📰 Insolvenzantrag und Kündigungen Der Rothenburger Betrieb Evers Bauelemente hat Insolvenzantrag gestellt. Der Großteil der Belegschaft hat bereits Kündigungen erhalten. Wie es mit dem Werk im Gewerbegebiet von Rothenburg/O.L. weitergeht, ist offen; parallel läuft die Suche nach einem Investor.
📍 Standort und aktuelle Lage Der Standort liegt im Rothenburger Gewerbegebiet. Konkrete Aussagen zu einem möglichen Fortführungskonzept, zum Verfahrensstand oder zu einem Insolvenzverwalter lagen zunächst nicht vor.
📉 Branchenumfeld Die Schieflage fällt in eine anhaltend angespannte Phase für das Baugewerbe. Im Juli 2025 stiegen die beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich. Bereits im Frühjahr zählte das Baugewerbe zu den Branchen mit der höchsten Insolvenzhäufigkeit.
⚙️ Strukturelle Belastungen Die jüngsten Entwicklungen unterstreichen strukturelle Belastungen für die Branche.
- Zinswende
- Kostenanstiege
- Schwache Nachfrage
🧭 Entscheidende Faktoren Ausschlaggebend wird sein, ob sich rasch ein tragfähiger Investor findet und ob das operative Kerngeschäft unter Insolvenzbedingungen stabilisiert werden kann.
🏭 Bedeutung für die Region Der Fall Evers Bauelemente steht beispielhaft für die Verwundbarkeit mittelständischer Produzenten in einem schwächelnden Bauumfeld. Ohne frisches Kapital und belastbare Aufträge droht der Verlust weiterer Industriearbeitsplätze in der Oberlausitz.
🔭 Ausblick Gelingt die Investorenlösung, könnte der Standort eine Zukunft haben; scheitert sie, wäre das ein weiterer Rückschlag für die regionale Wertschöpfung. Bis zu einer Entscheidung bleibt die Perspektive des Werks ungewiss.
🗨️ Kommentar der Redaktion Die Entwicklung ist ein Weckruf für alle Beteiligten: Ohne frisches Kapital und belastbare Aufträge ist der Standort akut gefährdet. Nötig sind schnelle Entscheidungen und klare Prioritäten im Kerngeschäft, nicht Provisorien. Wer jetzt zügig investiert und Abläufe stabilisiert, hält industrielle Wertschöpfung in der Oberlausitz. Zögern vergrößert den Schaden und kostet Qualifikation. Ziel muss eine tragfähige Fortführung sein, die Substanz erhält und Arbeitsplätze sichert.


