DAS NEUSTE

🛣️ Dreispurausbau der polnischen A4 ab 2027 – Signalwirkung für die Achse Görlitz–Breslau

🛣️ Überblick Polen treibt den Ausbau seiner zentralen West Ost Achse voran. Zwischen den Knoten Krzyżowa, Legnica und Wrocław Wschód wird die Autobahn A4 ab 2027 auf drei Fahrstreifen je Richtung erweitert. Die zuständige Straßenbehörde hat die Pläne veröffentlicht, spürbare Reisezeitgewinne werden ab den frühen 2030er Jahren erwartet. Für die Relation Dresden Görlitz Wrocław erhöht dies den Druck auf Deutschland, die eigene Infrastruktur Schritt zu halten.

📍 Verkehrliche Achse Der betroffene Abschnitt liegt auf dem direkten Zubringerkorridor von der sächsisch polnischen Grenze bei Görlitz Jędrzychowice nach Wrocław. Damit ist er ein zentraler Baustein für den grenzüberschreitenden Straßenverkehr in Richtung West Ost.

📝 Genehmigungen und Aufgabenpakete Für den südwestpolnischen Teil zwischen Krzyżowa und Legnica liegt seit dem 14. Januar 2026 die erste umweltrechtliche Genehmigung DŚU vor, ein wichtiger Meilenstein im polnischen Planungsrecht. Die Maßnahme ist in zwei Aufgabenpakete unterteilt: rund 14 Kilometer vom Knoten Krzyżowa bis hinter Krzywa sowie etwa 21 Kilometer bis vor den Anschluss Legnica Południe. Eine zweite Umweltentscheidung ist für das erste Quartal 2026 avisiert.

🏗️ Projektkern Herzstück des Vorhabens ist die leistungsfähigere Ausgestaltung auf drei Spuren je Richtung, um Staus und Unfallrisiken auf dem heute hochbelasteten Abschnitt zu reduzieren. Ziel ist eine deutliche Verbesserung des Verkehrsflusses und der Verkehrssicherheit.

⚙️ Verfahrensschritte Nach Veröffentlichung der Ausbaulinien bereitet die polnische Generaldirektion für Landesstraßen und Autobahnen die nächsten Schritte vor. Diese münden abhängig von den noch ausstehenden Genehmigungen in die Vergabe und die anschließende Bauphase.

🕒 Zeitplan und Effekte Der politische Zielpfad sieht einen Baubeginn ab 2027 vor, sodass die verkehrlichen Effekte in den frühen 2030er Jahren greifen können. Für den Abschnitt Krzyżowa Legnica ist die rechtliche Vorarbeit bereits sichtbar fortgeschritten, die zweite Umweltentscheidung soll kurzfristig folgen.

🇩🇪 Druck auf Deutschland Für die grenzüberschreitende Verbindung Dresden Görlitz Wrocław wächst der Handlungsdruck auf Deutschland. Insbesondere die sächsische Teilstrecke bis Görlitz muss so ertüchtigt werden, dass der Verkehr nicht an der Grenze auf langsamere Infrastruktur trifft.

Fazit Polen setzt mit dem A4 Dreispurausbau ein klares verkehrspolitisches Signal. Engpässe auf einer der wichtigsten West Ost Verbindungen sollen zügig und planvoll beseitigt werden. Entscheidend ist nun, dass die weiteren Genehmigungen in Polen termingerecht ergehen und Berlin die Kapazitätsfrage entlang der A4 mit gleicher Konsequenz adressiert.

🗨️ Kommentar der Redaktion Polen macht vor, wie verlässliche Infrastrukturpolitik aussieht. Deutschland darf dieser Dynamik nicht hinterherlaufen, besonders nicht auf der sächsischen A4 bis zur Grenze. Wer jetzt zaudert, verlagert den Flaschenhals lediglich an den Grenzübergang. In Polen müssen die Entscheidungen pünktlich fallen, in Berlin braucht es ebenso klare Prioritäten und Umsetzungsstärke. Planung, Priorisierung, Bau ohne Umwege muss die Devise sein. Die A4 ist eine strategische Wirtschaftsachse, kein Experimentierfeld für Verzögerungen.

Quelle: Externe Quelle

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