đď¸ Auftakt der Kampagne Zittau wirbt mit der neuen Imagekampagne unter dem Motto âZittau. Dein Platz zum Bleibenâ. OberbĂźrgermeister Thomas Zenker und Susanne Mannschott, GeschäftsfĂźhrerin der Zittauer Stadtentwicklungsgesellschaft, haben das Vorhaben vorgestellt, das die Stärken der Stadt deutlicher herausstellen soll. Hintergrund ist die angespannte Lage in der Innenstadt: Leerstand und Probleme im Einzelhandel belasten das Stadtbild. Als zentrale Pluspunkte rĂźckt die Kampagne bezahlbare Mieten und eine solide Kita-Infrastruktur in den Mittelpunkt.
đ§ Strategischer Rahmen Die Initiative ist Teil einer länger angelegten Strategie. Bereits im Juni 2025 schrieb die Stadt die Erarbeitung und Umsetzung einer professionellen Imagekampagne aus, um insbesondere leerstehende erdgeschossige Gewerbeflächen sichtbar zu machen und neue Nachfrage zu erzeugen. Finanziell und strategisch ist das Vorhaben im Bundesprogramm âZukunftsfähige Innenstädte und Zentrenâ verankert. Ziel ist es, die Innenstadt als Ort zum Leben, Arbeiten und Investieren zu positionieren â vor dem Hintergrund von demografischem Wandel, Strukturveränderungen und seit Jahren zunehmenden Leerständen.
đŻ Zielgruppen und Botschaft Die nun gestartete Kampagne setzt bewusst auf eine nĂźchterne Botschaft: Wer Ăźber RĂźckkehr oder Zuzug nachdenkt, soll in Zittau verlässliche Rahmenbedingungen finden. Dazu zählen geringere Wohnkosten als in den GroĂstädten sowie ein engmaschiges Betreuungsangebot fĂźr Kinder. Beworben werden vor allem Pendler und Weggezogene, die andernorts zwar mehr Auswahl, aber auch hĂśhere Lebenshaltungskosten kennen.
đŁ Kommunikation und Zusammenarbeit Die Stadt will ihre Stärken offensiv auch auĂerhalb der Region kommunizieren, um qualifizierte Arbeitskräfte und junge Familien anzusprechen. Präsentiert wurde die Kampagne gemeinsam von OberbĂźrgermeister Zenker und Stadtentwicklerin Mannschott â ein sichtbares Signal, dass Marketing und Stadtentwicklung an einem Strang ziehen.
đ§Š Kernangebote im Ăberblick Die Kampagne bĂźndelt ihre Schwerpunkte in klaren Versprechen, die unmittelbar an Alltagsentscheidungen von RĂźckkehrern und Zuziehenden anknĂźpfen.
- Bezahlbare Mieten im Vergleich zu GroĂstädten.
- Verlässliche Kita- und Betreuungsinfrastruktur.
- Sichtbarmachung leerstehender Erdgeschossflächen zur Belebung der Innenstadt.
- Gezielte Ansprache von Pendlern, Weggezogenen, Fachkräften und jungen Familien.
- Positionierung der Innenstadt als Ort zum Leben, Arbeiten und Investieren.
đŚ Grenzen der Standortwerbung Standortmarketing kann strukturelle Probleme nicht allein lĂśsen. Es kann jedoch Nachfrage bĂźndeln und positive Entwicklungen anstoĂen, indem es vorhandene Potenziale sichtbar macht und Entscheidungen fĂźr den Standort erleichtert. Entscheidend bleibt, dass der kommunikative Impuls auf reale, belastbare Angebote trifft.
đ Erfolgskriterien Ob die Botschaft trägt, wird sich an konkreten Perspektiven zeigen: an belastbaren Jobangeboten, einem attraktiven und verfĂźgbaren Wohnungsbestand sowie einer funktionsfähigen, lebendigen Innenstadt. Erst wenn diese Faktoren zusammenwirken, kann aus Aufmerksamkeit eine nachhaltige Entscheidung fĂźr Zittau werden.
đ Ausblick Die Offensive ist ein pragmatischer Schritt auf dem Weg, die Innenstadt wieder als Lebens- und Wirtschaftsraum zu stärken. Daran wird sich messen lassen, ob Zittau fĂźr Heimkehrer tatsächlich zum âPlatz zum Bleibenâ wird â und ob aus Imagearbeit belastbare Stadtentwicklung erwächst.
đ¨ď¸ Kommentar der Redaktion Die Kampagne ist richtig, aber sie bleibt Mittel zum Zweck. Ohne belastbare Jobangebote, attraktiven Wohnraum und eine funktionierende Innenstadt bleibt der Slogan Dekoration. Standortwerbung darf Erwartungen wecken, sie muss aber mit Substanz hinterlegt sein. Positiv ist, dass Stadtentwicklung und Marketing sichtbar zusammenarbeiten. Jetzt zählt Umsetzung mit klaren Prioritäten. Am Ende entscheiden Taten, nicht Schlagworte.


