📰 Beschluss zur Motivauswahl: Die Europäische Zentralbank treibt die Neugestaltung der Euro‑Banknoten voran. Am 31. Januar 2025 hat der EZB‑Rat eine engere Motivauswahl beschlossen, die alle Bürger im Euroraum betreffen wird: Entweder rücken europäische Kulturstätten samt bedeutender Persönlichkeiten in den Fokus – oder Naturmotive aus „Flüsse und Vögel“. Der Start neuer Scheine liegt dennoch nicht unmittelbar bevor; bis zur tatsächlichen Ausgabe werden nach finalem Designbeschluss mehrere Jahre vergehen. Für Verbraucher heißt das: Ruhe bewahren, der Übergang wird schrittweise erfolgen.
🗳️ Öffentliche Einbindung und Erwartungsmanagement: Die EZB bezieht bei der Neugestaltung nicht nur Fachgremien, sondern ausdrücklich die Öffentlichkeit ein. Mehr als 365.000 Bürgerinnen und Bürger aus dem Euroraum haben bereits in Umfragen und Fokusgruppen ihre Präferenzen geäußert – ein Signal, dass die Währungsgestaltung gesellschaftliche Akzeptanz sucht. Kritisch bleibt gleichwohl: Beteiligung ersetzt nicht die Pflicht zur klaren Kommunikation über Zeitplan, Kosten und konkrete Folgen für Handel, Banken und Bürger.
🖼️ Zwei Motivstränge im Fokus: Konkret hat die EZB zwei Motivstränge vorstrukturiert. Beim Strang „Europäische Kultur: Gemeinsame Kulturstätten“ stünden auf den Vorderseiten zentrale Orte europäischer Kultur sowie herausragende Persönlichkeiten im Mittelpunkt. Der alternative Strang „Flüsse und Vögel: Stark durch Vielfalt“ setzt auf Natur- und Artenvielfalt; bei diesem Konzept wären auf den Rückseiten europäische Institutionen vorgesehen.
🗓️ Fahrplan bis zur Ausgabe: 2025 soll ein Gestaltungswettbewerb laufen, auf dessen Basis der EZB‑Rat 2026 die endgültigen Motive auswählt. Erst wenn Designs und Herstellungsverfahren feststehen, beginnt die mehrjährige Produktions- und Einführungsphase. Der Übergang erfolgt damit prozessual und gestaffelt.
🔐 Sicherheits- und Qualitätsmaßstab: Aus konservativer Sicht ist dabei entscheidend: ein strenger Sicherheits- und Qualitätsmaßstab, planbare Übergangsfristen für Handel und Automatenwirtschaft sowie eine nüchterne Kosten‑Nutzen‑Rechnung. Diese Prioritäten sollten den weiteren Prozess verbindlich leiten.
👛 Folgen für Verbraucher und Markt: Für Bürgerinnen und Bürger entsteht keine Eile; die bisherigen Scheine bleiben weiterhin verlässlich im Umlauf, während die EZB die nächste Banknotengeneration mit Augenmaß vorbereitet. Zugleich braucht es klare Informationen zu Zeitplan, Kosten und Umrüstungsaufwand, damit Handel, Banken und Automatenwirtschaft verlässlich planen können.
🧭 Einordnung und Ausblick: Die Neugestaltung der Euro‑Scheine ist mehr als eine kosmetische Übung; sie ist ein Test für die Handlungsfähigkeit der EZB zwischen Sicherheitsanforderungen, Identitätsstiftung und praktischer Alltagstauglichkeit. Der eingeschlagene Fahrplan – erst Wettbewerb, dann Ratsbeschluss, danach eine mehrjährige Umstellung – ist richtig, verlangt aber Transparenz über Kosten, Umrüstungsaufwand und Informationskampagnen.
🗨️ Kommentar der Redaktion: Die EZB sollte bei der Motivauswahl Pragmatismus vor Symbolik stellen und jede Spielwiese vermeiden, die Kosten treibt und Nutzen nicht belegt. Sicherheit, Qualität und ein reibungsloser Übergang sind wichtiger als ästhetische Experimente. Ohne frühzeitige, belastbare Kostentransparenz ist jede Entscheidung unvollständig. Motive, die den Euro einen, sind vorzuziehen – Polarisierung ist fehl am Platz. Der Zeitplan ist angemessen, doch jede Verzögerung bei der Kommunikation untergräbt Vertrauen.
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