🗓️ Überblick: Am 27. Dezember 2025 laden mehrere Städte in der Lausitz und Ostsachsen zu kompakten Rückkehrer- und Karrieretagen ein. In Zittau, Weißwasser und Cottbus, flankiert von Angeboten in Ebersbach-Neugersdorf und Herzberg, richten sich Job- und Beratungsformate ausdrücklich an ehemalige Einwohnerinnen und Einwohner, die eine Rückkehr erwägen. Der gemeinsame Nenner: regionale Unternehmen suchen dringend qualifizierte Verstärkung.
🧭 Hintergrund: Die Region setzt in Zeiten angespannter Fachkräftelage verstärkt auf heimatverbundene Talente. Wer Familie, Netzwerk und Ortskenntnis mitbringt, findet kürzere Ankommenswege in Arbeit und Alltag. Kommunale Rückkehrerinitiativen bündeln diese Nachfrage und verbinden sie mit Beratung zu Ausbildung, Gründung und Nachfolge. Das ist ordnungspolitisch nüchtern, arbeitsmarktlich sinnvoll und ein realitätsnaher Gegenentwurf zu teuren, breit gestreuten Werbekampagnen. Dass Betriebe händeringend Fachkräfte suchen, unterstreicht die Zielrichtung.
📍 Zittau: Zwischen 10 und 13 Uhr startet der Rückkehrer- und Karrieretag im Foyer des Gerhart-Hauptmann-Theaters. Knapp 20 Arbeitgeber stellen sich vor, darunter das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Havlat Präzisionstechnik und Palfinger. Die Handwerkskammer Dresden informiert zu Unternehmensnachfolge und -gründung.
🧊 Weißwasser: Von 13 bis 16 Uhr wirbt die Stadt in der Eisarena mit einem Rückkehrer- und Karrieretag um Fachkräfte.
🎄 Cottbus: Von 13 bis 17 Uhr lockt der Altmarkt mit dem „Weihnachtsmarkt der 1.000 Jobs“ und macht vielfältige Angebote sichtbar.
🤝 Flankierende Angebote: Parallel unterstützt Herzberg mit Beratung für Zuzug oder Rückkehr durch Comeback Elbe-Elster. Auch Ebersbach-Neugersdorf flankiert den Tag mit begleitenden Angeboten.
📈 Einordnung: Die Rückkehrerformate verbinden konkrete betriebliche Nachfrage nach Fachkräften mit einem passgenauen Angebot an Menschen, die der Region verbunden sind. Der Ansatz setzt auf Nähe statt Streuverlusten und verspricht schnellere Übergänge in Beschäftigung und Alltag.
✅ Fazit: Die Rückkehrtage sind kein Allheilmittel, aber ein pragmatischer Schritt. Wer Abwanderung dämpfen und Wertschöpfung vor Ort halten will, sollte zuerst jene ansprechen, die der Region verbunden sind. Entscheidend ist, dass auf die Einladung verlässliche Rahmenbedingungen folgen – planbare Infrastruktur, bezahlbarer Wohnraum, verlässliche Schulen und Kitas sowie eine Verwaltung, die Gründungen und Nachfolgen zügig begleitet. Nur dann wird aus dem Kontakt am Messestand eine dauerhafte Entscheidung für die Lausitz.
🗨️ Kommentar der Redaktion: Rückkehrertage sind richtig, weil sie das Naheliegende tun: zuerst mit den eigenen Leuten sprechen. Entscheidend ist jetzt das Pflichtprogramm des Staates und der Kommunen – weniger PR, mehr Verlässlichkeit bei Infrastruktur, Wohnen, Schulen und Kitas sowie schneller Verwaltung. Wer hier zaudert, verspielt Vertrauen und lässt Chancen liegen. Heimat entsteht nicht durch Kampagnen, sondern durch Ordnung, Sicherheit und Planbarkeit. Der Maßstab ist einfach: Wer morgen arbeiten und Familie leben will, braucht heute klare Rahmenbedingungen.


