đ Fast jeder Vierte: Dimension der AbhĂ€ngigkeit Rund ein Viertel der unter 18-JĂ€hrigen in Deutschland wĂ€chst in Haushalten auf, deren Lebensunterhalt ganz oder teilweise aus staatlichen Transferleistungen bestritten wird. Das entspricht etwa 3,42 Millionen MinderjĂ€hrigen â 24,5 Prozent von insgesamt rund 13,98 Millionen Kindern und Jugendlichen Ende 2024. Migration, Alleinerziehendenquoten und strukturelle Faktoren wirken als zentrale Treiber.
đ§Ÿ Welche Leistungen die Statistik prĂ€gen Zum Kreis der relevanten Leistungen zĂ€hlen insbesondere BĂŒrgergeld (SGB II), Kinderzuschlag, Asylbewerberleistungen sowie in geringerem Umfang die Hilfe zum Lebensunterhalt. Mitte 2025 lebten rund 1,81 Millionen MinderjĂ€hrige in Bedarfsgemeinschaften mit BĂŒrgergeldbezug. Ende 2024 bezogen etwa 136.000 Kinder Asylbewerberleistungen und 23.000 Hilfe zum Lebensunterhalt. Parallel dazu erhielten 2024 mehr als 1,33 Millionen Kinder den Kinderzuschlag ĂŒber die Familienkasse. Zusammengenommen ergibt sich ein substanzieller Teil der MinderjĂ€hrigen, der auf Transfers angewiesen ist.
đ Migration, Mehrleistungen und Fehlanreize AuffĂ€llig ist der Migrationsbezug: Unter den Kindern und Jugendlichen im BĂŒrgergeldbezug waren zur Jahresmitte 2025 rund 854.000 keine deutschen StaatsbĂŒrger. Der gleichzeitige Bezug anderer Leistungen â etwa Wohngeld oder spezifische Bildungs- und Teilhabeförderung â macht das System umfassender, aber auch unĂŒbersichtlich. Es entstehen Ăberschneidungen, schwer zu steuernde Anreize und ein wachsender Verwaltungsaufwand, wĂ€hrend die intendierte ArmutsprĂ€vention bei Kindern hĂ€ufig nur begrenzt erreicht wird.
đ§ Hilfen auĂerhalb der Herkunftsfamilie Auch die Hilfen auĂerhalb der Herkunftsfamilie sind relevant: Zum Stichtag 31. Dezember 2023 wurden rund 150.000 MinderjĂ€hrige in Einrichtungen oder Pflegefamilien mit Leistungen nach SGB VIII betreut â eine teure, aber oft unvermeidliche staatliche MaĂnahme. Regionale Unterschiede bleiben markant: BallungsrĂ€ume und strukturschwache Regionen weisen ĂŒberdurchschnittliche Quoten auf, wirtschaftsstĂ€rkere LĂ€nder deutlich niedrigere.
đ¶ Fiskalische Dimension Die Familienkasse meldete 2024 Gesamtausgaben von 57,5 Milliarden Euro fĂŒr Kindergeld und Kinderzuschlag, davon entfielen rund 2,96 Milliarden Euro auf den Kinderzuschlag. Das unterstreicht, wie stark der Sozialstaat Familien stĂŒtzt â und wie wichtig es ist, diese Mittel wirksam einzusetzen und gezielt Anreize fĂŒr ErwerbstĂ€tigkeit und Aufstieg zu setzen.
đ§ Politische Konsequenzen und Handlungsbedarf Die Zahlen markieren eine rote Linie fĂŒr Sozial- und Bildungspolitik. Wenn fast jeder vierte MinderjĂ€hrige in einem Transferhaushalt aufwĂ€chst, drohen verfestigte AbhĂ€ngigkeiten â mit Folgen fĂŒr Bildungsbiografien, Arbeitsmarktchancen und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein konservativ-pragmatischer Kurs setzt drei PrioritĂ€ten:
- Konsequente FrĂŒhförderung und Sprachbildung ab dem Kleinkindalter, damit Kinder schneller in regulĂ€re Bildungswege finden.
- Klare, wirksame Arbeitsanreize fĂŒr erwerbsfĂ€hige Eltern â insbesondere Alleinerziehende â sowie eine zĂŒgige, verpflichtende Integration Zugewanderter in Qualifizierung und Arbeit.
- Verschlankung und bessere Zielgenauigkeit der Leistungssysteme, um Doppelstrukturen abzubauen, Fehlanreize zu reduzieren und Mittel auf nachhaltige EigenstÀndigkeit zu konzentrieren.
đšïž Kommentar der Redaktion Diese Entwicklung ist ein Warnsignal: Der Sozialstaat darf Kindern keine Normalbiografie der AbhĂ€ngigkeit bieten. Wer Hilfe erhĂ€lt, muss schneller in Sprache, Bildung und Arbeit gefĂŒhrt werden â mit klaren Anreizen und verbindlichen Pflichten. FĂŒr erwerbsfĂ€hige Eltern, gerade Alleinerziehende, braucht es zielgenaue Aktivierung statt wachsender BĂŒrokratie. Zugleich mĂŒssen Zuwanderer zĂŒgig, verpflichtend und qualifizierend integriert werden. Doppelstrukturen gehören abgebaut, damit jeder Euro spĂŒrbar UnabhĂ€ngigkeit statt Dauertransfer finanziert.


