🔌 Kritik nach Stromausfall Nach dem großflächigen Stromausfall im Südwesten Berlins hat die Journalistin Franca Lehfeldt, Ehefrau des früheren Bundesfinanzministers Christian Lindner, die Berliner Landespolitik scharf kritisiert. In einem Instagram-Beitrag stellte sie die Frage nach der Sicherheit kritischer Infrastruktur und warf eine mangelnde Priorisierung staatlicher Kernaufgaben vor. Ihr eigener Haushalt war von der Störung betroffen.
📊 Ausmaß und Verlauf der Störung Am ersten Wochenende des neuen Jahres fielen in den Bezirken Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde zeitweise bei Zehntausenden Menschen Strom und Wärme aus. Nach Angaben vom Sonntag waren zunächst rund 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen betroffen; im Verlauf konnten etwa 7.000 Privat- sowie 150 Gewerbekunden wieder ans Netz gehen. Als Zieltermin für die vollständige Behebung wurde der darauffolgende Donnerstag genannt. Die Ursache wird als mutmaßlich politisch motivierte Sabotage untersucht.
🛡️ Fragen an die Infrastruktur-Sicherheit Lehfeldt berichtete, seit mehr als 24 Stunden ohne Strom zu sein, und kritisierte, dass kritische Infrastruktur in der Hauptstadt offenbar so zugänglich ist, dass sie für Tage sabotiert werden kann. Ihre Zuspitzung zielt auf Lücken in der übergeordneten Sicherheitsvorsorge und auf unklare Zuständigkeiten im Schutz sensibler Netze.
🤝 Lob für Einsatzkräfte und Nachbarschaft Zugleich lobte sie das Engagement der Einsatzkräfte und die Solidarität in den Nachbarschaften. Vor Ort funktionierten Zivilgesellschaft und Behörden, doch strukturelle Vorsorge und robuste Prävention blieben sichtbar hinter dem Bedarf zurück.
💶 Prioritätenstreit in der Landespolitik Deutlich wurde Lehfeldt bei der Frage politischer Prioritäten: Öffentliche Mittel würden für alles Mögliche eingesetzt, während bei wesentlichen Fragen wie Sicherheit oder Bildung Vertrauen verspielt werde. Als Beispiel nannte sie die Berliner Planung, Milliarden für neue Bäume bereitzustellen; das müsse nachgeordnet werden, solange die Stromversorgung nicht belastbar gegen Angriffe abgesichert ist.
🎤 Öffentliche Resonanz Auch andere Prominente wie Sängerin Sarah Connor berichteten öffentlich über die Folgen des Ausfalls. Die Reichweite des Ereignisses verstärkte damit die Aufmerksamkeit für die Schwachstellen des Netzes.
🧭 Einordnung und Konsequenzen Der Vorfall macht die Verwundbarkeit urbaner Infrastruktur sichtbar und schärft die Debatte über Prioritäten. Sicherheit, Resilienz und klare Zuständigkeiten müssen vor Symbolpolitik stehen. Für Berlin bedeutet das lückenlose Aufklärung, zügige Absicherung neuralgischer Punkte des Netzes und eine ehrliche Überprüfung der Ausgabenreihenfolge. Ob die Landesregierung daraus konsequente Schlüsse zieht, wird sich daran messen lassen, wie schnell die Netzsicherheit steigt und Vertrauen zurückgewonnen wird.
🗨️ Kommentar der Redaktion Wer Kernaufgaben vernachlässigt, gefährdet das Vertrauen der Bürger. Solange Strom und Wärme im Zweifel ausfallen, sind milliardenschwere Prestigeprojekte fehl am Platz. Die Landesregierung muss Sicherheit und Bildung vorziehen, kritische Anlagen schützen und Verantwortlichkeiten klar ordnen. Der Sabotageverdacht verlangt lückenlose Aufklärung und spürbare Konsequenzen. Erst wenn Netzstabilität und Grundfunktionen gesichert sind, ist Raum für zusätzliche Projekte.


