DAS NEUSTE

📉 BASF bündelt zentrale Dienste in Indien – Berliner Standort unter Druck

📰 Ankündigung und mögliche Folgen

📣 BASF will zentrale interne Dienstleistungen in Indien bündeln und damit den Berliner Standort verkleinern. Der Chemiekonzern gab dies am 11. Februar 2026 bekannt. Wie viele der rund 2.800 Stellen in Berlin betroffen sind, ist offen; Politik und Gewerkschaft reagieren besorgt.

🎯 Hintergrund und Zielsetzung

ℹ️ Ziel des Unternehmens ist es, Services zu standardisieren, zu automatisieren und kosteneffizienter zu erbringen. Finanzvorstand Dirk Elvermann verweist auf eine Transformation, in deren Zuge globale Hubs in China und Indien aufgebaut werden. Berlin, Kuala Lumpur und Montevideo sollen sich künftig stärker auf regionale Aufgaben konzentrieren.

🧩 Details zu Bereichen und Zeitplan

🗂️ Betroffen sind vor allem Finanz- und Personalservices, die in einem neuen globalen Hub in Indien gebündelt werden sollen. Die Planungen stehen am Anfang; die Umsetzung ist schrittweise bis Ende 2028 vorgesehen.

🗳️ Reaktionen aus Berlin und von der IGBCE

🏛️ Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) fordert Transparenz und Sozialverträglichkeit. 🤝 Die IGBCE kritisiert das Ende eines Berliner „Vorzeigeprojekts“, das seit 2005 besteht.

Fazit

🧾 Die Verlagerung weißer‑Kragen‑Arbeitsplätze ins Ausland ist ein weiterer Weckruf. 🇩🇪 Wer Deutschland als Dienstleistungs- und Industriestandort halten will, muss Planbarkeit, Energiepreise, Steuern und Bürokratie entschlossen adressieren – sonst wandern nicht nur Fabriken, sondern auch zentrale Funktionen ab.

  • Planbarkeit
  • Energiepreise
  • Steuern
  • Bürokratie

🗨️ Kommentar der Redaktion

🔎 Diese Ankündigung ist weniger ein Überraschungseffekt als ein Symptom struktureller Schwächen am Standort. Wer sie als naturgegebenen Globalisierungstrend abtut, verkennt die hausgemachten Probleme: zu hohe Kosten, zu wenig Planbarkeit, zu viel Bürokratie. Transparenz und Sozialverträglichkeit sind richtig, ersetzen aber keine konsequente Standortpolitik. Ohne schnelle Entlastungen werden nicht nur Werke, sondern auch zentrale Funktionen weiter abwandern. Berlin braucht Klarheit, Deutschland Verlässlichkeit.

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