Junge Frau in Zug nach Görlitz belästigt: Bundespolizei sucht Zeugen

Görlitz/Schleife/Cottbus. Nach einer mutmaßlichen sexuellen Belästigung in einer Regionalbahn von Cottbus nach Görlitz sucht die Bundespolizei Zeugen. Der Vorfall soll sich am Montag, dem 22. Juni 2026, gegen Mittag auf der Strecke über Weißwasser und Schleife ereignet haben.

Nach bisherigen Erkenntnissen setzte sich ein 66-jähriger Tatverdächtiger einer jungen Frau gegenüber und kam mit ihr ins Gespräch. Im Verlauf der Fahrt soll er die Frau am Oberschenkel berührt und gestreichelt haben.

Frau steigt weinend in Schleife aus

Die betroffene Frau verließ den Zug daraufhin am Bahnhof Schleife. Nach Angaben der Ermittler war sie zu diesem Zeitpunkt weinend. Für ihre Weiterfahrt nach Görlitz nutzte sie später einen Folgezug.

Dort traf sie erneut auf den Mann. Dieser soll ihr nachgelaufen sein. Die Frau entfernte sich und erstattete Anzeige. Zunächst konnte der Tatverdächtige jedoch nicht gestellt werden.

Erneutes Zusammentreffen am Obermarkt in Görlitz

Drei Tage später, am Donnerstag, dem 25. Juni 2026, kam es offenbar erneut zu einer Begegnung. Der Mann soll die Frau im Bereich des Görlitzer Obermarktes erneut angesprochen haben.

Diesmal erhielt die Betroffene Hilfe durch Zeugen. Im weiteren Verlauf konnte der Tatverdächtige gestellt werden.

Bundespolizei bittet um Hinweise

Die Bundespolizei sucht nun Menschen, die den Vorfall im Zug oder im Bereich Schleife beobachtet haben. Von besonderem Interesse sind Fahrgäste, die am Montagmittag in der Regionalbahn von Cottbus über Weißwasser und Schleife nach Görlitz unterwegs waren.

Wer etwas gesehen hat oder Angaben zum Sachverhalt machen kann, wird gebeten, sich bei der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf zu melden.

Beschreibung des Tatverdächtigen

Der Mann wird wie folgt beschrieben:

66 Jahre alt, etwa 1,62 Meter groß, kräftigere Erscheinung, Brille. Zur Tatzeit soll er ein blaues T-Shirt getragen und einen tarnfarbenen Rucksack bei sich gehabt haben.

Hinweise an die Bundespolizei

Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf unter der Telefonnummer 03581 / 3626 0 entgegen.

Außerdem können Hinweise per E-Mail an bpoli.ludwigsdorf@polizei.bund.de gesendet oder bei jeder anderen Polizeidienststelle gemeldet werden.

Sicherheit im Zug: Hilfe holen ist richtig

Der Fall zeigt, wie wichtig Aufmerksamkeit im öffentlichen Raum ist. Wer in Bahn, Bus oder an Bahnhöfen eine Belästigung beobachtet, sollte nicht wegsehen. Bereits das Ansprechen anderer Fahrgäste, das Informieren des Zugpersonals oder ein Notruf kann Betroffenen helfen.

Wichtig ist: Niemand muss eine solche Situation allein aushalten. Betroffene sollten sich Hilfe suchen, Abstand schaffen und Anzeige erstatten.

Fazit

Die Bundespolizei ermittelt nach einer mutmaßlichen sexuellen Belästigung in einer Regionalbahn zwischen Cottbus und Görlitz. Die junge Frau stieg nach dem Vorfall in Schleife aus und traf später erneut auf den Tatverdächtigen. Nachdem er sie Tage später am Obermarkt in Görlitz erneut angesprochen haben soll, halfen Zeugen – der Mann konnte gestellt werden.

Nun bittet die Bundespolizei weitere Zeugen um Hinweise.

Kommentar:
Solche Vorfälle dürfen nicht verharmlost werden. Öffentliche Verkehrsmittel müssen sichere Orte sein – für Frauen, Jugendliche, Pendler und alle Fahrgäste. Umso wichtiger ist es, dass Zeugen handeln, Betroffene Unterstützung bekommen und Hinweise konsequent an die Polizei weitergegeben werden.

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