DAS NEUSTE

⚠️ Kreml verschärft Drohkulisse: Putin erklärt Europa die „sofortige“ Kriegsbereitschaft

📰 Putin erhöht Druck auf Europa In Moskau erklärte Russlands Präsident Wladimir Putin, sein Land sei „sofort bereit“, sollte Europa einen Krieg beginnen. Man strebe keinen Konflikt mit europäischen Staaten an, zugleich stellte er Europa als „auf der Seite des Krieges“ dar und warf den Regierungen eine fehlende „friedliche Agenda“ vor. Die Aussagen vom Dienstag, 2. Dezember 2025, schärfen die sicherheitspolitische Lagebeurteilung in Europa.

ℹ️ Hintergrund und Gesprächsarchitektur Putin sprach bei einem Investitionsforum in Moskau und verknüpfte seine Botschaften mit der Verhandlungsfrage. Forderungen Europas zur Beendigung des russischen Angriffskriegs seien aus Sicht des Kremls „nicht akzeptabel“. Zugleich bekräftigte er, vorrangig mit der US-Regierung zu verhandeln und europäische Spitzen weitgehend auszuklammern. Im Umfeld stand ein Treffen mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff, der zuvor Gespräche über einen US-Plan zur Beilegung des Krieges geführt hatte. Die Botschaft gen Westen: Moskau will die Gesprächsarchitektur zu eigenen Bedingungen gestalten.

🎯 Abschreckung als Kern der Botschaft Inhaltlich setzt Putin auf Abschreckung und die Delegitimierung europäischer Positionen. Europa lebe in der „Illusion“, Russland militärisch eine strategische Niederlage beibringen zu können, so der Präsident. Sollte Europa den Krieg beginnen, könne rasch eine Situation entstehen, in der „niemand mehr zum Verhandeln“ bleibe – eine Drohkulisse, die an die Eskalationsrhetorik vergangener Jahre anknüpft und Druck auf europäische Hauptstädte ausüben soll.

🛰️ Hybride Bedrohungen und militärische Signale Zugleich häufen sich in Europa Hinweise auf eine intensivierte hybride Bedrohungslage: von Sabotageversuchen über Cyberangriffe bis zu Luftraumverletzungen. In mehreren EU- und NATO-Staaten führten nicht identifizierte Drohnen bereits zu temporären Flughafenschließungen; zudem wurden wiederholt Verletzungen des baltischen Luftraums registriert. Aus Berlin heißt es, Russland schaffe sich „zumindest die Option“, die NATO in den kommenden Jahren militärisch herauszufordern. Verteidigungsakteure warnen, die Fähigkeiten zur Aufklärung und Abwehr – etwa gegenüber Drohnen – seien noch nicht ausreichend; der Handlungsdruck, militärische und zivile Resilienz zu stärken, ist entsprechend hoch.

🛡️ Konsequenzen für Europas Sicherheit Putins Botschaft an Europa ist doppelt: Verhandeln ja, aber zu Kreml-Bedingungen; zugleich Abschreckung durch Drohung, falls Europa „beginnt“. Daraus folgt eine nüchterne Konsequenz: Europa muss handlungsfähig bleiben – durch belastbare Abschreckung, robuste Luftverteidigung, Schutz kritischer Infrastruktur und widerstandsfähige Gesellschaften. Gleichzeitig gilt es, diplomatische Kanäle offen zu halten, ohne in Scheinlösungen zu verfallen. Wer Sicherheit will, muss sie glaubwürdig darstellen und darf sich von Drohkulissen weder einschüchtern noch in leichtfertige Eskalation treiben lassen.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die Tonlage aus Moskau ist kalkuliert und fordert eine ebenso kalkulierte Antwort: Festigkeit ohne Überhitzung. Europas Regierungen dürfen sich nicht in die Defensive reden lassen, sondern müssen ihre Abschreckung sichtbar machen – mit robuster Luftverteidigung, konsequentem Schutz kritischer Infrastruktur und resilienten Gesellschaften. Gespräche bleiben nötig, doch nicht zu Bedingungen, die europäische Sicherheitsinteressen aushebeln oder als Scheinlösungen dienen. Selbstbeschwichtigung ist keine Strategie; die einzig verantwortliche Linie ist Geschlossenheit, Klarheit und die glaubwürdige Bereitschaft zur Abwehr. Wer Freiheit und Ordnung bewahren will, muss den Preis der Unterstützung Kiews nüchtern tragen und zugleich jede Eskalation vermeiden, die nicht zwingend ist.

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