🎄 Advent in Görlitz wird teurer In Görlitz wird die Adventsstimmung teurer: Auf dem Schlesischen Christkindelmarkt und rund um die Eislaufbahn steigen die Preise als Reaktion auf deutlich höhere Veranstalterkosten. Der Christkindelmarkt läuft vom 28. November bis 14. Dezember 2025, die Eislaufbahn auf dem Obermarkt ist bis zum 4. Januar 2026 in Betrieb.
📈 Kostenanstieg im Hintergrund Nach einem Branchenüberblick sind die Aufwendungen für Weihnachtsmärkte in den vergangenen drei Jahren massiv gestiegen, eine bundesweite Umfrage nennt rund 44 Prozent Mehrbelastung. Betroffen sind typische Posten wie Material, Energie, Personal, Sicherheit und Logistik – mit unmittelbaren Folgen für die Kalkulation vor Ort.
🛠️ Reaktion der Veranstalter Der städtische Kulturservice in Görlitz reagiert mit moderaten, aber spürbaren Anpassungen sowohl bei besucherrelevanten Preisen als auch bei Konditionen für Anbieter. Ziel ist es, das Angebot stabil zu halten, ohne Qualitäts- und Sicherheitsstandards zu unterlaufen.
⛸️ Eislaufbahn Tarife im Überblick Die konkretesten Auswirkungen spüren Besucher an der Eislaufbahn auf dem Obermarkt. Für eine Eiszeit gelten während des Christkindelmarkts sowie darüber hinaus bis zum 4. Januar 2026 folgende Tarife; zusätzlich werden Mehrfach- und Saisonkarten angeboten.
- Kinder und Jugendliche (4–17 Jahre): 4 Euro werktags, 5 Euro am Wochenende
- Erwachsene: 6,50 Euro werktags, 8 Euro am Wochenende
- Familienkarte (zwei Erwachsene, zwei Kinder): 19 Euro werktags, 24 Euro am Wochenende
🍽️ Höhere Standgebühren im Gastrobereich Auch jenseits des Eises verteuern sich die Rahmenbedingungen: Die Gebühren für gastronomische Stände werden angehoben. Veranstalter und Aussteller müssen damit höhere Fixkosten schultern – ein Kostendruck, der sich je nach Anbieter in den Endpreisen für Speisen und Getränke niederschlagen kann. Zugleich betonen die Organisatoren, den familienfreundlichen Charakter und die Programmvielfalt zu wahren.
🧭 Fazit und Einordnung Görlitz steht exemplarisch für einen bundesweiten Trend: Adventsmärkte geraten über alle Kostenstellen unter Druck und geben einen Teil davon an Besucher und Beschicker weiter. Der Christkindelmarkt reagiert mit begrenzten Preisaufschlägen, ohne am Profil zu rütteln. Wer Verlässlichkeit, Sicherheit und Qualität will, muss sie finanzieren. Für Gäste heißt das, Mehrkosten einzuplanen – für die Stadt, Transparenz zu wahren und Maß zu halten.
🗨️ Kommentar der Redaktion Preissteigerungen sind in Zeiten stark gestiegener Veranstalterkosten unvermeidlich, doch sie dürfen nicht zur neuen Bequemlichkeit werden. Der Kulturservice handelt richtig, wenn er Maß hält und zugleich Standards schützt. Entscheidend ist nun konsequente Transparenz bei Gebühren und Ticketpreisen, damit Akzeptanz nicht verspielt wird. Anbieter sollten Kostendisziplin wahren, statt jede Erhöhung voll durchzureichen. Familienfreundlichkeit und Sicherheit sind nicht verhandelbar; ihre Finanzierung muss klar begründet und kontrolliert bleiben.


