DAS NEUSTE

🏭 Nur drei Länder teurer als Deutschland: Arbeitskosten treiben Industrie in die Krise

Köln. Deutschlands Industrie steht am Abgrund – nicht nur wegen der Energiepreise, sondern vor allem wegen der explodierenden Arbeitskosten. Laut einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) liegen die Lohnstückkosten 22 Prozent über dem Schnitt von 27 Industriestaaten. Nur Lettland, Estland und Kroatien sind teurer. Ökonomen warnen: Ohne tiefgreifende Reformen droht eine schleichende Deindustrialisierung.


📉 Lohnkosten als Standortfalle

  • 2024 zahlten deutsche Unternehmen 15 % mehr als im Euro-Ausland.
  • Die hohe Produktivität (Platz 7 unter 27 Ländern) kann die Mehrkosten nicht ausgleichen.
  • In den USA sind die Arbeitskosten niedriger – bei gleichzeitig höherer Produktivität.
  • Seit 2018 stiegen die Lohnstückkosten hierzulande um 18 %, die Bruttowertschöpfung aber nur um 3 %.

👉 Ergebnis: Deutsche Produkte werden unattraktiver, die Konkurrenz – insbesondere aus China – übernimmt Marktanteile.


⚡ Energie und Demografie als Brandbeschleuniger

Neben Löhnen belasten Strompreise und Energiewende-Kosten die Industrie massiv. Besonders energieintensive Branchen wie Stahl, Chemie oder Glas verlagern ihre Produktion zunehmend ins Ausland.
DIHK-Präsident Peter Adrian warnt: „Energieintensive Unternehmen verlagern ihre Produktion und damit Arbeitsplätze schon jetzt verstärkt ins Ausland.“

Dazu kommt der Fachkräftemangel: weniger Arbeitskräfte bedeuten steigende Löhne – ein Teufelskreis, der die Standortkosten weiter treibt.


📝 Fazit

Deutschlands Industrie droht die Luft auszugehen. Hohe Arbeits- und Energiekosten fressen die Wettbewerbsfähigkeit auf. Wenn die Bundesregierung nicht endlich die Sozialsysteme reformiert, Lohnnebenkosten senkt und die Energieversorgung verlässlich sichert, rutscht der Standort noch tiefer in die Krise.


🖊️ Kommentar der Redaktion

Die Politik redet seit Jahren von „Standortstärkung“, liefert aber immer neue Belastungen: hohe Energiepreise, überbordende Bürokratie, steigende Sozialabgaben. Deutschland wird zum Hochpreisland – und wundert sich, dass die Industrie abwandert. Wer Arbeitsplätze sichern will, muss handeln – nicht mit warmen Worten, sondern mit konsequenten Strukturreformen.

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