🏭 Handwerkskammer pocht auf verlässliche Daseinsvorsorge in Ostsachsen

📰 Handwerk fordert verlässliche Grundversorgung Das ostsächsische Handwerk verlangt von der Landespolitik belastbare Zusagen für die Daseinsvorsorge im ländlichen Raum. Der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden, Andreas Brzezinski, fordert gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land und sieht die Staatsregierung in der Pflicht.

📉 Rückgang von Betrieben verschärft die Lage In den vergangenen fünf Jahren sank die Zahl der Handwerksunternehmen in Ostsachsen um rund 1.500, davon allein 867 im Landkreis Görlitz. Dieser spürbare Rückgang erhöht den Handlungsdruck in der Region.

⚖️ Gleichwertigkeit als Leitlinie Stabile Versorgungsstrukturen sind elementar für mittelständische Wertschöpfung: Sie entscheiden darüber, ob Fachkräfte bleiben, Nachwuchs ausgebildet wird und Betriebe investieren. Fehlt Verlässlichkeit, verlieren Handwerksunternehmen Zeit, Personal und Aufträge und orientieren sich perspektivisch in zentralere Räume. Die geforderte Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zielt auf Planbarkeit für Unternehmer und Familien.

🔧 Drei Stellschrauben im Fokus Konkret nennt die Handwerkskammer drei Bereiche, an denen die Politik gezielt ansetzen soll:

  • Gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr, der Arbeitsplätze, Schulen und Berufsschulen zuverlässig anbindet.
  • Leistungsfähiges, flächendeckendes Breitband für digitale Arbeit, Abrechnung und Kundenkontakt.
  • Tragfähige soziale Infrastruktur, insbesondere Angebote für Familien, um Fachkräfte zu halten.

🏛️ Politik in der Pflicht Sämtliche politischen Maßnahmen müssten auf diese Ziele ausgerichtet werden, so Brzezinski. Die Erwartung: Planungssicherheit für Betriebe und Familien durch verlässliche Strukturen.

⏱️ Prioritäten und Finanzierungssicherheit Gefordert sind klare Prioritäten, zügige Umsetzung und Finanzierungssicherheit über Legislaturperioden hinweg. Nur mit langfristiger Verlässlichkeit lassen sich Investitionen und Ausbildung stabil in der Fläche halten.

⚠️ Warnung vor weiterem Substanzverlust Ohne verlässliche Daseinsvorsorge droht Ostsachsen weiter an wirtschaftlicher Substanz zu verlieren. Die Staatsregierung muss zeigen, dass sie das ländliche Rückgrat der sächsischen Wirtschaft nicht nur rhetorisch, sondern praktisch stärkt.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die Botschaft ist unmissverständlich: Erst die verlässliche Daseinsvorsorge, dann alles andere. Wer den ländlichen Raum stärken will, muss Nahverkehr, Breitband und soziale Infrastruktur konsequent priorisieren und dauerhaft finanzieren. Ankündigungen genügen nicht; die Staatsregierung wird am Ergebnis gemessen, nicht an Absichtserklärungen. Finanzierungssicherheit über Legislaturperioden ist Pflicht gegenüber Betrieben, Beschäftigten und Familien. Jede weitere Verzögerung beschleunigt den Substanzverlust und untergräbt das Vertrauen in die Handlungsfähigkeit des Staates.

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