⚖️ Geldstrafe nach tödlichem Abbiegefehler – Bautzens Tempokontrollen spülen Millionen in die Kreiskasse

📰 Urteil in Bautzen Das Amtsgericht Bautzen hat einen Lkw-Fahrer zu 4.500 Euro Geldstrafe verurteilt. Der Mann hatte im August 2024 auf der Staatsstraße 109 bei Brösa in der Gemeinde Malschwitz einem Pkw die Vorfahrt genommen. Der 20-jährige Autofahrer starb an den Unfallfolgen.

⚖️ Strafrechtliche Verantwortung Der Fall steht exemplarisch für die Risiken grober Unaufmerksamkeit im Schwerlastverkehr. Die verhängte Geldstrafe unterstreicht die strafrechtliche Verantwortung bei fahrlässigen Verstößen mit gravierenden Folgen. Sie signalisiert, dass Fehlverhalten auch ohne Absicht ernsthafte Konsequenzen nach sich zieht.

🚓 Kontrollen und Einnahmen Aus Geschwindigkeitsverstößen flossen dem Landkreis Bautzen zuletzt mehr als 3,7 Millionen Euro zu; 2024 lagen die entsprechenden Einnahmen bei rund 3,3 Millionen Euro. Die Entwicklung schärft den Blick auf die Balance zwischen Verkehrssicherheit und kommunalen Kasseninteressen. Maßgeblich bleibt: Der Zweck der Kontrollen ist die Erhöhung der Verkehrssicherheit, nicht fiskalische Planungssicherheit.

📈 Zahlen und Aktualität Den Spitzenwert verzeichnete im Mai des Vorjahres ein Autofahrer auf der S 177 im Bereich Radeberg/Rossendorf mit gemessenen 183 km/h. Die Angaben wurden zuletzt am 13. Januar 2026 aktualisiert. Weitere Sanktionen, etwa ein Fahrverbot, werden nicht genannt.

🧭 Transparenz und Prävention Der Fall macht deutlich: Strengere Verhaltensmaßstäbe im Straßenverkehr, insbesondere für Lkw, sind kein Selbstzweck, sondern schützen Leben. Zugleich sollten Kommunen bei steigenden Bußgeldeinnahmen transparent darlegen, wie Mittel zur Unfallvermeidung, zur Verbesserung der Infrastruktur und für nachvollziehbare Kontrollen eingesetzt werden. Eine konsequente und rechtssichere Ahndung schwerer Verkehrsverstöße ist notwendig, ebenso die sichtbare Ausrichtung von Überwachung und Sanktionen auf Sicherheit und Ordnung statt auf fiskalische Erwägungen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Der Tod eines 20-Jährigen mahnt zu nüchterner Strenge im Straßenverkehr. Wer Regeln missachtet, muss spürbar sanktioniert werden – gerade im Schwerlastverkehr. Bußgelder sind kein Ersatzhaushalt; sie dürfen nicht zum verdeckten Finanzierungsinstrument werden. Der Landkreis steht in der Pflicht, die Verwendung der Einnahmen offenzulegen und Maßnahmen messbar an der Sicherheit auszurichten. Rechtsstaatliche Konsequenz und Transparenz, nicht fiskalische Kreativität, sind das Gebot der Stunde.

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