📰 Schwerpunktkontrolle im Solarpark Bei einer Kontrolle auf dem Gelände eines künftigen Photovoltaikparks in Südbrandenburg hat das Hauptzollamt Frankfurt (Oder) 61 Arbeitskräfte ohne gültige Beschäftigungserlaubnis angetroffen. Die Betroffenen stammten aus zehn Nationen.
📅 Zeitpunkt und Auslöser Die Mitteilung erfolgte am Dienstag, 28. April 2026. Auslöser der Maßnahme waren drei vorangegangene Hinweise.
👥 Herkunft und Status Unter den Angetroffenen waren Männer und Frauen aus Ländern wie Nepal, den Philippinen und der Ukraine. Mehrere Personen führten Aufenthaltstitel aus osteuropäischen Staaten mit, die zwar zum Aufenthalt, nicht jedoch zur Erwerbstätigkeit in Deutschland berechtigen.
👮 Behördliche Zusammenarbeit Der Einsatz wurde vor Ort von Kräften der Bundespolizei und der Zentralen Ausländerbehörde begleitet. Weitere Vernehmungen und Auswertungen sind angekündigt.
⚖️ Ermittlungen gegen Subunternehmen Die Ermittlungen richten sich nun gegen mehrere Subunternehmen. Geprüft werden der Verdacht auf illegale Beschäftigung, das Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen sowie mögliche Mindestlohnverstöße.
🧾 Auftrag der FKS Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls prüft in Schwerpunktaktionen regelmäßig, ob Arbeitgeber Beschäftigte ordnungsgemäß zur Sozialversicherung melden, ob Mindestlöhne gezahlt werden und ob ausländische Arbeitnehmer die erforderlichen Papiere besitzen. Vergleichbare Kontrollen fanden in der Vergangenheit auch an Solarpark-Baustellen in Brandenburg statt.
📚 Vorfälle 2025 Bereits 2025 dokumentierte das Hauptzollamt Frankfurt (Oder) auf einer Großbaustelle in Frankfurt (Oder) ähnliche Konstellationen: Ausländische Arbeitskräfte verfügten über befristete Aufenthaltstitel anderer EU-Staaten, die keine Erwerbstätigkeit in Deutschland erlauben.
🕸️ Risikofelder Die Erfahrungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit zeigen, dass häufig komplexe Vertragsketten, verdeckte Arbeitsverhältnisse und Scheinselbstständigkeit eine Rolle spielen — klassische Risikofelder, auf die die Behörde bei Schwerpunktaktionen gezielt achtet.
⚡ Energiewende und Rechtsstaat Die Beschleunigung von Großprojekten darf nicht zulasten rechtsstaatlicher Standards gehen. Transparente Strukturen und klare Verantwortungsketten sind nötig, damit seriöse Firmen nicht durch unlauteren Wettbewerb benachteiligt werden.
📈 Konsequenzen und Ausblick Wo Beschäftigte ohne gültige Papiere eingesetzt werden, drohen Nachzahlungen, Bußgelder und Strafverfahren; zugleich erodiert Vertrauen in die Branche. Bis zum Abschluss der Verfahren gilt für alle Betroffenen die Unschuldsvermutung. Die angekündigten Ermittlungen gegen Subunternehmer sind konsequent und notwendig. Die Branche ist gefordert, Vergabe- und Kontrollprozesse zu schärfen, damit Großprojekte nicht zum Einfallstor für Regelverstöße werden.
🗨️ Kommentar der Redaktion Die Kontrolle war richtig und überfällig. Recht gilt auch auf der Baustelle der Energiewende: Wer ohne gültige Papiere beschäftigt, schadet dem Rechtsstaat und verzerrt den Wettbewerb. Subunternehmer, die Regeln umgehen, müssen konsequent sanktioniert werden, mit Nachzahlungen, Bußgeldern und wo erforderlich Strafverfahren. Generalunternehmer tragen Verantwortung für lückenlose Ketten; Wegsehen darf es nicht geben. Beschleunigung darf nie als Vorwand dienen, Standards aufzuweichen.
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