đ° Ausblick 2026 Das Lausitzer Seenland erwartet im Jahr 2026 steigende Besucherzahlen, auch weil zusätzliche Gewässer schiffbar werden. Regionale Akteure bereiten sich vor: Von Gastronomie Ăźber An- und Abreise bis hin zu Liegeplätzen und Serviceangeboten stehen konkrete Aufgaben an. Verbandsvertreter zeigen sich optimistisch, zugleich bleibt der Saisonverlauf wetterabhängig.
đ Meilenstein im Revier Die junge Urlaubslandschaft im frĂźheren Braunkohlerevier erreicht am 31. Juli 2026 einen Meilenstein: Erstmals werden fĂźnf Seen â Senftenberger, Geierswalder, Partwitzer, Sedlitzer und GroĂräschener See â durch Kanäle zu einem schiffbaren Verbund verknĂźpft. Damit Ăśffnet sich eine zusammenhängende Wasserfläche von rund 5.300 Hektar fĂźr den Freizeit- und Wassertourismus.
𧊠Stand heute und Koordination Bereits heute sind Senftenberger, Geierswalder und Partwitzer See ßber Koschener und Barbara-Kanal verbunden. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft koordiniert den Endspurt der Freigaben mit den zuständigen Verbänden.
đ¤ Neue Wasserwege Mit dem Stichtag Ende Juli 2026 kommen weitere Verbindungen hinzu: Sornoer Kanal (GeierswalderâSedlitzer), Rosendorfer Kanal (PartwitzerâSedlitzer) und Ilse-Kanal (SedlitzerâGroĂräschener). Ziel ist ein zuverlässiger, alltagsfester Betrieb fĂźr Sportboote und perspektivisch auch fĂźr Fahrgastschiffe.
đĽď¸ Schiffe und Betreiber Ein vorhandenes Schiff „Wilde Ilse“ gilt als einsatzbereit; zugleich suchen die Zweckverbände Lausitzer Seenland Brandenburg und Sachsen einen externen Betreiber fĂźr ein bis zwei zusätzliche Ausflugsschiffe.
đ§ Vermarktung FĂźr die Vermarktung stellt der Tourismusverband das Jahresthema „5 Seen â 1 Verbund“ in den Mittelpunkt.
đ§ą Hausaufgaben an Land und auf dem Wasser Die Erwartung an zusätzliche Gäste geht mit klaren Hausaufgaben einher. Aus Sicht der Touristiker braucht es verlässliche Ăffnungszeiten, Kapazitäten und eine belastbare Infrastruktur.
- Zuverlässige Ăffnungszeiten und ausreichende Kapazitäten in Gastronomie und Beherbergung
- Belastbare Sanitär- und Entsorgungslogistik
- Park- und ĂPNV-LĂśsungen
- Kluges Besucherlenken auf und am Wasser
đŚď¸ Abhängigkeit von der Witterung Nach der wetterbedingt gedämpften Saison 2025 mahnen Verantwortliche zu Realismus: Der Erfolg der Erweiterung hängt auch 2026 von einem stabilen Sommer ab.
âď¸ Chance und Bewährungsprobe Der neue Seenverbund ist Chance und Bewährungsprobe zugleich. Er kann die Position des Lausitzer Seenlands als maritimes Binnenziel zwischen Berlin und Dresden stärken â vorausgesetzt, Infrastruktur, Sicherheit und Service wachsen im gleichen Takt wie die Attraktivität auf dem Wasser.
đ Rahmen fĂźr den Erfolg Konservative HaushaltsfĂźhrung, professionelle Betreiberstrukturen und nĂźchterne Erwartungen an die Witterung sind entscheidend. Das Versprechen an die Gäste bleibt zurĂźckhaltend: lieber zuverlässig liefern als groĂ ankĂźndigen.
đ¨ď¸ Kommentar der Redaktion Der Ausbau des Seenverbunds ist richtig, doch er beweist sich erst im Betrieb. Ohne verlässliche Ăffnungszeiten, saubere Sanitärketten und eine funktionierende An- und Abreise verpufft jeder Marketingeffekt. Externe Betreiber fĂźr Ausflugsschiffe sind nur dann ein Gewinn, wenn Qualität, Sicherheit und Tarifdisziplin vertraglich sauber abgesichert sind. Wetterrisiken dĂźrfen nicht weichgeredet werden; Budgets und Erwartungen sind konservativ zu fĂźhren. Unser MaĂstab lautet: erst zuverlässig liefern, dann leise wachsen.


