DAS NEUSTE

🚨 Anlagebetrug in der Oberlausitz: Falsche Vorsorge und Krypto-Offerten kosten Bürger über 60.000 Euro

📰 Überblick In der Oberlausitz sind binnen kurzer Zeit mehrere Bürger Opfer professioneller Anlagebetrüger geworden. Ein Rentner aus dem Umland von Bautzen verlor 35.000 Euro über eine vermeintlich seriöse private Altersvorsorge, deren Einzahlungen auf ein Konto in der Schweiz flossen. Ein Bautzener überwies nach einer Krypto-Empfehlung 23.500 Euro auf ein Konto in Malta und verlor anschließend den Zugriff auf sein Vermögen. In Sohland an der Spree verschwanden 3.000 Euro.

🧠 Erprobte Täterstrategie Die Täter gehen nach übereinstimmenden Warnhinweisen mit einem erprobten Muster vor: Sie werben über Online-Anzeigen, geben sich als Finanzexperten aus, bauen über Wochen Vertrauen auf und sind scheinbar jederzeit erreichbar. Schließlich drängen sie zur Installation von Fernwartungssoftware. So erlangen sie sensible Daten und bewegen die Opfer dazu, Transaktionen sowie TAN-Eingaben selbst zu autorisieren—mit der Folge, dass Banken Erstattungen häufig verweigern.

🧾 Fall 1 Altersvorsorge und Schweizer Konto Einem Rentner wurde ein privates Vorsorgeprodukt schmackhaft gemacht; seine Einzahlungen flossen auf ein Konto in der Schweiz. Die Vorgehensweise zielte darauf, Vertrauen zu gewinnen, technische Hürden zu senken und Zahlungen als eigenverantwortliche Entscheidungen erscheinen zu lassen.

🪙 Fall 2 Kryptoempfehlung und Konto in Malta Eine vermeintlich attraktive Krypto-Anlageempfehlung verleitete einen Bautzener dazu, 23.500 Euro zu überweisen. Er eröffnete ein Konto in Malta, transferierte das Geld und hatte danach keinen Zugriff mehr auf sein Guthaben. Auch hier wurden Vertrauen und technische Steuerung genutzt, um Freigaben durch den Geschädigten selbst zu erwirken.

📍 Fall 3 Sohland an der Spree In Sohland an der Spree verlor ein weiterer Mann 3.000 Euro. Das Vorgehen entsprach dem Muster: Vertrauen schaffen, Fernzugriff etablieren, Transaktionen als Entscheidung des Opfers darstellen.

⚠️ Warnsignale und Prüfpflichten Traumrenditen sind ein Warnsignal. Seriosität und Zulassungen sind sorgfältig zu prüfen, Zeitdruck ist strikt abzulehnen. Wer unsicher ist, sollte innehalten und vor einer Überweisung Rat einholen.

🛡️ Konservative Schutzregeln Ein tragfähiger Schutz setzt auf Disziplin und klare Regeln:

  • Keine Fernzugriffe gewähren.
  • Keine Transaktionen unter Druck.
  • Investitionen nur nach Plausibilitätsprüfung und unabhängiger Zweitmeinung.
  • Vor einer Überweisung Bank oder Verbraucherzentrale konsultieren.
  • Nur bei erlaubten und überprüfbaren Anbietern investieren.

🌍 Regionale Dimension Die Fälle belegen, wie perfide Anlagebetrüger digitale Trends und Auslandskonten nutzen, um Gelder aus der Region abzuschöpfen. Die Täter arbeiten mit Vertrauen, technischer Raffinesse und vermeintlicher Betreuung, während Opfer durch eigene Autorisierungen in eine schwächere Position gegenüber Erstattungen geraten.

🗨️ Kommentar der Redaktion Die beschriebenen Fälle sind eine Mahnung zu Disziplin und Skepsis. Wer Traumrenditen verspricht und Fernzugriff verlangt, disqualifiziert sich. Es ist Aufgabe jedes Anlegers, Angebote nüchtern zu prüfen, Zeitdruck zurückzuweisen und notfalls auf eine Anlage zu verzichten. Banken und Behörden müssen geltende Regeln strikt durchsetzen; am Ende zählt jedoch die Eigenverantwortung. Spekulation ohne belastbare Grundlage hat in der privaten Vorsorge keinen Platz. Die Region schützt sich am besten, indem sie das Einfache tut: nein sagen, nachfragen, abwarten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Aktuelle Nachrichten

Folg uns

Folg uns auf Social Media

Verpasse keine News und Updates – folge uns jetzt!

Täglich aktuelle Nachrichten aus Zittau, der Oberlausitz und ganz Deutschland

Zittauer Zeitung | Echt. Lokal. Digital.