đ Ăberblick Das Deutsch-Sorbische Volkstheater Bautzen legt fĂźr 2025 eine positive Bilanz vor: Mehr als 123.000 Besucherinnen und Besucher kamen zu rund 800 Veranstaltungen, der Theatersommer war ausverkauft. Intendant Lutz Hillmann wertet die Resonanz als Ansporn, mit âMut, Leidenschaft und Haltungâ weiterzuarbeiten. Die Zahlen stehen fĂźr kräftigen Zuspruch und sind zugleich PrĂźfstein in Zeiten knapper Kulturetats.
đ Bilanzzahlen Das Jahr verzeichnete eine hohe Nachfrage Ăźber alle Sparten hinweg. Insgesamt wurden rund 800 Veranstaltungen angeboten und Ăźber 123.000 Gäste gezählt; hinzu kamen 25 Premieren, die das Profil des Hauses sichtbar schärften.
đď¸ Bikulturelles Profil Das Haus gilt als einziges professionelles bikulturelles Theater Deutschlands: Es spielt in deutscher und sorbischer Sprache, betreibt neben dem GroĂen Haus mit rund 400 Plätzen seit 2003 das Burgtheater und ist als kommunaler Eigenbetrieb u. a. vom Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien, der Stiftung fĂźr das sorbische Volk sowie der Stadt Bautzen getragen. Diese Struktur verankert das Theater fest in der Region und verpflichtet zugleich zu wirtschaftlicher Vernunft im Einsatz Ăśffentlicher Mittel.
đ Ausverkaufter Theatersommer Der Bautzener Theatersommer war restlos ausverkauft. Die Freiluftproduktion âAlice im Wunderlandâ sahen rund 35.600 Menschen im Hof der Ortenburg â ein starkes Signal fĂźr publikumsnahe Stoffe im Open-Air-Format.
đ Jubiläum des GroĂen Hauses Im Oktober feierte das Theater das 50-jährige Jubiläum des GroĂen Hauses. Ein gut besuchter Tag der offenen TĂźr band das Publikum eng ein und setzte einen markanten Akzent im Jahreslauf.
đď¸ Hohe Taktung zum Jahresende Zum Jahresende intensivierte das Ensemble den Spielbetrieb: Fast 100 Vorstellungen allein im Dezember, nur wenige Plätze blieben leer. Das unterstreicht die hohe Auslastung Ăźber das gesamte Jahr und eine klare Programmverdichtung zum Abschluss.
đĽ Erweiterte Leitung Seit November stehen dem Intendanten zwei Stellvertreter zur Seite: die Schauspieler Julia Klingner und Marian Bulang. Die personelle Ergänzung stärkt die kĂźnstlerische Leitung in einer Phase dichter Spielplangestaltung.
đ Ausblick und MaĂstab Die Bilanz 2025 signalisiert Stabilität: starke Nachfrage, ausverkaufte Open-Air-Reihe, viele Premieren. Entscheidend wird sein, die Mischung aus populären Stoffen, sorbisch-deutschen Produktionen und dichter Spielplangestaltung zu halten, ohne an kĂźnstlerischem Profil oder wirtschaftlicher Disziplin einzubĂźĂen. Der Anspruch, auch kĂźnftig âmit Haltungâ zu arbeiten, ist formuliert; daran wird man das Bautzener Theater im neuen Jahr messen.
đ¨ď¸ Kommentar der Redaktion Diese Bilanz ist erfreulich, doch sie ist kein Freibrief. Ein Ăśffentlich gefĂśrdertes Haus muss Auslastung und kaufmännische Vernunft zum MaĂstab machen. Viele Premieren sind kein Selbstzweck; entscheidend sind Qualität, Kernauftrag und die bikulturelle Mission. Der ausverkaufte Theatersommer belegt, dass populäre Stoffe tragen â sie dĂźrfen die kĂźnstlerische Linie jedoch nicht verwässern. Im neuen Jahr zählen Disziplin, Transparenz und verlässliche Prioritäten vor groĂen Worten.


