DAS NEUSTE

💸 Sachsens Zoll deckt Schaden in Millionenhöhe auf – Schwerpunkt-Betriebe im Fokus

📰 Ernüchternde Bilanz in Sachsen Die Zahlen sind ernüchternd: In Sachsen summieren sich die Folgen von Schwarzarbeit erneut auf einen Millionenschaden. Der Zoll berichtet von intensiven Kontrollen und einer anhaltend hohen Zahl eingeleiteter Verfahren. Für ehrliche Unternehmen bedeutet das verzerrten Wettbewerb, für Beitrags- und Steuerzahler erhebliche Ausfälle – und für den Rechtsstaat die Pflicht, noch entschiedener durchzugreifen.

📊 Zahlen und Verfahren 2025 Laut den aktuellen sächsischen Zahlen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit wurden im Jahr 2025 rund 1.300 Arbeitgeber kontrolliert und knapp 18.300 Beschäftigte überprüft. Die Kontrollen konzentrierten sich vor allem auf das Baugewerbe, Gaststätten- und Beherbergungsbetriebe sowie Spedition und Logistik. Das Ergebnis: rund 3.800 eingeleitete Strafverfahren und etwa 1.400 Ordnungswidrigkeitenverfahren.

💶 Fiskaler Schaden durch ausbleibende Beiträge Aus den im Jahr 2025 abgeschlossenen Verfahren ergab sich ein Schaden von knapp 30,5 Millionen Euro – vor allem durch nicht oder zu niedrig abgeführte Sozialversicherungsbeiträge. Der fiskalische Verlust trifft die Solidarsysteme und belastet die Allgemeinheit.

📈 Vergleich zum Vorjahr Im Vorjahr 2024 lag die Schadenssumme bei rund 27,7 Millionen Euro. Der Anstieg unterstreicht: Trotz hoher Prüfintensität bleibt das Deliktsfeld groß – und der finanzielle Schaden erheblich.

🛃 Rolle der Finanzkontrolle Schwarzarbeit Zuständig für die Bekämpfung ist die beim Zoll angesiedelte Finanzkontrolle Schwarzarbeit. Sie prüft unter anderem die Einhaltung sozialversicherungsrechtlicher Meldepflichten, Mindestlohnvorgaben und Sofortmeldungen in besonders anfälligen Branchen – mit weitreichenden Kontroll- und Ermittlungsbefugnissen.

🧱 Branchen mit besonderem Risiko Im Fokus der Kontrollen stehen das Baugewerbe, Gaststätten- und Beherbergungsbetriebe sowie Spedition und Logistik. Diese Bereiche gelten als besonders anfällig; entsprechend werden dort auch Sofortmeldungen und Meldepflichten geprüft, um Regelverstöße zügig festzustellen.

⚖️ Belastung für die Soziale Marktwirtschaft Schwarzarbeit untergräbt die Soziale Marktwirtschaft, entzieht den Sozialkassen Beiträge, verschiebt Kosten auf die Allgemeinheit und benachteiligt regelkonforme Betriebe. Der dadurch entstehende Wettbewerbsnachteil für rechtskonform handelnde Unternehmen ist erheblich.

🛠 Konsequentes Vorgehen gefordert Die Botschaft ist klar: Wer ordnungsgemäß beschäftigt und abführt, darf nicht länger der Dumme sein. Nötig sind verlässliche Kontrolldichte, zügige Verfahren, konsequente Sanktionen und – wo angezeigt – Nachschärfungen im Ordnungsrahmen.

🖥 Risikobasierte Prüfungen und Digitaltools Gerade in risikoanfälligen Branchen sollten Prüfungen risikobasiert gebündelt und durch digitale Auswertungstools flankiert werden. So lässt sich der Verfolgungsdruck erhöhen, der faire Wettbewerb schützen und das Vertrauen der Beitrags- und Steuerzahler stärken.

🗨️ Kommentar der Redaktion Wer Regeln missachtet, darf keinen Vorteil daraus ziehen. Der Staat muss die Finanzkontrolle Schwarzarbeit personell und operativ so ausstatten, dass Verstöße zügig aufgedeckt und spürbar sanktioniert werden. Wo Lücken im Ordnungsrahmen bestehen, sind klare Nachschärfungen geboten – ohne Ausnahmen und ohne falsche Rücksicht. Rechtskonformes Wirtschaften ist die Grundlage der Sozialen Marktwirtschaft und verdient aktiven Schutz. Konsequenz, Tempo und Härte innerhalb des Rechts sind jetzt das Gebot der Stunde.

Quelle: Externe Quelle

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