt. Zugleich blickt der Tierpark vorsichtig nach vorn: Bereits im Juni könnte es erneut Nachwuchs geben. Stand der Informationen: 21. Januar 2026.
đ§Ș Stand der Untersuchungen Der nachgewiesene Virusbefund bei einem Zwilling liefert einen ersten Ansatz, ersetzt jedoch keine vollstĂ€ndige UrsachenklĂ€rung. FĂŒr das zweite Tier stehen Ergebnisse noch aus. Im Mittelpunkt der fachlichen Aufarbeitung stehen eine prĂ€zise veterinĂ€rmedizinische Auswertung und die Einordnung, ob der Befund art- oder haltungsrelevant sein könnte.
đŸ Hintergrund zu Sherub und Tashima Es handelt sich um Rote Pandas (KatzenbĂ€ren). Die Zwillinge Sherub und Tashima kamen am 1. Juni 2025 zur Welt und wurden im SpĂ€tsommer und FrĂŒhherbst wiederholt der Ăffentlichkeit gezeigt â ein seltener Zuchterfolg, der ĂŒberregional Beachtung fand. Umso schwerer wiegt der Verlust, der nun fachlich aufgearbeitet werden muss.
đ Inventur des Bestands Der Tierpark hat seine jĂ€hrliche Inventur abgeschlossen: Aktuell leben 707 Tiere aus 83 Arten in Görlitz â rund 30 weniger als im Vorjahr. Zu den VerĂ€nderungen zĂ€hlen:
- Zwergseidenaffen verlieĂen die Anlage in Richtung Eberswalde.
- Angler-Sattelschweine wurden durch Husumer Protestschweine ersetzt.
- Der Gelbbrust-Ara âFriedaâ fand in Zittau eine Artgenossin.
đ„ Besucherzahlen und Resonanz Trotz eines leichten RĂŒckgangs behauptete sich die Einrichtung: 163.400 GĂ€ste kamen 2025, lediglich 1.300 weniger als 2024. Etwa 30 Prozent der Besucher reisten aus dem Nachbarland Polen an. Die Zahlen unterstreichen die regionale Bedeutung und die grenzĂŒberschreitende Ausstrahlung des Tierparks.
đŒ Vorsichtiger Ausblick Kuratorin Catrin Hammer blickt zuversichtlich auf das Panda-Gehege und die Chance auf neuen Nachwuchs im FrĂŒhsommer. Bereits im Juni könnte es so weit sein â der Wunsch nach einem erneuten Zuchterfolg ist groĂ, die Erwartungen bleiben jedoch bewusst gedĂ€mpft.
đ Transparenz und Konsequenzen FĂŒr den Tierpark sind nun zwei Dinge entscheidend: vollstĂ€ndige AufklĂ€rung und transparente Kommunikation. Eine sorgfĂ€ltige veterinĂ€rmedizinische Auswertung, einschlieĂlich der Frage, ob die festgestellte Virusinfektion art- oder haltungsrelevant ist, dient dem Tierwohl ebenso wie dem Vertrauen von Besuchern und Förderern. Erst wenn die Untersuchungsergebnisse vorliegen und konsequente Schlussfolgerungen gezogen sind, lĂ€sst sich ein erneuter Zuchterfolg guten Gewissens feiern.
đšïž Kommentar der Redaktion Erste Pflicht ist AufklĂ€rung, nicht Beruhigung. Der Tierpark muss Befunde vollstĂ€ndig und verstĂ€ndlich offenlegen, bevor neue Hoffnungen befeuert werden. Wer öffentliche Aufmerksamkeit und UnterstĂŒtzung genieĂt, schuldet belastbare Antworten und klare Konsequenzen. Ein erneuter Zuchterfolg ist nur dann verantwortbar, wenn die Ursachen transparent geklĂ€rt sind. MaĂstab bleiben Tierwohl, Disziplin und fachliche Strenge.


