🚧 IG Metall setzt Rhenus in Kamenz mit einstündigem Ausstand unter Druck

📰 Überblick In Kamenz hat die IG Metall am Mittwoch, 14. Januar 2026, die Belegschaften der Früh- und Spätschicht beim Logistikdienstleister Rhenus zu jeweils einstündigen Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Gefordert werden sieben Prozent mehr Entgelt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten für knapp 100 Beschäftigte. Der nächste Verhandlungstermin ist für Donnerstag, 15. Januar 2026, angesetzt.

🏭 Hintergrund Der Rhenus-Standort in Kamenz arbeitet nach Gewerkschaftsangaben ausschließlich für den Batterienhersteller Accumotive, eine hundertprozentige Tochter der Mercedes‑Benz AG. Um vertragliche Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen, war Rhenus zuletzt wieder in den Dreischichtbetrieb gewechselt – ein Hinweis auf hohe Auslastung und enge Zeitfenster in der Lieferkette.

⏱️ Ablauf und Umfang Der Ausstand ist als klar begrenztes Warnsignal in der laufenden Tarifrunde konzipiert: Betroffen sind Früh- und Spätschicht, jeweils für eine Stunde. Über weitergehende Maßnahmen wurde zunächst nichts bekannt; die Gewerkschaft setzt auf spürbaren, aber kontrollierten Druck vor der nächsten Verhandlungsrunde.

🔗 Einordnung für die Lieferkette Der kurze, gezielte Arbeitskampf erhöht den Handlungsdruck auf beide Seiten. In einem Umfeld mit Dreischichtbetrieb und eng getakteter Logistik kann schon eine begrenzte Unterbrechung die Priorität schneller Einigungen verdeutlichen.

🧭 Ausblick Vor dem angesetzten Termin am 15. Januar 2026 ist ein tragfähiger Kompromiss im Interesse von Unternehmen und Beschäftigten – planbar, wirtschaftlich vernünftig und ohne längerfristige Störungen in der Wertschöpfungskette.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die kurze Arbeitsniederlegung mag als Signal dienen, doch in einer eng getakteten Lieferkette ist Zurückhaltung geboten. Wer Dreischicht fährt und vertragliche Verpflichtungen erfüllen muss, braucht Verlässlichkeit statt Eskalation. Die Forderung von sieben Prozent bei zwölf Monaten Laufzeit ist ambitioniert; sie gehört an den Verhandlungstisch, nicht in die Rampe. Unternehmen und Belegschaft sollten jetzt zügig einen vernünftigen Abschluss finden, der Leistung honoriert und Störungen vermeidet. Alles andere schwächt die Prozessstabilität und schadet am Ende allen Beteiligten.

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