DAS NEUSTE

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🐜 DrĂŒsenameise in Sachsen breitet sich aus – Experte ordnet Risiken ein

🐜 Neue Funde in Sachsen In Sachsen mehren sich Nachweise der Großen DrĂŒsenameise (Tapinoma magnum). Vorkommen sind unter anderem in Coswig sowie in den Dresdner Stadtteilen Übigau und LangebrĂŒck bestĂ€tigt. Fachentomologe Bernhard Seifert bewertet die Lage als ernst, aber handhabbar – vorausgesetzt, Kommunen und EigentĂŒmer reagieren schnell und koordiniert. Die Art kann in GebĂ€ude eindringen und technische Infrastruktur beeintrĂ€chtigen.

🧬 Hintergrund und Biologie Die Große DrĂŒsenameise ist eine eingeschleppte Art, die sich in Mitteleuropa seit einigen Jahren etabliert. Charakteristisch ist die Bildung sogenannter Superkolonien mit zahlreichen Königinnen und Millionen Individuen, weshalb herkömmliche BekĂ€mpfungsversuche oft ins Leere laufen.

📍 BestĂ€tigte Nachweise In Sachsen wurden Funde in Dresden-Übigau, Dresden-LangebrĂŒck und Coswig offiziell gemeldet. Die Art wurde von Bernhard Seifert unter anderem in einem Gartencenter in Coswig sowie in LangebrĂŒck bestimmt.

  • Dresden-Übigau
  • Dresden-LangebrĂŒck
  • Coswig

⚠ Risikoprofil fĂŒr GebĂ€ude Tapinoma magnum kann Hausstrukturen und Installationen beeintrĂ€chtigen. Besonders problematisch ist das Eindringen in GebĂ€ude, wo die Tiere Leitungen und GerĂ€te stören können. Die starke Binnen-Dynamik der Superkolonie – breite, dauerhafte Ameisenstraßen und rasche Umsiedlungen – erschwert die BekĂ€mpfung zusĂ€tzlich.

🚚 Eintrag und Ausbreitung Der wichtigste Eintragspfad verlĂ€uft ĂŒber Gartencenter und den Zierpflanzenhandel. Mediterrane KĂŒbelpflanzen in PrivatgĂ€rten oder gastronomischen Außenbereichen begĂŒnstigen die Etablierung; von dort aus verbreiten sich die Kolonien in die Umgebung.

🔎 FrĂŒherkennung und Meldung Ein frĂŒhzeitiges Erkennen an stark frequentierten Ameisenstraßen und das Melden an die Kommune erhöhen die Chance, BestĂ€nde einzugrenzen. Schnelligkeit ist hier entscheidend.

đŸ‘€ Einordnung des Experten Nach EinschĂ€tzung von Bernhard Seifert ist in Sachsen mit weiteren Meldungen zu rechnen, wenn keine konsequente Vorsorge erfolgt. Zugleich gilt die Lage als ernst, aber handhabbar, sofern zĂŒgig und koordiniert gehandelt wird.

🧰 Vorgehen und ZustĂ€ndigkeiten Geboten ist eine Kombination aus effizienter FrĂŒherkennung, klaren ZustĂ€ndigkeiten bei den Kommunen und einem zurĂŒckhaltenden, fachlich begleiteten Vorgehen im Privatbereich. PrioritĂ€t haben der Schutz von GebĂ€uden und Infrastruktur sowie gezielte Maßnahmen statt Aktionismus.

📊 Fazit Sachsen erlebt bei Tapinoma magnum eine Phase der Etablierung – die entscheidende Weichenstellung erfolgt jetzt. Wo ambitionierte Garten- und Stadtgestaltung auf globalisierte Warenströme trifft, sind nĂŒchterne PrioritĂ€ten gefragt: Schutz von GebĂ€uden und Infrastruktur, gezielte Maßnahmen und ein wachsames Auge fĂŒr neue EintrĂ€ge.

đŸ—šïž Kommentar der Redaktion Diese Ausbreitung verlangt Ordnung, klare Verantwortlichkeiten und konsequentes Handeln. Statt Symbolpolitik und hektischem Aktionismus braucht es frĂŒhe Meldungen und eine straffe kommunale Steuerung. Der Schutz von Eigentum und technischer Infrastruktur hat Vorrang vor dekorativen Experimenten. Private sollten ohne fachliche Begleitung nicht improvisieren, sondern Meldungen ernst nehmen und sich an klare Leitlinien halten. Wer jetzt zaudert, riskiert grĂ¶ĂŸere SchĂ€den und dauerhafte Belastungen.

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