🏛️ Steuerzahlerbund drängt auf Rückführung deutscher Goldreserven aus New York

📰 Debatte gewinnt an Fahrt Der Bund der Steuerzahler erhöht den Druck in der Frage der im Ausland gelagerten deutschen Goldbestände und verweist auf die Unberechenbarkeit der US-Politik unter Präsident Donald Trump. Er fordert, die in New York deponierten Reserven zügig nach Deutschland zu verlagern. Die Bundesbank sieht dafür keinen Anlass und betont die Sicherheit der Verwahrung bei der Federal Reserve. Am 4. Februar 2026 gewann die Kontroverse deutlich an Dynamik.

📚 Hintergrund und Verteilung Deutschland verfügt über die zweitgrößten Goldreserven der Welt. Ende 2024 beliefen sie sich auf rund 3.352 Tonnen. Mehr als die Hälfte liegt in den Tresoren der Bundesbank in Frankfurt, etwa 37 Prozent (1.236 Tonnen) lagern bei der Federal Reserve Bank in New York, rund zwölf Prozent bei der Bank of England in London. Die Bundesbank begründet diese Aufteilung mit Sicherheits-, Handels- und Kostengesichtspunkten und verweist auf regelmäßige Überprüfungen.

⚠️ Argumente des Steuerzahlerbundes BdSt-Vizepräsident Michael Jäger sieht das Vertrauen in die USA unter der Politik Trumps spürbar geschwächt. Angesichts hoher Zinslasten auf die US-Staatsverschuldung – im Bereich von etwa einer Billion US-Dollar jährlich – befürchtet er die Suche nach neuen Einnahmequellen und politischen Druck auf die Notenbank. Als mögliches Szenario nennt er einen politisch begründeten Zugriff auf ausländisch gelagerte Bestände, etwa mit dem Verweis auf Kosten des US-Engagements in Europa. Zugleich hält Jäger fest, dass über eine Rückholung allein die Bundesbank entscheidet.

🏦 Position der Bundesbank Bundesbankpräsident Joachim Nagel betont, das in New York gelagerte Gold werde sicher verwahrt. Die Notenbank verweist auf ein bewährtes Lagerstättenkonzept, die Zusammenarbeit mit unabhängigen Partnern in New York und London sowie die laufende Überprüfung der Verteilung. Aus fachlicher Sicht gebe es derzeit keinen Grund, Bestände umzuschichten.

🧭 Einordnung der Risiken Die Forderung des Steuerzahlerbundes berührt Fragen der Souveränität, der Verwahrungsrisiken und der Glaubwürdigkeit transatlantischer Institutionen. Ein konservativ-abwägendes Vorgehen verlangt, Risiken nüchtern zu bilanzieren, Transparenz über Prüfprozesse zu wahren und strategische Optionen vorzubereiten – ohne vorschnelle Symbolpolitik.

🔎 Ausblick Solange die Bundesbank keine fachlichen Gründe für eine Umlagerung erkennt, bleibt eine Rückführung operativ nachrangig und politisch umstritten. Die Debatte dürfte anhalten – als Lackmustest dafür, wie Deutschland in einer raueren Weltordnung seine werthaltigsten Reserven absichert.

🗨️ Kommentar der Redaktion Nationale Souveränität verlangt Vorsorge, nicht Symbolakte. Die Bundesbank trägt die operative Verantwortung; politischer Druck darf Fachurteile nicht verdrängen. Gleichwohl gehört ein belastbarer Plan B samt praktischer Vorbereitung auf den Prüfstand. Transparenz über Prüfzyklen und Belastungstests stärkt Vertrauen. Ein übereilter Abzug wäre riskant, ein sorgfältig vorbereiteter Schritt bleibt das richtige Signal der Stärke, falls die Lage es erfordert.

Quelle: Externe Quelle

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