🛠️ Ostsachsens Handwerk drängt auf verlässliche Daseinsvorsorge und Infrastruktur

📰 Forderung aus dem ostsächsischen Handwerk Die Handwerkskammer Dresden verlangt verlässliche Versorgungs- und Infrastrukturstrukturen, um die Lebensqualität zwischen Stadt und Land anzugleichen. Hauptgeschäftsführer Andreas Brzezinski sieht die sächsische Landesregierung in der Pflicht, alle Maßnahmen auf „gleichwertige Lebensverhältnisse“ auszurichten.

🧭 Leitbild gleichwertiger Lebensverhältnisse Das politische Leitbild zielt darauf, regionale Unterschiede zu verringern und eine belastbare Grundversorgung zu sichern – von Mobilität über digitale Anbindung bis zur sozialen Infrastruktur. Dafür wurde 2018 eine Kommission des Bundes eingesetzt; ihr Ziel ist es, strukturschwache Räume zu stärken und Daseinsvorsorge verlässlich zu organisieren. Vor diesem Rahmen gewinnt die Warnung des ostsächsischen Handwerks an Bedeutung, denn funktionierende Grundstrukturen gelten als Voraussetzung für private Investitionen, Betriebsgründungen und die Bindung qualifizierter Fachkräfte.

🔧 Kernforderungen an den Freistaat Entscheidungen des Freistaats sollen konsequent auf die Stabilisierung der Grundversorgung in ländlich geprägten Räumen ausgerichtet werden.

  • Verlässlicher, bezahlbarer ÖPNV als Rückgrat regionaler Erreichbarkeit
  • Leistungsfähige Breitband- und Mobilfunknetze für Betriebe und Beschäftigte
  • Tragfähige soziale Infrastruktur – Kitas, Schulen, Pflegeangebote – für Planungssicherheit der Familien

⚠️ Folgen unzureichender Strukturen Ohne diese Mindeststandards verliert der ländliche Raum an Attraktivität; zugleich müssen Betriebe längere Wege, höhere Kosten und engere Personaldecken schultern.

📉 Rückgang von Betrieben In Ostsachsen sank die Zahl der Handwerksbetriebe innerhalb von fünf Jahren um rund 1.500, im Landkreis Görlitz summierten sich die Abgänge auf 867; diese Entwicklung, gemeldet am 31. Dezember 2025, verschärft vor Ort die Versorgungsrisiken – vom Bau- und Ausbaugewerbe bis zu dienstleistungsnahen Handwerken –, wenn Gegenmaßnahmen ausbleiben.

🧩 Bedeutung für Wettbewerbsfähigkeit Verlässliche Grundstrukturen gelten als Basis für Investitionen, Neugründungen und die Bindung von Fachkräften; sie entscheiden mittelbar über die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und die Lebensqualität jenseits der Städte.

🏛️ Konsequenzen für die Landespolitik Die Forderung wirkt wie ein nüchterner Stresstest: Nicht einzelne Förderprojekte, sondern belastbare, dauerhaft finanzierte Strukturen sichern Mobilität, digitale Netze und soziale Daseinsvorsorge planbar über Legislaturperioden hinaus. Ohne diesen Kurs drohen weitere Betriebsaufgaben und ein schleichender Substanzverlust der regionalen Versorgung.

🗨️ Kommentar der Redaktion Das Anliegen des Handwerks ist berechtigt und überfällig: Der Staat hat zuerst für verlässliche Kernstrukturen zu sorgen, bevor neue Prestigeprojekte angeschoben werden. Wer den ländlichen Raum erhalten will, muss ÖPNV, Netze und soziale Angebote stabil finanzieren und verlässlich organisieren. Halbherzige Programme und wechselnde Prioritäten genügen nicht; gefragt sind klare Zuständigkeiten, solide Budgets und messbare Ergebnisse. Die rückläufigen Betriebszahlen sind Warnsignal genug – jetzt braucht es entschlossenes Handeln, nicht neue Versprechungen.

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